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Mitteilungsblatt – Amtsblatt für das Amt Lieberose/Oberspreewald
Ausgabe 6/2026
Mitteilungen der Gemeinden/Stadt
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Gemeinsam für die Samtpfoten: Rückblick auf die Mitgliederversammlung der „Schutzengel der Tiere“

Behütet aufgewachsen, werden die Kitten geimpft, entwurmt und häufig gechipt an neue Besitzer vermittelt.

Der Finanzbericht zeigte, dass die Vereinsarbeit stark von Spenden abhängig ist, wie zum Beispiel dieser gut gefüllten Futterbox.

Im Gemeindehaus Briesensee sind kürzlich die Mitglieder des Tierschutzvereins „Janzel zwêrjetow“ (Schutzengel der Tiere) zusammengekommen, um das vergangene Vereinsjahr Revue passieren zu lassen und die Weichen für die Zukunft zu stellen. Die Vorsitzende Verena Molle eröffnete die Sitzung und blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück, das einmal mehr zeigte, wie unverzichtbar ehrenamtliches Engagement für das Tierwohl in unserer Region ist.

Kastration als Herzensangelegenheit

Ein zentraler Schwerpunkt der Vereinsarbeit bleibt der Kampf gegen die unkontrollierte Vermehrung von Katzen. Allein im Jahr 2025 erreichten den Verein 118 Fundtieranzeigen, woraufhin 91 Kastrationen durchgeführt und 21 Jungtiere in ein neues Zuhause vermittelt wurden. Ein besonderer Dank gilt hierbei der engen Zusammenarbeit mit der betreuenden Tierarztpraxis, die durch hohe Flexibilität die umfangreichen Maßnahmen erst ermöglicht. Nur durch die konsequente Kastration kann das Tierleid langfristig gemindert werden.

Politik und Pädagogik

Auch auf politischer Ebene ist der Verein aktiv. Es wurden intensive Gespräche mit der Gemeindeverwaltung Märkische Heide geführt, um die Umsetzung der Katzenschutzverordnung voranzutreiben. In Zusammenarbeit mit dem Kreisveterinäramt wurden Hotspots freilebender Katzen erfasst. Ein erster Erfolg ist die finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde Neu Zauche, die damit ein wichtiges Zeichen für den Tierschutz setzt.

Neben der praktischen Hilfe liegt dem Verein die pädagogische Arbeit am Herzen. Das beliebte Ostereiermalen lockte viele junge Menschen an, wobei insbesondere die Kinder aus dem Briesenseer Heim mit Begeisterung teilnahmen. Solche Aktionen fördern das Verständnis für den Tierschutz schon im Kindesalter.

Zukunftspläne und Herausforderungen

Um die Hilfe weiter zu professionalisieren, strebt der Verein den Beitritt zum Deutschen Tierschutzbund an. Dies erfordert eine Satzungsänderung, um die bereits geleistete Jugendarbeit formal zu verankern. Zudem ist der Aufbau einer eigenen Auffangstation für Kätzchen geplant. Ein Gartenhaus mit Außengehege soll künftig als sicherer Zufluchtsort dienen.

Ein starkes Netzwerk aus Spenden und Ideen

Der Finanzbericht verdeutlichte, dass die Vereinsarbeit fast ausschließlich durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Zuwendungen getragen wird. Ob Futterspenden großer Märkte, Erlöse vom Weihnachtsmarkt oder private Zuwendungen – jede Hilfe zählt.

In der abschließenden Aussprache entstanden kreative neue Ideen: So sollen künftig Futterstellen aus alten Sammeltassen gebastelt werden, gerne unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Auch die Präsenz in den sozialen Medien soll durch junge Unterstützung gestärkt werden, um die Schicksale der Tiere noch sichtbarer zu machen.

Ausblick

Die Versammlung schloss mit einem Ausblick auf das kommende Sommerfest im August, zu dem auch politischer Besuch erwartet wird, um über die Erfahrungen im Umgang mit Behörden und den Tierschutzalltag zu berichten. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet und bedankt sich bei allen Helfern, Spendern und aktiven Mitgliedern für ihren unermüdlichen Einsatz.