Was ist das Wichtigste beim Maibaum? Natürlich der Baum, das ist klar. Aber wie sähe der Baum ohne Kranz aus! Deshalb trafen sich am Wochenende vor dem 30. April einige Frauen bei Paule, um den Kranz zu flechten. Genug Zweige wurden besorgt und bei gutem Wetter ging es unterm Kirschbaum am Dorfteich ans Werk. Ein sehr gelungener Kranz war das Ergebnis. Den einen oder anderen Eierlikör haben wir uns dabei gegönnt und danach noch eine ganze Zeit am Dorfteich gesessen.
Ein paar Tage später war es dann soweit. Das Wetter meinte es gut mit uns und die Party konnte beginnen. Sehr schnell füllte sich der Platz bei Paule. Eine sehr schöne Birke, die uns von einem Wußwerker zur Verfügung gestellt wurde, lag bereits auf der Wiese. Ganz herzlichen Dank dafür, auch an die Männer, die die Birke geholt haben!
Nachdem der Kranz fachmännisch angebracht war, durften die Kinder wie immer die bunten Bänder am Kranz befestigen. Wenn es mit dem Knoten noch nicht so ganz klappte, halfen Oma oder Papa gern aus. Da der Maibaum bei uns auf althergebrachte Weise nur mit Muskelkraft, Stangen und Leitern aufgestellt wird, haben die Männer für eine Weile ihr Bier stehengelassen und das Aufstellen mit vereinten Kräften gemeistert. Die Gäste feuerten sie kräftig an und sparten nicht mit Beifall. Viele Fotos wurde geschossen, kleine Videos gedreht und unser Maibaum 2026 wurde gebührend bewundert.
Der Grill war da schon im Gang, denn das schöne Wetter und die Anstrengung machten natürlich auch Appetit. Steaks und Bratwürste fanden reißenden Absatz. Die Gespräche an den Tischen rissen nicht ab, zwischendurch war immer wieder viel Gelächter zu hören.
Und dann gab es eine ganz besondere Überraschung. Die Tanzgruppe des Alt Zaucher Traditionsvereins legte auf dem Rückweg von einem Auftritt bei uns einen Zwischenstopp ein und wurde mit großem Hallo begrüßt. Kurzerhand wurde die passende Musik herausgesucht und sie zeigten einige Tänze aus ihrem Repertoire. Dafür gab es viel Beifall und natürlich auch ein kleines Schnäpschen. Ihr habt uns eine große Freude gemacht, vielen Dank dafür!
Wir saßen noch lange am Dorfteich zusammen und genossen diesen schönen Abend. Die nächsten Höhepunkte im Dorfleben sind schon in Vorbereitung. Am 6. Juni findet unser Kinderfest mit Spiel und Spaß am Spielplatz statt. Vor allen Dingen freuen wir uns aber auf unser Dorffest am 29. August unter dem Motto Wild West Wußwerk.
Dass die Wußwerkerinnen und Wußwerker nicht nur feiern, sondern auch zupacken können, haben sie am 9. Mai beim Arbeitseinsatz unter Beweis gestellt. Unser Verein hatte dazu aufgerufen und wirklich viele kamen. Um 10 Uhr wimmelte es am Dorfteich wie im Ameisenhaufen. Mit Pinseln und Eimerchen ausgerüstet, weil vor allem gestrichen werden sollte, machten wir uns ans Werk. Wir hatten zuvor eine Liste gemacht, was alles gemacht werden müsste, und hatten bei Weitem nicht damit gerechnet, dass wir so viel schaffen.
Das Paule-Häuschen wurde außen gestrichen, innen sozusagen auf links gedreht und gründlich geputzt. Auch das komplette Nebengebäude, der kleine Zaun an der Seite und die Brücke am Dorfteich wurden gestrichen. Das dreibeinige Gestell aus Holz wurde mit einem Radlader umgesetzt und bekam einen besser geeigneten Platz. Denn dort sollen Schilder angebracht werden, die von der Straße aus gut zu sehen sein sollen.
Wer arbeitet, wird natürlich hungrig. Die Pause um die Mittagszeit kam da gerade recht und die belegten Brötchen fanden großen Zuspruch. Frisch gestärkt ging es weiter. Fenster und Tür des Paule-Häuschens wurden geputzt und die Blumenkästen für die neue Bepflanzung mit neuer Blumenerde vorbereitet. Der Bootssteg am Dorfteich war ziemlich in die Jahre gekommen und morsch. Er wurde komplett erneuert und gestrichen. Vielen Dank an Herrn Pagel mit seinem mobilen Sägewerk, der uns das Holz für den Steg auf die richtige Größe zurechtgeschnitten hat.
Nach getaner Arbeit wurde der Grill in Gang gesetzt und auf das gemeinsam Erreichte angestoßen. Das hatten sich alle verdient. Noch eine ganze Zeit saßen wir am Dorfteich zusammen und ließen den Nachmittag ausklingen. Inzwischen wurde auch der Kahn auf der Wiese wieder neugestaltet. Wir sind stolz darauf, wie sich die Wußwerkerinnen und Wußwerker für ihr Dorf engagieren und danken allen herzlich für ihre Unterstützung.