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Schönecker Anzeiger
Ausgabe 10/2026
Seite 2
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Liebe Schöneckerinnen und Schönecker, liebe Einwohnerinnen und Einwohner unserer Ortsteile,

 

auf dem Titelblatt unseres letzten Stadtanzeigers blickten uns unsere Erstklässler mit ihren neuen Schulranzen entgegen – gespannt und voller Vorfreude auf ihren neuen Lebensabschnitt. Inzwischen sind bereits die Herbstferien erreicht. Ich hoffe, dass alle Kinder gut gestartet sind, sich in ihrer neuen Umgebung wohlfühlen und weiterhin mit Freude und Neugier lernen.

Seitdem ist in Schöneck und der Region wieder viel geschehen. Anfang September besuchte ich gemeinsam mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern aus dem Vogtland Freyburg an der Unstrut. Besonders interessant war die dortige Stadtentwicklung mit ihren gelungenen Beispielen, aber auch den offen Herausforderungen. Gerade dieser ehrliche Blick ist wertvoll: Wir können voneinander lernen, was funktioniert – und ebenso, wo Schwierigkeiten liegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Abschluss besuchten wir das Weingut Bernard Pawis im Freyburger Ortsteil Zscheiplitz. Bei einer persönlichen Führung durch Herrn Pawis konnten wir den Weg vom Weinberg über den beeindruckend sanierten historischen Gutshof bis zur nahe gelegenen Klosterkirche nachvollziehen. Bereits zu DDR-Zeiten kelterte die Familie erste eigene Weine, 1991 wurde das Weingut gegründet. Heute gehört Pawis zu den bekannten Weingütern der Saale-Unstrut-Region. Auch hier wurde deutlich: Entwicklung braucht Ideen, Mut, Ausdauer – und manchmal den Blick über den eigenen Tellerrand.

Vom 11. bis 13. September führte mich der Weg gemeinsam mit Kameraden unserer Freiwilligen Feuerwehr Schöneck/Vogtl. und unserer Jugendfeuerwehr nach Schöneck-Büdesheim in Hessen. Anlass war das 35-jährige Bestehen unserer Feuerwehrpartnerschaft.

 

 

 

 

 

 

 

 

Besonders gefreut habe ich mich, Bürgermeisterin Carina Wacker, die seit 2024 im Amt ist, persönlich kennenzulernen. Wir sprachen über kommunalpolitische Herausforderungen, unterschiedliche Lösungsansätze und Erfahrungen aus unseren Regionen. Interessant waren auch die Entwicklungen im Gewerbebereich und die Perspektiven rund um die Ansiedlung eines großen Rechenzentrums. Solche Projekte zeigen, welchen Einfluss wirtschaftliche Ansiedlungen auf die Entwicklung einer Kommune haben können.

Mein herzlicher Dank gilt den Kameraden der Feuerwehr in Schöneck-Büdesheim für die hervorragende Organisation und die große Gastfreundschaft. Von solchen persönlichen Begegnungen lebt eine Partnerschaft.

Mitte September folgte ein weiterer besonderer Moment für unsere Region: Der Geopark Vogtland darf nun offiziell das Prädikat „Nationaler GeoPark“ tragen. Hinter dieser Auszeichnung stehen jahrelange Arbeit, großes Fachwissen und unzählige haupt- und ehrenamtliche Stunden. Allen, die diesen Weg begleitet haben, danke ich herzlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

Nun gilt es, das Prädikat auch touristisch zu nutzen und noch stärker sichtbar zu machen. Informieren Sie sich gern über die geologischen Besonderheiten unserer Heimat – es lohnt sich. Zahlreiche Informationen finden Sie auf www.geopark-vogtland.de.

Besonders gefreut habe ich mich über das Dorf- und Kinderfest des in diesem Jahr neu gegründeten Vereins Schilbach 1370 e.V. Bei bestem Wetter wurde dank hervorragender Organisation gemeinsam mit Bergwacht, Kneippverein, unserer Freiwilligen Feuerwehr Schilbach und vielen weiteren Helfern bis in die Abendstunden gefeiert. Solche Veranstaltungen zeigen, was unsere Ortsteile ausmacht: Menschen, die Verantwortung übernehmen und gemeinsam etwas auf die Beine stellen.

Auch im Stadtrat standen im September wichtige Entscheidungen an. Neben erneuten Beschlussfassungen zum Baugebiet Bürgerwäldchen wurden weitere Weichen gestellt.

Ich freue mich besonders, dass der Meiler ab dem 1. Dezember durch unsere DLT GmbH betrieben werden soll. Die touristische Weiterentwicklung dort in professionelle Hände zu geben, halte ich für den richtigen Schritt.

 

 

 

 

 

 

 

Zugleich sollten wir keine Wunder über Nacht erwarten. Gerade im ersten Jahr werden viel Arbeit, Ideen und Investitionen notwendig sein. Ich bin jedoch überzeugt, dass wir den Standort – ähnlich wie beim Hüttenwirt – Schritt für Schritt wieder zu einem attraktiven und langfristig tragfähigen Angebot entwickeln können.

