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Amtsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Schleife
Ausgabe 3/2026
Schleife
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Informationen des Bürgermeisters der Gemeinde Schleife

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

nach den Jahreshauptversammlungen der Ortswehren fand zuletzt auch die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Schleife statt. Die Kameradinnen und Kameraden blickten dabei auf ein bewegtes Jahr 2025 zurück. Neben zahlreichen Einsätzen, Diensten und Ausbildungsstunden standen auch besondere Ereignisse an, darunter die Einweihung des neuen Gerätehauses sowie die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Feuerwehr Schleife. Der vorgetragene Rechenschaftsbericht hat einmal mehr gezeigt, mit wie viel Engagement und Verantwortungsbewusstsein unsere Feuerwehr ihren Dienst für die Allgemeinheit leistet.

Im Rahmen der Versammlung wurde außerdem der Feuerwehrausschuss neu gewählt. In dieses Gremium wurden Elaine Klar, Jens Schönekehs, Mirko Stastny und Paul Sämann gewählt. Sie ergänzen künftig den Feuerwehrausschuss. Allen Gewählten gratuliere ich herzlich und danke für die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Mein Dank gilt zugleich allen Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Schleife für ihren Einsatz – rund um die Uhr, ehrenamtlich und häufig unter schwierigen Bedingungen.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf die 6. Hauptversammlung der Gemeindewehr hinweisen, die am Freitag, den 27. Februar 2026, in der Aula des DSSK stattfand. Anwesend waren der Gemeindewehrleiter Detlef Slabina, sein Stellvertreter Jörg Tschammer, die Wehrleitungen der Ortswehren sowie über 60 Kameradinnen und Kameraden. Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Gerd Preußing sowie unser Hauptamtsleiter nahmen an der Versammlung teil.

Die Gemeindewehrleitung legte einen umfassenden Rechenschaftsbericht vor, der eindrucksvoll die Leistungen unserer Feuerwehren verdeutlichte. Hinter jedem Einsatz, jeder Ausbildung und jedem Dienst stehen Menschen, die ihre Freizeit opfern, um für die Sicherheit unserer Gemeinde da zu sein. Dafür habe ich im Namen unserer Bürgerschaft ausdrücklich Dank ausgesprochen. Besonders hervorheben möchte ich die Kinder- und Jugendarbeit. Hier leisten viele Kameradinnen und Kameraden eine Arbeit, die gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Erst kürzlich wurde der erste junge Mann in die aktive Wehr aufgenommen, der seine Laufbahn bereits in der Kinderwehr begonnen hat. Allein in diesem Jahr werden voraussichtlich fast 20 Kinder in die Jugendwehr übergehen. Das zeigt: Unsere Feuerwehren haben Zukunft – weil sich Menschen mit Herzblut um den Nachwuchs kümmern.

Ebenfalls am 27. Februar 2026 fand die Jahreshauptversammlung des Njepila-Hof-Vereins statt. Aufgrund der zuvor stattgefundenen Gemeindewehrversammlung konnte ich leider erst zum gemütlichen Teil dazustoßen. Dennoch habe ich die Gelegenheit genutzt, mich beim Vorsitzenden Manfred Nickel und allen Mitstreiterinnen und Mitstreitern herzlich zu bedanken. Der Njepila-Hof ist ein bedeutender kultureller Ort für unsere Region. Mit rund 4.400 Gästen und etwa 140 Einzelveranstaltungen im vergangenen Jahr zeigt sich, wie lebendig dieser Ort ist. Authentisch, original und traditionsbewusst wird hier unser kulturelles Erbe gepflegt – mit einem bemerkenswerten Schwerpunkt auf der sorbischen Sprache und Kultur.

Besonders erfreulich ist, dass sich der Verein weiterhin positiv entwickelt. Im vergangenen Jahr konnten sieben neue Mitglieder gewonnen werden, so dass der Njepila-Verein inzwischen 46 Mitglieder zählt. In den kommenden Jahren stehen zudem mehrere bedeutende Jubiläen an: der 260. Geburtstag und der 170. Todestag von Hanso Njepila, das 220-jährige Bestehen des Hofes sowie das 20-jährige Jubiläum der Rekonstruktion in seiner heutigen Form. Darüber hinaus befindet sich ein weiteres Projekt in Vorbereitung – die Umsetzung einer Schrotholzscheune vom Umsiedlungsstandort Mühlrose an den Njepila-Hof.

Leider gab es in der letzten Gemeinderatssitzung auch eine Entscheidung, die ich nicht verschweigen möchte. Ein Antrag zur Beantragung von Fördermitteln für ein kommunales Klimaschutzkonzept fand keine Mehrheit. Das Abstimmungsergebnis lautete 7 Ja-Stimmen, 7 Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Damit ist der Antrag gescheitert.

Die Konsequenz ist deutlich: Rund 140.000 Euro an Fördermitteln können nun nicht für unsere Gemeinde genutzt werden. Diese Mittel hätten über drei Jahre hinweg eine zu 60 Prozent geförderte Stelle sowie Sachkosten finanziert. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass bereits erhaltene Fördermittel teilweise zurückgezahlt werden müssen.

Ich halte diese Entscheidung für schwer nachvollziehbar. Denn es ging dabei nicht um abstrakte Klimadebatten, sondern um ganz praktische Fragen: Wie können wir Energie in unseren kommunalen Gebäuden einsparen? Wie können wir Kosten senken? Und wie können wir unsere Infrastruktur Schritt für Schritt modernisieren?

Die geplante Stelle hätte sich genau mit diesen Fragen beschäftigt. Es ging darum, die Energieverbräuche unserer kommunalen Gebäude systematisch zu analysieren – etwa beim Schulkomplex, bei den Gerätehäusern der Feuerwehren, in unseren Kindertagesstätten, bei Vereinsgebäuden oder im kommunalen Bauhof. Ziel wäre gewesen, Einsparpotenziale zu erkennen und konkrete Maßnahmen vorzubereiten.

Auch bei der Umrüstung oder dem punktuellen Neubau der Straßenbeleuchtung auf moderne LED-Technik hätte ein solches Konzept eine wichtige Grundlage geliefert. Genau für solche Projekte waren die Fördermittel gedacht.

Mit der Ablehnung dieses Antrages verzichten wir auf erhebliche finanzielle Unterstützung und auf die Chance, unsere Gemeinde strukturiert weiterzuentwickeln. Am Ende bedeutet das schlicht: Möglichkeiten bleiben ungenutzt – und unsere Bürgerinnen und Bürger zahlen am Ende mehr, als eigentlich nötig wäre.

Aktuelles zum Windpark Schleife

Der Bau der vier Windenergieanlagen geht planmäßig voran. Im März begann die nächste wichtige Bauphase: die sogenannte Rüttelstopfverdichtung auf der Hochkippe. Dabei werden Säulen aus Schotter in den Boden eingebracht, um den Untergrund für die schweren Windenergieanlagen zu stabilisieren. Die Arbeiten finden von Montag bis Freitag zwischen 6 und 22 Uhr statt. Aufgrund der großen Entfernung zu unseren Wohnsiedlungen ist nach Einschätzung der Fachplaner keine Lärmbelästigung zu erwarten.

Zum Schutz der Tierwelt wurden spezielle Schutzzäune am Waldrand installiert, die verhindern, dass Amphibien und Reptilien – etwa Eidechsen – in die Baustelle gelangen. Eine Umweltgutachterin kontrolliert diese Zäune regelmäßig und stellt sicher, dass kein Tier zu Schaden kommt.

Ihr Bürgermeister

Jörg Funda