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Amtsblatt der Einheitsgemeinde Stadt Teuchern
Ausgabe 13/2026
Einheitsgemeinde Stadt Teuchern
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Liebe Tierfreunde!

Heute schiebe ich ein wenig Frust, weil ich mich mal wieder über uns Menschen geärgert habe. Anstatt, dass wir uns über unsere Natur erfreuen, sie genießen und bewahren, zerstören wir das, was uns anvertraut wurde.

Da wir es immer eilig haben, übertreten wir Geschwindigkeitsbegrenzungen und überfahren Katzen, Rehe, Igel und viele andere Tiere. Weil wir keine Zeit haben, Unkraut zu zupfen, schütten wir unsere Vorgärten mit Kies zu und zerstören Lebensraum für Käfer, Insekten und andere Kleintiere. In unserem Boden leben tausende Arten von Kleinstlebewesen, die unseren Boden fruchtbar halten und unser Trinkwasser aufbereiten. Das wusste ich im Detail auch nicht so genau, habe es aber in einem Beitrag im Fernsehen gesehen und gehört, es war keine Nachrichtensendung.

Unsere Natur braucht uns nicht, aber wir brauchen die Natur, also wieso zerstören wir sie.

Wir fällen Bäume, weil ihre Wurzeln nach mindestens 80 Jahren plötzlich unseren Gartenzaun, oder das Garagentor anheben, wir fällen Bäume, weil sie bei Sturm auf die Straße fallen könnten, wir fällen Bäume, weil das Laub im Herbst stört, oder ein Blatt in den Pool fällt. In Großstädten dieser Welt, werden Grünzonen errichtet, Häuser begrünt, Drahtgebilde gebaut, die bepflanzt werden, damit diese Pflanzen die Luft in den Großstädten herunterkühlen sollen. Wie angenehm ist der Schatten unter einem Baum.

In manchen Schweinehaltungsbetrieben werden die Tiere unter den erbärmlichsten Bedingungen gehalten. In unserem Burgenlandkreis hat ein „Schäfer“ seine Herde tagelang sich selbst überlassen und ohne Wasser. Gefunden wurden dann etliche tote Lämmer auf dieser Weide. Wahrscheinlich hatte er keine Zeit, sich um die Herde richtig zu kümmern.

Aber es gibt auch die Kehrseite der Medaille. Umsichtige Menschen haben bemerkt, dass es dem Streunerkater Blacky, ein schwarzer Kater aus dem Mittelfeld, nicht mehr gut ging. Er nieste und seine Augen waren klein und verschmiert. Wir konnten ihn einfangen und zum Tierarzt bringen. Er ist nun auf dem Weg der Besserung, nachdem ihm ein vereiterter Zahn gezogen und ein Langzeitantibiotikum verabreicht wurde. Nun schreitet er wieder würdevoll durch unsere Gärten.

Das ist ein Erfolgserlebnis, das mir Kraft gibt, weiter für unsere Tiere und unsere Natur zu kämpfen. Wir wohnen in einem Paradies, das wir bewahren sollten.

Heute musste ich mir mal meinen Frust von der Seele schreiben, sonst wäre ich geplatzt.

Aber ich muss auch sagen, dass es hier bei uns in Teuchern und Umgebung doch einige Menschen gibt, die sich für Tiere und Pflanzen interessieren und sich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass diese schöne Vielfalt in der Natur, erhalten bleibt. Ich danke Euch.

Gabriele Gießler