Noch immer sind uns die Bilder des 16. Februar 2026 eindrücklich vor Augen: Gegen 0:20 Uhr wurden die Feuerwehren unserer Stadt sowie die Kräfte der Hauptwache Schwarzenberg über Sirene und digitale Meldeempfänger zu einem Wohnhausbrand in die Hinterdorfer Straße nach Waschleithe alarmiert.
Weniger als acht Minuten später trafen die Einheiten unserer Stadt nahezu zeitgleich am Einsatzort ein. Zu diesem Zeitpunkt stand fest, dass sich glücklicherweise keine Personen mehr im Gebäude befanden. Das gesamte Haus rauchte aus nahezu allen Öffnungen, ein deutliches Zeichen für einen bereits weit fortgeschrittenen Brandverlauf.
Innenangriff unter extremen Bedingungen
Unverzüglich wurde ein Innenangriff über zwei Seiten eingeleitet. Insgesamt fünf Trupps unter Atemschutz gingen gleichzeitig vor, ein Zugang über den Keller, ein weiterer über das erste Obergeschoss. Offene Flammen waren zunächst kaum sichtbar, doch die enorme Rauchentwicklung und die Hitzeentwicklung ließen bereits die dramatische Lage erahnen.
Im Obergeschoss bemerkten die Trupps, dass sie bereits in eine instabile Deckenstruktur einbrachen. Ein weiterer Trupp stellte im letzten Moment fest, dass in seinem Bereich die Decke bereits nachgegeben hatte. Aufgrund der Nullsicht konnte die Orientierung nur tastend sowie mithilfe von Wärmebildkameras erfolgen, dabei herrschten Temperaturen von mehreren hundert Grad.
Die Situation spitzte sich innerhalb weniger Minuten zu. Der Rückzug musste eingeleitet werden, so zeitkritisch, dass selbst eine Schlauchleitung im Gebäude zurückgelassen werden musste. Kurz darauf brachen auch im Kellerbereich die Decken ein.
Vollbrand nach 30 Minuten
Nur knapp 30 Minuten nach dem Eintreffen der Feuerwehr standen alle Etagen inklusive des Dachstuhls in Vollbrand. Die Einsatzleitung erhöhte umgehend die Alarmstufe auf „Brand Groß“.
Zusätzlich wurden die Feuerwehren Bernsbach und Raschau sowie zwei Großtanklöschfahrzeuge aus Sosa und Schlema alarmiert.
Zu diesem Zeitpunkt lag das Hauptaugenmerk auf dem Schutz der angrenzenden Scheune und weiterer umliegender Gebäude. Für das betroffene Wohnhaus selbst bestand keine Rettungsmöglichkeit mehr. Es wurden drei Wasserversorgungen aufgebaut, einerseits über die Hydranten und zwei Leitungen aus dem Oswaldsbach.
Kräftezehrender Langzeiteinsatz
Im weiteren Verlauf wurden zusätzliche Organisationen hinzugezogen, darunter das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter sowie das Technische Hilfswerk.
Erst nach rund 20 Stunden konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Nach insgesamt 24 Stunden war der Einsatz vollständig beendet. Doch auch mit dem offiziellen Einsatzende waren umfangreiche Nacharbeiten, Aufräumarbeiten sowie die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft verbunden.
Dank an alle Einsatzkräfte
Auch wenn wir in unserer Stadt in den vergangenen Jahren keine derart großen Brände zu verzeichnen hatten, zeigt dieses Ereignis, aber auch die Brände in Schwarzenberg eindrucksvoll, wie wichtig eine hochqualifizierte, gut ausgebildete und technisch modern ausgestattete Feuerwehr ist.
Mein ausdrücklicher Dank gilt allen Einsatzkräften, die diesen kräftezehrenden und hochgefährlichen Einsatz professionell und mit großem persönlichen Engagement bewältigt haben, den Nachbarn für die Unterstützung, dem Team Köhlerhütte für die Verpflegung, Bauhof, Bürgermeister und Stadtverwaltung für die weitere Unterstützung.
Unsere Gedanken sind bei der betroffenen Familie. Durch großes Glück konnten sie zumindest Ihre Gesundheit und Leben rettet, dafür sind wir sehr dankbar.