Außerdem wurden die Planungsleistungen für die Baumaßnahme im Bereich Bockmühlenweg/Schönecker Straße in Richtung Eschenbach auf den Weg gebracht. Für unsere grenzüberschreitenden Beziehungen hat der Stadtrat ebenfalls eine wichtige Entscheidung getroffen und den Weg für eine offizielle Partnerschaft mit unserer tschechischen Nachbarstadt Kraslice freigemacht.

Platzhalter Bild am Freitag – Unterzeichnung der Partnerschaft.

Am 23. September hieß es wieder: Tourismus regional denken. Im Rahmen der Mitgliedertour des Tourismusverbandes Vogtland ging es mit einem vollbesetzten Bus zunächst in den Freizeitpark Plohn.

Dort lernten wir die neue Attraktion „Dønnervind“ kennen – eine Investition von rund 11,5 Millionen Euro und zugleich die weltweit erste Multi-Launch-Wasserachterbahn. Eine Fahrt ließen wir uns natürlich nicht entgehen.

 

 

 

 

 

 

 

Bei einer exklusiven Führung erhielten wir außerdem interessante Einblicke hinter die Kulissen und in die Herausforderungen eines solchen touristischen Unternehmens.

 

 

 

 

 

 

Nach einem Zwischenstopp in der Flößerstube und einem interessanten Vortrag über die Flößerei auf dem Floßplatz in Muldenberg führte uns die Tour nach Adorf. Bürgermeister Rico Schmidt stellte uns dort das neue Erlebnismuseum Perlmutter vor. Ich kann einen Besuch sehr empfehlen. Hier ist ein modernes und abwechslungsreiches Museum für Jung und Alt entstanden – ein echter Zugewinn für unsere gesamte Region. Nutzen Sie doch einen der kommenden Schlechtwettertage für einen Ausflug nach Adorf.

 

 

 

 

 

 

Dabei wurde erneut deutlich: Im Tourismus dürfen wir nicht an unseren Gemeindegrenzen aufhören zu denken. Ein starkes Vogtland nutzt uns allen.

Am 24. September ging es um ein Projekt direkt vor unserer Haustür. Über die große Beteiligung an der ersten Sitzung der AG Stadtpark habe ich mich sehr gefreut. Viele Ideen für die künftige Gestaltung wurden zusammengetragen – vom Naturlehrpfad über neue Aufenthalts- und Rastmöglichkeiten und einen Baumgarten bis zur Weiterentwicklung unseres Bühnenbereichs. Nun gilt es, daraus gemeinsam Prioritäten zu entwickeln und das Areal Schritt für Schritt aufzuwerten.

Auch unsere Kettensägenkünstlerin Beatrice „Bea“ Seidel arbeitet bereits an einer weiteren Skulptur für den Stadtpark. Sie soll unsere Feuerwehr würdigen und wurde von Ronja Jahnke gestiftet, die beim Gewinnspiel der Bürgerstiftung Schöneck den ersten Platz erreicht hatte. Für diese besondere Idee und die damit verbundene Wertschätzung danke ich allen Beteiligten herzlich.

 

 

 

 

 

 

 

Mein Angebot bleibt bestehen: Wer unseren Stadtpark mit einer eigenen Holzskulptur bereichern möchte, darf sich gern bei mir melden.

Bereits am nächsten Tag ging es auf Einladung unserer Partnerstadt Freudenstadt in den Schwarzwald. Anlass war die Einweihung des neuen Feuerwehrzentrums. Rund 10,3 Millionen Euro wurden dort in eine moderne und zukunftsfähige Infrastruktur investiert. Neben dem beeindruckenden Gebäude waren für mich vor allem die Gespräche über Feuerwehrstrukturen, Finanzierung und kommunale Herausforderungen wertvoll. Städtepartnerschaften leben davon, voneinander zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und neue Ideen mit nach Hause zu nehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 29. September standen wieder unsere Ortsteile im Mittelpunkt. Gemeinsam mit den Ortsvorstehern aus Arnoldsgrün, Gunzen und Schilbach sprachen wir über den Doppelhaushalt 2027/2028 und die Anliegen vor Ort. Nicht jeder Wunsch kann sofort erfüllt werden. Wichtig ist jedoch, dass Probleme aufgenommen, nach ihrer kurz-, mittel- und langfristigen Bedeutung eingeordnet und weiterverfolgt werden. Für dieses Engagement danke ich unseren Ortsvorstehern ausdrücklich.

Der Oktober begann am 1. mit einer besonderen Veranstaltung in unserer Jugendherberge. Dort durfte ich Vertreter des Landestourismusverbandes Sachsen begrüßen, darunter den Präsidenten des Sächsischen Landtages und zugleich Präsidenten des Landestourismusverbandes, Alexander Dierks.

