Am 28. März passierte in Wußwerk aber noch mehr. Voriges Jahr hatten sich bereits einige Wußwerkerinnen vor Ostern getroffen, um sich die besondere Art, Ostereier nach sorbischer/wendischer Tradition zu bemalen, zeigen zu lassen und das auch gleich gemeinsam auszuprobieren.
Da diese Idee viel Anklang gefunden hatte, wollten wir das unbedingt fortsetzen und hatten uns deshalb im November daran versucht, Weihnachtskugeln auf diese Art zu verzieren. Das war für viele etwas einfacher, weil die Weihnachtskugeln nicht so zerbrechlich und die meisten Kugeln auch deutlich größer waren als so ein Hühnerei. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen und wir hatten jedes Mal sehr viel Spaß.
Deshalb trafen wir uns am Sonnabend vor dem langen Osterwochenende, um passend zur Osterzeit Eier zu bemalen und Paule wurde wieder zur Kreativwerkstatt. Diesmal waren auch zwei größere Kinder dabei, die das schon im Kindergarten und in der Schule gemacht hatten. Wir hatten Farbtöpfe vorbereitet, Stövchen mit Wachs standen auf den Tischen, Federn und Stifte mit Stecknadeln lagen bereit.
Die meisten hatten sich schon daran versucht, einige ließen sich noch einmal bestimmte Muster zeigen und alle ließen ihrer Kreativität freien Lauf. Wir nutzten sowohl die Wachsbatiktechnik als auch die Wachsbossiertechnik und schnell verbreitete sich dieser besondere Duft nach Bienenwachs im Raum. Sehr konzentriert wurde gemalt, aber natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz. Egal in welcher der beiden Techniken, die Eier sehen einfach einzigartig aus. Am Ende waren alle sehr stolz auf ihre Kunstwerke und das zu Recht.