im letzten Amtsblatt habe ich etwas darüber geschrieben, wie bundesdeutsche, europäische und sogar globale Ereignisse Einfluss auf unser Leben haben. Da sich ja abzeichnet, dass die Verwerfungen, anders kann ich es nicht bezeichnen, zunehmen, dass sie sich verfestigen, ist es mir ein Bedürfnis, erneut darauf hinzuweisen, dass wir uns dadurch nicht unserer Handlungsfähigkeit berauben lassen dürfen.
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In der sogenannten „großen Politik“, die aber auch nur dazu da ist, Probleme auf ihrer Ebene zu lösen und nicht endlos zu diskutieren, nehme ich wahr, dass der tägliche Blick auf die Prognosen der wie Pilze aus dem Boden schießenden Institute für Demoskopie zu der Beliebtheit oder Unbeliebtheit von Parteien und Politikern dazu geführt hat, dass Ziele einfach nicht mehr konsequent verfolgt werden. Die Medien tun ihr Übriges dazu.
So führt diese regelrechte „Erregungskultur“ dazu, dass der Blick auf das, was für uns in Spremberg/Grodk wichtig ist, geradezu vernebelt wird. Selbst einfache Mitteilung zu Ereignissen, Eröffnungen von Einrichtungen, Mitteilungen über Veranstaltungen, die wir im Interesse der Information möglichst vieler Mitbürger auch in den sozialen Medien teilen, werden mit Kommentaren versehen, wozu man nur noch den Kopf schütteln kann. Sollten die Absender, die teils mit Klarnamen, teils mit anonymen Accounts kommentieren, der Ansicht sein, dass sie irgendeinen Einfluss auf die Kommunalpolitik haben, dann täuschen sie sich. Das obliegt allein den Abgeordneten in enger Zusammenarbeit mit der Verwaltung. Auch wenn die Meinungen zu einigen Themen auseinandergehen, so haben wir es bisher noch immer geschafft, voranzukommen. Ich bedauere alle, die gefangen sind im Empörungskarussell. Konstruktive Kritik ist gefragt, Vorschläge sowieso. Häme und plumpe Anschuldigen erreichen nur eins: Kopfschütteln und Mitleid.
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Kommen wir also zu den angenehmen Dingen, die es natürlich gibt. Die Abgeordneten haben gemeinsam mit der Stadtverwaltung die Weichen gestellt, um unsere Stadt mit einem seit der sogenannten Wende in Spremberg/Grodk nie gekannten Investitionspaket gut aufzustellen für die Zukunft. Schule, Schwimmhalle, Dorfgemeinschaftshäuser, Straßenbau, Gesundheitseinrichtungen usw. all das kommt nun (endlich) in die Umsetzung. Ich bin sehr ungeduldig, wenn es darum geht, endlich ins „Machen“ zu kommen. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung, aber auch in unserer Wirtschaftsförderung können ein Lied davon singen. Ja, manchmal ist das eine große Versuchung nach Vorschriften und Paragraphen zu suchen, die ein zügiges Vorankommen behindern. Es ist meine Aufgabe als Bürgermeisterin, alles dafür zu tun, die einmal getroffenen Beschlüsse umzusetzen. Wie wir dabei vorankommen werde ich in der kommenden Stadtverordnetenversammlung berichten. Ich bin ja mal gespannt, ob da auch Freude aufkommt in diesen nicht ganz einfachen Zeiten, ich wünsche es uns allen.
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Toll war die Veranstaltung mit Gabriele Krone-Schmalz, toll auch die anderen zahlreichen Veranstaltungen im Rahmen unseres Festjahres. Die Auszeichnung der familienfreundlichen Unternehmen, der Babyempfang, wo uns sogar Anfragen aus anderen Kommunen erreichten, ob man nicht auch mit seinen Kindern vorbeikommen könne, sind immer wieder tolle Höhepunkte der Begegnung miteinander. Bald geht es auch wieder mit den Bereisungen der Ortsteile los, eine schöne Tradition.
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Besonders freue ich mich, wenn es uns gelingt, ganz unkompliziert zusammenzukommen, uns zu treffen, einfach mal zu quatschen, zu lachen. Ja, auch so etwas gelingt uns. Mir ist das sehr wichtig, genauso, wie ich mir manchmal einfach die Zeit nehme, durch die Stadt zu gehen und mich zu unterhalten, zu erfahren was wichtig ist in unserer Stadt. Und wissen Sie was dabei raus kommt? Nicht Trump, nicht Putin, nicht die „große Politik“ ist den Menschen im persönlichen Gespräch wichtig. Wichtig ist, dass es hier in Spremberg/Grodk funktioniert. Ich danke allen, die daran mitwirken!