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Mitteilungsblatt – Amtsblatt für das Amt Lieberose/Oberspreewald
Ausgabe 9/2026
Kita/Schule/Jugend- und Sozialarbeit/Feuerwehr
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Jugendliche der Ludwig Leichhardt Oberschule Goyatz setzen sich mit Geschichte auseinander – Besuch der Kriegsgräberstätte Halbe

Geschichte hautnah erleben und aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen – unter diesem Motto besuchten Jugendliche der Ludwig Leichhardt Oberschule Goyatz die Kriegsgräberstätte Halbe. Der gemeinsame Ausflug bot die Gelegenheit, sich intensiv mit den Ereignissen der letzten Kriegstage des Zweiten Weltkriegs auseinanderzusetzen und die Bedeutung von Frieden und Demokratie zu reflektieren.

In einem Vorbereitungstreffen erhielten die Schülerinnen und Schüler durch Josephine Seiger, Sozialpädagogin für historisch-politische Bildungsarbeit des Landkreises Dahme-Spreewald, eine Einführung zum Nationalsozialismus, 2. Weltkrieg und die Kesselschlacht von Halbe. Dabei wurde besonders auf die letzten Alpriltage1945 eingegangen, als Zehntausende Soldaten und Zivilisten ums Leben kamen. „Uns war wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler nicht unvorbereitet an diesen besonderen Ort kommen. Die Vorbereitung sollte ihnen helfen, Zusammenhänge zu verstehen und mit Respekt auf die Geschichten der Menschen zu blicken“, erklärte Frau Seiger.

 

An den folgenden beiden Tagen machten sich 2 Gruppen auf den Weg nach Halbe Während einer Führung zur Freilichtausstellung und über das Gelände des Waldfriedhof´s erfuhren die Jugendlichen von den tragischen Geschehnissen in den letzten Kriegstagen und warum die Kriegsgräberstätte bis heute ein wichtiger Ort des Erinnerns ist.

Besonders beeindruckt zeigten sich viele Teilnehmende von den zahlreichen Grabstätten und den persönlichen Schicksalen einzelner Opfer. „Es ist etwas ganz anderes, die Geschichte direkt an diesem Ort zu erleben, als nur im Unterricht darüber zu sprechen“, sagte eine Schülerin nach dem Rundgang.

 

Ein besonderer Moment der Exkursion war das Treffen mit einem Zeitzeugen. In eindrucksvollen Schilderungen berichtete er von seinen persönlichen Erfahrungen und den Auswirkungen des Krieges auf das Leben der Menschen. Die Schülerinnen und Schüler hörten aufmerksam zu und nutzten die Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen.

 

Für viele Teilnehmende war der Besuch ein nachdenklicher und bewegender Tag. Die jungen Menschen nahmen nicht nur neues Wissen über die Vergangenheit mit, sondern auch ein stärkeres Bewusstsein für die Bedeutung von Frieden und Verantwortung in der Gegenwart.

„Hier lerne ich etwas – und das fürs Leben““, fasste Till seine Eindrücke am Ende des Tages zusammen.

Der Besuch der Kriegsgräberstätte Halbe zeigte eindrucksvoll, welchen Wert außerschulische Lernorte haben können. Durch die Verbindung von Vorbereitung, historischem Lernen und persönlicher Begegnung wurde die Vergangenheit für die Jugendlichen lebendig und nachhaltig erfahrbar.

 

Jana Beinio
Sozialarbeit an der Ludwig Leichhardt Oberschule Goyatz