Am 6. Juni hatte der Verein Wußwerker Freunde e.V. zum inzwischen schon traditionellen Kinderfest eingeladen und auch gleich genau das richtige Wetter für so ein Fest organisiert. Ab 14.30 Uhr wimmelte es am und um den Spielplatz, denn nicht nur Wußwerker Kinder waren mit ihren Eltern und Großeltern gekommen, sondern auch ihre Freunde aus den Nachbardörfern.
Viele Spiele waren aufgebaut, es muss gar nicht immer die große Hüpfburg sein. Die Kinder haben große Seifenblasen gemacht, ließen sich Glitzertattoos aufkleben, haben um die Wette Dosen umgeworfen, gewippt und auf dem bunten Spielplatz getobt. Natürlich durfte auch diesmal das Entchen angeln nicht fehlen. Das können auch die kleinen Kinder schon richtig gut. Die größte Attraktion waren in diesem Jahr aber Wallenstein, Vincent und Kassy - drei Ponys vom Pferde- und Ponyhof Repten, auf denen die Kinder im Dorf eine Runde reiten konnten, natürlich nicht ohne Helm. Es war nicht zu übersehen, die Kinderaugen leuchteten mit der Sonne um die Wette.
Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, denn wer reitet und spielt, bekommt Hunger und Durst. Neben selbst gebackenem Rührkuchen mit bunten Buchstaben, Schokokuchen mit bunten Streuseln und Apfelkuchen gab es Waffeln, Kekse, Brause und Saft und für die Großen Kaffee oder ein kühles Bier. An den Tischen unter den großen Kastanienbäumen ließ es sich gut aushalten und viele nutzten die Gelegenheit, bei gemütlichen Gesprächen zusammenzusitzen und die fröhliche Atmosphäre zu genießen.
Das Kinderfest zeigte einmal mehr, wie wichtig Gemeinschaft und Zusammenhalt im Ort sind. Herzlichen Dank an alle, die dieses schöne Fest möglich gemacht haben.
Wildkräuterführung
Jeden zweiten Freitag im Monat treffen sich die Wußwerkerinnen bei Paule, anfangs nur auf ein Schwätzchen unter sich und ohne die Männer. Dabei kamen viele Ideen auf, was man mal gemeinsam machen könnte. Aber bei den Ideen blieb es nicht. Inzwischen haben wir uns z.B. im Upcycling von bunten Werbeblättern versucht und daraus Körbe geflochten, sorbische Ostereier bemalt und eine Kleidungstauschbörse veranstaltet.
Der Ladies-Abend am 12. Juni führte uns zu Julia Reinert nach Alt Zauche, die uns zu einer Wildkräuterführung in ihrem Garten eingeladen hatte. Das Wetter war etwas durchwachsen, aber da es kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung gibt, machten wir uns mit Fahrrädern und einem Auto auf den Weg. Julia betreibt ihren Garten nach dem Prinzip der Permakultur, was für viele von uns neu war. Dieses Thema streiften wir diesmal aber nur kurz, denn es sollte ja um Wildkräuter, insbesondere um Heilkräuter gehen. Wir hatten genau den richtigen Zeitpunkt abgepasst, denn im Moment findet man sehr viele verschiedene Kräuter.
Von manchen Wildkräutern hatte die eine oder andere schon einiges gehört oder sich über das vermeintliche „Unkraut“ (ich sage nur Giersch) im eigenen Garten geärgert. Aber viele Wildkräuter kannten wir überhaupt nicht und dass auch der Giersch ein sehr gesundes und vielseitig verwendbares Kraut ist, wusste kaum jemand von uns. Julia erzählte uns u.a. von der Heilkraft des Spitzwegerichs, des Roten Wiesenklees und der Labkräuter. Auch Gänseblümchen und Knopfkraut kann man essen.
Zum Schluss genossen wir noch einmal den Blick auf den Garten und die weiten Wiesen. Julia hatte für uns einen Kaltaufguss mit Holunderblüten, Rotklee, Schafgarbe, Ringelblume und weiteren Kräutern vorbereitet. Wir waren alle sehr überrascht, wie aromatisch das schmeckt und sicher werden einige das auch für sich zu Hause probieren. Nach zwei Stunden machten wir uns auf den Heimweg und ließen den Abend bei Paule ausklingen.
Die Wußwerkerinnen bedanken sich sehr herzlich bei Julia Reinert für diese sehr interessante und wissenswerte Führung!