Liebe Leserinnen und Leser,
die Urlaubs- und Gartensaison neigt sich langsam dem Ende zu und die Tage werden kürzer. Für gemütliche Stunden möchte ich Ihnen gern einige Lesetipps geben:
Riley, Lucinda und Whittaker, Harry: Atles: The Story of Pa Salt“
Der schon lang ersehnte letzte Band der „Sieben Schwestern Reihe“ ist nun auch in unserer Bibliothek zu finden. Die Autorin Lucinda Riley verstarb 2021, bevor sie den 8. Band der "Sieben Schwestern" vollenden konnte. „Atlas. Die Geschichte von Pa Salt“ erzählt von einem Leben voller Liebe und Verluste, umspannt Meere und Kontinente und führt die „Sieben-Schwestern“-Serie zu einer atemberaubenden Auflösung.
Harry Whittaker ist Lucinda Rileys Sohn, dem sie vor ihrem Tod die Geschichte von „Atlas“ in die Hände gelegt hat, damit er sie nach ihren Vorstellungen zum Abschluss bringt.
Krauss-Meyl, Sylvia: „Die berühmteste Frau zweier Jahrhunderte“. Maria Aurora Gräfin von Königsmarck
Stolpen wird zumeist als Schicksalsort mit der Gefangenschaft der Gräfin Cosel verbunden. Doch sie war nicht die einzige Mätresse Augusts des Starken. „Als berühmteste Frau zweier Jahrhunderte“ titelte Voltaire die Gräfin Maria Aurora von Königsmarck (1662 – 1728).
Schön, hochgebildet, diplomatisch – aber auch Verwicklungen und Skandale sind mit ihrem Leben verbunden. Ihr Sohn, den sie gemeinsam mit August dem Starken hatte, Moritz, wurde später Marschall von Frankreich.
Eine exzellente Schilderung eines außergewöhnlichen Frauenschicksals.
Noch druckfrisch sind die autobiografischen Texte unter dem Titel „Zweifel und Vergewisserung“ des Stolpner Autors Matthias Stark, von dem noch weitere Werke in unserer Stadtbibliothek vorhanden sind.
Für literarische Eisenbahn-Ausflüge mit einem Augenzwinkern haben zwei Autoren unserer Nachbarländer gesorgt: der tschechische Autor Jaroslav Rudiš, der in Berlin lebt und auch auf Deutsch schreibt mit seiner „Gebrauchsanweisung fürs Zugreisen“ sowie Steffen Möllers „Expedition zu den Polen: Eine Reise mit dem Berlin-Warszawa-Express“.
Hier gibt es auch zwei Romane der polnischen Literatur-Nobelpreisträgerin (2028/19) Olga Tokarczuk, die bei Zielona Góra aufgewachsen ist und in Niederschlesien lebt, „Unrast“ und „Empusion“
„Empusion“ Eine natur(un)heilkundliche Schauergeschichte
September 1913, Görbersdorf in Niederschlesien. Inmitten von Bergen steht seit einem halben Jahrhundert das erste Sanatorium für Lungenkrankheiten. Mieczysław Wojnicz, Ingenieurstudent aus Lemberg, hofft, dass eine neuartige Behandlung und die kristallklare Luft des Kurorts seine Krankheit aufhalten, wenn nicht gar heilen werden. Am Tag nach Mieczyslaws Ankunft hat die Frau des Pensionswirts Selbstmord begangen. Überhaupt komme es häufig zu mysteriösen Todesfällen in den Bergen ringsum, heißt es. Was Mieczyslaw nicht weiß: Dunkle Mächte haben es auch auf ihn abgesehen. Aus dem Polnischen von Lisa Palmers und Lothar Quinkenstein.
„Unrast“
Eine Frau und ihr kleiner Sohn verschwinden auf mysteriöse Weise während des Urlaubs; eine orthodoxe Sekte will durch ständige Bewegung dem Teufel entkommen; die Ich-Erzählerin ist auf permanenter Wanderschaft: In ihrem Buch "Unrast" beschäftigt sich die polnische Autorin Olga Tokarczuk mit der Reiselust und dem Nomadentum des modernen Menschen. In einer Vielfalt von Texten, von der Reiseerzählung über mythologische Geschichten bis zur pointierten philosophischen Betrachtung, bannt sie die Hektik des modernen Lebens in einen feinverwobenen erzählerischen Kosmos. Aus dem Polnischen von Esther Kinsky.
Liebscher-Bracht, Roland und Dr. med. Bracht, Petra: „Schmerzfrei und beweglich bis ins hohe Alter“
Raus aus dem Schmerz und hinein in ein langes und bewegliches Leben! – so das Motto der Autoren mit ihrem großen Selbsthilfe-Buch. Es wird erklärt, warum Schmerzen für immer verschwinden können, worin die Ursachen für Schmerzen zu suchen sind, wie sich mit gesunder Ernährung Schmerz reduzieren lässt und welche Übungen besonders wirkungsvoll sind.
Klier, Freya: Wir letzten Kinder Ostpreußens. Zeugen einer vergessenen Generation.“
Nach 70 Jahren – Kriegskinder erheben ihre Stimme.
Sieben Kriegskinder erzählen von ihren letzten unbeschwerten Tagen in Ostpreußen. Freya Klier, 1950 in Dresden geborene Autorin, Regisseurin und ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin, gelingt ein bedrückendes und faszinierendes Panorama der letzten Kriegsmonate.
Die Kölner Journalistin und Autorin Sabine Bode hat sich schon seit Jahren mit Themen beschäftigt, über die nicht so oft gesprochen wurde, zwei Büchlein haben wir für Sie: „Nachkriegskinder“ und „Die vergessene Generation“.
Außerdem neu in der Stadtbibliothek sind folgende Bücher:
Haratischwili, Nino: „Das achte Leben. Für Brilka“
Georgien im Jahr 1900. Mit der Geburt Stasias, Tochter eines angesehenen Schokoladenfabrikanten, beginnt diese spannungsreiche Familiensaga, ein berauschendes Epos über sechs Generationen und acht außergewöhnliche Leben. Haratischwili erhielt dafür unter anderem den Bertolt-Brecht-Preis und das Grenzgänger-Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung, dass ihr Recherchen in Russland und Georgien ermöglichte.
Rönicke, Katrin: „Beate Uhse. Ein Leben gegen Tabus“
Über den privaten und beruflichen Lebensweg einer außergewöhnlichen Frau, die Ende der 40er-Jahre des 20. Jahrhunderts mit engagierter Aufklärung begann.
Mit 18 erhielt sie ihren Pilotenschein und arbeitete als Kunstflugpilotin, mit 75 machte sie ihren Tauchschein. Nach dem Krieg erfuhr sie vom Dilemma vieler Frauen, die aus Angst in dieser schwierigen Zeit des Hungers und der Wohnungsnot keine Kinder bekommen wollten und brachte Broschüren zu Verhütungsmethoden heraus. Später entstand ein Imperium, das seinesgleichen sucht.
Einige der empfohlenen Bücher sind derzeit ausgeliehen und deshalb nicht auf dem Bild zu finden, deshalb sehen Sie hier einige Bücher, die nicht alle in diesem Artikel Platz finden können.
Hier noch Informationen in eigener Sache:
Urlaubsbedingt ist die Bibliothek vom 16. bis zum 27. Oktober geschlossen.
An folgenden Tagen (jeweils ein Mittwoch) versorgt die Bibliothek Grundschulkinder mit Lesestoff und öffnet jeweils gegen 10:30 Uhr:
1. November 2023;
20. Dezember 2023
17. Januar 2024
28. Februar 2024
Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen