Zuckersüß und bunt wurde es für den „Ossi“ erst 1989 mit dem Mauerfall und der damit verbundenen Überflutung mit allem, was sein Herz doch so begehrte.
Coca-Cola hatte es nicht geschafft, sich in 40 Jahren DDR im anderen Teil Deutschlands zu vermarkten. Aus der Firmengeschichte von „Coca-Cola“ ist bekannt, dass sie schon in der Zeit des „Kalten Krieges“ bei den SED-Oberen „anklopften“ und ihr Getränk in der DDR etablieren wollten. Im Westen auch als Inbegriff von Freiheit, Wohlstand und Lebensfreude gepriesen, war den Betonköpfen in Ostberlin dieses kapitalistische „Way Of Life“-Getränk ein Dorn im Auge.
Warum es der größte Konkurrent von „Coca-Cola“, nämlich „Pepsi“, Anfang der 70er Jahre in die Bars, Restaurants und einigen Gaststätten der DDR schaffte, war nicht herauszufinden.
Verbrieft ist aber ihr Verkauf in der ehemaligen Gaststätte „Wolfsschlucht“ in Herzberg ab 1974, 0,2 l zu 1,50 „DDR-Mark“. Pepsi war somit dreimal so teuer wie heimische Cola-Getränke. Erhaltene Flaschenetiketten zeugen von einem vielfältigen Angebot von alkoholfreien und koffeinhaltigen Getränken.
Das Thema Cola schaffte es auch bis in die Parteiführung. Verlangt wurde neben der sicher auch beliebten Vita-Cola ein international konkurrenzfähiges Getränk. Im Ergebnis entstanden neue Getränke wie Club-Cola, Africola und Cola-Colette. Erstere wurde auf der Internationalen Leipziger Messe sogar mit Messegold geehrt.
Die 25. Ausstellung kommt in der warmen Jahreszeit mal weniger mit politischen Erinnerungen um die Ecke. Getränkeetiketten aus DDR-Zeit zeigt eine kleine Privatsammlung sowie Flaschen und Büchsen aus vergangener Zeit, aber auch Stücke von Coca-Cola und Pepsi nach 1989. Ab da konnte uns Coca-Cola mit seinem Geschmack betören, aber viele sagen auch „Vita bleibt Vita!“
Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der neuen Ausstellung!