Der Freundeskreis Zliuuini hat das Heft 6 für seine Leserinnen und Leser fertiggestellt.
Es enthält auf 74 Seiten regional-historische Analysen und Abhandlungen zu Ereignissen, Vorkommnissen und Personen des Schliebener Landes, unterstützt durch 35 Abbildungen.
Zu Beginn geht es um eine eher geheimnisvolle Herzogin namens „Offka“.
Die Herzogin Offka, eine kinderlose Kurfürsten-Witwe, lebte im 15. Jahrhundert. Sie stammte aus Schlesien, hatte nach dem Tode ihres Ehemannes einen Witwensitz in der Burg Liebenwerda. Es bestanden aber auch handfeste Beziehungen im Rahmen ihres „Leibgedinge“ zum Schliebener Land bis hin zur Rochauer Heide.
Die Schliebener Region weist auch im Osten eine Reihe von „wüsten Dörfern“ auf. Heute ist von diesen Dörfern so gut wie nichts mehr zu sehen. Vielleicht finden sich im Boden noch zufallsweise blaugraue oder bräunliche Scherbenstücke als Beweise des mittelalterlichen Lebens.
Diese Standorte sind Bodendenkmäler, sie gilt es zu schützen und zu erhalten.
„Kleindenkmäler“ gibt es überall im Schliebener Land. Eine Sparte bilden die historischen Wegesteine (Wegweiser). Meist bestehen diese Zeugen der Vergangenheit aus Stein. Sie besitzen einen hohen regional-historischen Wert. Die Hinweise hierzu sollen die Bevölkerung aufrütteln, um diese Kleindenkmäler zu schützen und zu erhalten.
Der Lehrer und Heimatforscher Otto Steinbiß wurde vor 100 Jahren geboren. Einige Schwerpunkte seiner Arbeiten in Proßmarke und Schlieben werden gewürdigt. Lange Tradition weist die Schliebener Schützengilde auf. Otto Steinbiss hat über das Königsschießen im Jahre 1725 recherchiert.
Anfang der 1950er Jahre fand in der jungen DDR eine gewaltige Kampagne gegen den Kartoffelkäfer statt. Für diese Plage wurde der Klassenfeind im damaligen Westdeutschland mit seinen transatlantischen Helfershelfern in Amerika als Schuldiger angeprangert. Die dabei erarbeiteten literarischen Pamphlete kann man aus heutiger Sicht kaum noch verstehen (Kampf dem Ami-Käfer). Deshalb hier einige Kostproben, auch zum Schmunzeln. Denn im Jahre 1950 war das alles blutiger Ernst.
Es gibt nunmehr auch einen „Glasewald-Irrtum“. Was ist damit gemeint?
In früheren heimatkundlichen Schriften tauchte eine Straftat des Schliebener Amtmannes Friedrich Glasewald auf, die im Jahre 1717 stattgefunden haben soll. Der Amtmann Friedrich Glasewald soll belastende Rechnungen vernichtet haben und sei dann für immer verschwunden.
Neueste Recherchen des Freundeskreises Zliuuini zeigen aber einen anderen Ablauf. Der Friedrich Glaswald war nicht der Täter.
Eine erste ausgewählte Ereignisreihe aus der Geschichte des Dorfes Proßmarke, vorerst bis zum Jahre 1989, verweist auf Schwerpunkte von Entwicklungen und Vorkommnissen. Das Dorf wurde vor 650 Jahren erstmalig urkundlich erwähnt. Sollte das 2026 nicht gefeiert werden?
Radio-Hören war 1942 dann lebensgefährlich, wenn ein „Feindsender“ gehört wurde. Mit einer Tarnung als „Plinsenessen“ wurde in Proßmarke trotzdem gehört.
Interessant ist die Reaktion des preußischen „Soldatenkönigs“ 1718 auf das maßlose „Voll=Sauffen“ seiner Untertanen - hier Auszüge aus seinem Edikt.
Den Abschluss bilden einige Ansichtskarten mit Ansichten aus Schlieben, Proßmarke und Lebusa. Vor über 100 Jahren wurden diese gern manuell farbig gestaltet. Es entstanden Ansichten fast wie aus einer Märchenwelt.
Das Heft kann zum Preis von 8,- Euro vom Verlag bezogen werden:
REGIA-CO-WORK 03048 Cottbus Straße der Jugend 105a
Tel.: 0355 7890766
Mail: regiacowork@gmail.de
Verkauf auch in den bisherigen Stellen in Schlieben.