Die Kinder der Grundschule zampern im Gemeindeamt.
wenn sie dieses Amtsblatt in den Händen halten, ist das neue Jahr schon einige Wochen alt. Die Winterferien liegen nun schon hinter uns und der Frühling lässt hoffentlich nicht mehr allzu lange auf sich warten.
In der Zeit bis dahin hat uns ja der Winter (seit langem wieder einmal) fest im Griff gehabt. Ich möchte das Amtsblatt nutzen, um mich bei unserem Bauhof und den beauftragten Unternehmen, aber auch bei allen privaten Anliegern für den Winterdienst bedanken. Wenn wir die Bilder, beispielsweise aus Berlin, noch vor Augen haben, so zeigt uns das, dass auf dem Dorf viele Dinge einfach besser klappen.
Das zeigt sich bei uns auch in der ausgeprägten Zampertradition. Von Kita, Hort, Schule und den Erwachsenen ist in den letzten Wochen ziemlich viel los gewesen und sehr, sehr Viele haben mitgemacht. Auch das ist etwas, was das Dorfleben so besonders macht.
Ein Höhepunkt war zweifelsohne wieder der Faschingstanz am 14. und der Kinderfasching am 15.02. in unserem SKC. Was sich die Organisatoren jedes Jahr aufs Neue einfallen lassen, ist aller Ehren wert. Und dass es beim Programm mal etwas deftiger zugeht, gehört beim Fasching einfach dazu
Bedanken möchte ich mich aber auch ganz herzlich bei allen Kameradinnen und Kameraden unserer 3 Wehren. Ende Dezember war ich bei der Mulkwitz Wehr, am 31.01. in Rohne und am 06.02. in Schleife bei den Jahreshauptversammlungen anwesend. Ich möchte allen Kameradinnen und Kameraden meinen allergrößten Respekt für Ihren Einsatz für unsere Gemeinschaft zollen. Ich konnte 3 bemerkenswerte Rechenschaftsberichte hören und habe mich im Namen unserer Bürgerinnen und Bürger ganz herzlich bei allen bedankt. Dieser Dank schließt natürlich die Angehörigen ausdrücklich mit ein und gilt besonders auch den Wehrleitungen.
Gerne möchte ich sie über den aktuellen Stand zum Windpark Schleife informieren.
Durch die kalte Witterung in den vergangenen Wochen mussten die Arbeiten am 1. Bauabschnitt des Windparks weitgehend ruhen und werden nun wieder aufgenommen. Im Mittelpunkt steht weiter der Ausbau der Wege auf der Hochkippe, die für den Bau der Windenergieanlagen notwendig sind. Nach Auskunft durch die Bauleitung der enercity Erneuerbare GmbH wurde für mögliche Zwangspausen in den Wintermonaten von vornherein ein Zeitpuffer eingeplant und das Projekt ist weiterhin voll im Zeitplan.
Am 3. März 2026 wird die Bauleitung in der Gemeinderatssitzung anwesend sein, um über den Baufortschritt zu informieren und Ihre Fragen zu beantworten. Ich möchte sie ermuntern, zu diesen Sitzungen zu kommen und ihre Fragen zu stellen. Wir haben es immer so gehandhabt, dass nicht nur die Gemeinderäte, sondern auch die Bürger ihre Fragen stellen können.
Der eine oder andere hat eventuell den Bericht zur Revierkonferenz in Hoyerswerda gelesen. Hier wurde nach 5 Jahren ein erstes Fazit über den Strukturwandel gezogen. Meine Feststellung ist, dass der Strukturwandel insbesondere bei uns, die wir ganz konkret betroffen sind, (noch) nicht erfolgreich ist.
Gerade hier im Kern des Reviers greifen die riesigen Summen aus dem Kohlegesetz nicht! Dies habe ich nicht nur an dieser Stelle kritisiert.
Für uns hat in diesem Kontext natürlich das geplante Medizinische Versorgungszentrum absolute Priorität. Stand heute wurde uns ein Förderbescheid (90-95% Fördersumme) in diesem Jahr in Aussicht gestellt. Dazu müssen wir aber die Planungen überarbeiten und den aktuellen Gegebenheiten anpassen.
Das ist einerseits gut, aber andererseits auch ärgerlich. In anderen Orten, fernab des Reviers, gibt es diese Probleme nicht. Gemeinsam mit den Kollegen Bertko und Sprejz wollen wir einen Antrag vorbereiten, der für die gesamte Verwaltungsgemeinschaft wirken soll. Ob wir damit Erfolg haben werden, hängt insbesondere davon ab, ob noch genügend Mittel aus der 2. Förderperiode (die übrigens erst 2027 beginnt!) für den Kern des Reviers vorhanden sein werden.
Auch unser Landrat hat die entstandene Unwucht erkannt und unterstützt uns bei unseren Forderungen, dass der Strukturwandel gerade dort gelingen muss, wo er wirklich stattfindet.