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Unterspreewald-Journal
Ausgabe 7/2026
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750 Jahre Golßen - Übersichten zur Burggrafschaft und Herrschaft Golßen (vor 1359-1669) in der Niederlausitz

Lehmann unterscheidet mehrere Phasen in der sehr unübersichtlichen Territorialgeschichte der Niederlausitz. Sie zeigen u.a., wie schwer die tatsächlichen Besitzverhältnisse der Burggrafschaft, später der Herrschaft Golßen, besonders im 14. Jahrhundert, einzuordnen sind. Seine Gliederung ermöglicht dem Heimatforscher aber intensiver in einzelnen Perioden der Landesgeschichte tätig zu werden.

Etappen der Landesgeschichte der Niederlausitz

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Die älteste Zeit bis 1156

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Unter den Wettinern 1156-1304

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Das Land in den Wirren des 14. Jahrhunderts 1304-1370

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Angliederung an Böhmen und wechselnde Abhängigkeit 1370-1526

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Beim Haus Habsburg 1526-1623/35

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Unter kursächsischer und sachsen- merseburgischer [1657-1738] Herrschaft 1623/35-1694

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Die Zeit der Verbindung Sachsens mit Polen 1694-1763

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Die letzten Jahrzehnte sächsischer Herrschaft und der Übergang des Markgraftums an Preußen 1763-1815.

Es folgt der Versuch einer Statusanalyse der Burggrafschaft Golßens von Mitte des 13. bis Mitte des 15. Jahrhunderts in landesherrlichen Bezügen. Nach Auswertung aller mir zur Verfügung stehenden Daten stellt sich vorläufiges Ergebnis dar:

Burggrafschaft mit Stadt Golßen in der Landesgeschichte der Niederlausitz

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Burggrafen von Wettin/Golßen 1226/76-1344/46

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Heinrich von Dahme 1346-1353

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Landesherrlich meißnisch I 1353-1359

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Heinrich Reuß von Plauen 1359-1363

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Landesherrlich meißnisch II 1363-1364/70

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Landesherrlich böhmisch 1364/70-1401

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Landesherrlich meißnisch III 1401-1418

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Kaspar und Paul von Knobelsdorf 1418-1422

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Landvogt Hans von Polenz 1422-1437

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Erben von Polenz 1437-1438

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von Stutterheim 1439-zum Teil bis Ende des 18. Jahrhunderts.

Die Herrschaft Golßen bis 1669

Bis 1669 sank die Herrschaft durch Erbzersplitterung zu Rittergütern herab und war nicht mehr landtagsberechtigt. Die Entwicklung zu einer Standesherrschaft blieb daher aus.

Da die Stutterheim ihre Herrschaft nicht halten konnten, zerfiel diese nach Houwald bis zum Ende des 17. Jahrhunderts in fünf große, mit Rittergutsqualität ausgestattete Anteile:

1.

Der „alte Rittersitz“ (Schloss und Stadt) Golßen, später der von Wolferdorfsche, dann von Bredowsche Anteil genannt.

2.

Die „neu gebaute Behausung“ (Neu Golßen), als der Joachim von Stutterheimsche, danach ein von Bredowscher Anteil.

3.

Das „Gehöft samt Wohngebäuden“ (Utzenscher oder Erbanteil) in Golßen, der spätere Bünau-, Friligehausenanteil.

4.

Der Apollo von Stutterheimsche Anteil.

5.

Die beiden Drahnsdorfer Anteile, der Drösselsche sowie der von Hake- und Karrassche Anteil.

Daneben bestanden weitere kleine Anteile an Golßen. Nach jedem Besitzerwechsel änderten sich die Namen der Anteile, sodass es meist nicht gelingt, die jeweiligen Teile exakt zu identifizieren und exakt zu verorten.

Dr. Michael Bock

Literaturauswahl

R. Lehmann: Geschichte NL 1963, ders.: Herrschaften NL 1966; ders.: Urkunden NL 1968; ders.: Vergangenheit NL 1925/2020; Houwald: NL Rittergüter, Kr. Luckau, 1996.