Für Samstag, den 27. Juni hatte der Verein „Sacrow im Spreewald“ e.V seinen ersten Vereinsausflug geplant. Anfängliche Bedenken, wegen der vorausgesagten heißen Temperaturen die Fahrt durchzuführen, wurden schnell ausgeblendet. Pünktlich stand ein klimatisierter Bus zur Fahrt bereit. Dank unserer Organisatoren waren auch ausreichend kühle Getränke an Bord. In Oberlungwitz, eine Kleinstadt direkt am Nordrand des Erzgebirges gelegen, wurden wir von Herrn Uwe Fiebig herzlich begrüßt. Bekannt ist Oberlungwitz, auf Grund der zurückliegenden langen Geschichte in der Textil- und Strumpfindustrie und als Standort der Rennstrecke „Sachsenring“ die zum großen Teil auf dem Stadtgebiet liegt. Uwe Fiebig ist Mitglied des Heimatvereins und trat an diesem Tag für uns in die Fußstapfen eines Reiseführers. Zuerst steuerten wir die Abteikirche an. Sie ist die kleinere, von zwei Kirchen in Oberlungwitz. Dort erwartete uns ein junger Mann der Kirchengemeinde der ausführlich über die Geschichte der Kirche berichtete.
Von dort aus starteten wir eine Stadtrundfahrt entlang des ehemaligen und mit Blick auf den jetzigen Sachsenring, machten mehrere Zwischenstopps, an denen uns Herr Fiebig immer wieder Interessantes über die Stadtgeschichte erzählte. Im neu eröffneten Berggasthaus im Nachbarort Hohenstein/Ernsthal, von dem man einen wunderbaren Ausblick über die Stadt hatte, verweilten wir in einer gemütlichen Mittagspause und setzten danach unsere Unternehmung fort.
Unser Ziel war das Heimatmuseum, das sich in den ehemaligen Werkshallen der Strumpffabrik befindet. Viel hatten wir bereits darüber von einem unserer Vereinsmitglieder gehört. Über den großen Fundus und die perfekte Anordnung der Ausstellungsstücke waren wir als Besucher sehr beeindruckt. Einige von uns, fühlten sich beim Rundgang durch das Museum in die eigene Kindheit zurückversetzt. Immer wieder wurden Erinnerungen über die erschwerten Bedingungen der Arbeit unserer Eltern und das Handwerk von damals wach.
Sehr interessant für uns war auch die Dokumentation und Ausstellung der einstigen Strumpfherstellung in den großräumigen Fabrikhallen. In einem ausgestellten Wohnzimmer aus früheren Zeiten überraschte uns Gisela Fiebig mit Kaffee, Kuchen und Obstspießen. Mit vielfältigen Eindrücken und interessanten geschichtlichen Informationen traten wir gegen Abend die Heimfahrt an. Ein schöner Tag ging zu Ende.
Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich beim Ehepaar Uwe und Gisela Fiebig für die Gastfreundschaft und für die interessanten, geschichtlichen Informationen bedanken. Auch geht ein Dank an das Organisationsteam für diese Ausfahrt.