Ich konnte erläutern, wo Schöneck touristisch herkommt und wohin wir uns entwickeln wollen. Vom traditionellen Wintersportort über den staatlich anerkannten Erholungsort werden wir zunehmend zur Familien- und Ganzjahresdestination. Bei knapp 3.000 Einwohnern und rund 1.600 Gästebetten wird deutlich, welche Bedeutung der Tourismus für Schöneck hat. Er schafft Arbeitsplätze und Wertschöpfung und trägt zugleich zu unserer Lebensqualität bei.

Damit komme ich zu der Nachricht, die ich Ihnen bereits im letzten Stadtanzeiger angekündigt hatte.

In der nichtöffentlichen Sitzung des Stadtrates am 21. September konnte ich unsere Stadträte informieren. Nach der öffentlichen Sondersitzung am 6. Oktober dürfen wir nun auch öffentlich darüber sprechen:

 

 

Unsere DLT GmbH hat im Rahmen der Förderrichtlinie Ganzjahrestourismus des Freistaates Sachsen einen Vorbescheid über knapp 800.000 Euro erhalten.

Das ist für Schöneck ein außergewöhnlicher Erfolg. Im Jahr 2026 stehen für dieses Förderprogramm sachsenweit rund 2,3 Millionen Euro zur Verfügung. Mit der Förderung können dringend notwendige Modernisierungen in der Ski- und Bikewelt sowie technische und infrastrukturelle Verbesserungen umgesetzt werden.

Mein besonderer Dank gilt unserer Geschäftsführerin Jennifer Braun. Durch ihre intensive Vorbereitung und ihr schnelles Handeln konnte diese kurzfristige Förderchance genutzt werden.

 

Die Entscheidung ist ein starkes Signal: Unsere touristische Infrastruktur muss erhalten und zugleich zu einem attraktiven Ganzjahresangebot weiterentwickelt werden. Schöneck war und ist eine wichtige Tourismusdestination im Vogtland. Unser Anspruch muss sein, den „Balkon des Vogtlands“ wieder stärker als touristischen Leuchtturm sichtbar zu machen.

Wie wichtig dabei Sicherheit ist, zeigte Anfang Oktober eine umfangreiche Rettungsübung an unserem Vierersessellift. Bergwacht, Feuerwehren, Höhenretter und weitere Kräfte trainierten gemeinsam die Rettung von Personen aus den Sesseln.

 

 

 

 

 

 

 

  

Mein herzlicher Dank gilt allen Einsatzkräften und den freiwilligen Probanden. Solche Übungen sind für den sicheren Betrieb unserer Ski- und Bikewelt unverzichtbar.

Bei allen großen Vorhaben dürfen wir eines nicht vergessen: Unsere Zukunft sind die Menschen, die hier leben – besonders unsere Familien und Kinder.

Mit unserer neuen Familienbroschüre und dem neuen Imagefilm zeigen wir deshalb, was Schöneck zu bieten hat:

„Schöneck/Vogtl. – sicher. naturnah. zukunftsstark.“

Schauen Sie sich beides gern auf www.stadt-schoeneck.de an und teilen Sie die Informationen weiter. Wir alle können Botschafter unserer Heimat sein.

Besonders schön war für mich auch die Übergabe unseres Baby-Willkommensgeldes. Sieben junge Familien konnten wir begrüßen und für ihren Nachwuchs jeweils 1.000 Euro überreichen. Solche Termine gehören zu den schönsten Aufgaben als Bürgermeister, denn jedes Kind, das hier aufwächst, ist ein Stück Zukunft für Schöneck.

Um diese Zukunft geht es auch bei unserem Integrierten Stadtentwicklungskonzept – INSEK. Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich an der Befragung beteiligt und Wünsche, Ideen, aber auch Kritik eingebracht. Dafür danke ich Ihnen herzlich. Nun gilt es, die Ergebnisse auszuwerten und daraus konkrete Schwerpunkte für die kommenden Jahre abzuleiten.

Bei all den unterschiedlichen Terminen der vergangenen Wochen standen letztlich drei Fragen im Mittelpunkt:

Wie wollen wir morgen in Schöneck leben? Wie bewahren wir, was uns wichtig ist? Und wo brauchen wir den Mut, Neues zu wagen?

Nicht jede Idee kann sofort umgesetzt und nicht jedes Projekt gleichzeitig finanziert werden. Stillstand darf jedoch keine Alternative sein. Die vergangenen Wochen haben erneut gezeigt, wie viel möglich ist, wenn Menschen Verantwortung übernehmen, Ideen entwickeln und gemeinsam an deren Umsetzung arbeiten.

Nun hält der Herbst endgültig Einzug in unserem Vogtland. Die Wälder färben sich, die Tage werden kürzer und der Blick richtet sich bereits auf die kommende Wintersaison.

Ich wünsche unseren Schülerinnen und Schülern erholsame Herbstferien und Ihnen allen einen schönen Oktober. Genießen Sie unsere Heimat – bei einem Spaziergang durch den Stadtpark, einer Wanderung rund um den Meiler oder einem Ausflug zu einem der vielen sehenswerten Ziele in unserem Vogtland.

Bleiben Sie gesund, unserer Stadt verbunden und vor allem miteinander im Gespräch.

Ihr Bürgermeister Andy Anders