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Stadtjournal der Stadt Trebsen mit ihren Ortsteilen
Ausgabe 10/2026
Mitteilungen
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25. Highland-Games in Trebsen

An jedem dritten Wochenende im September zelebrieren wir bei uns die schottische Lebensart mit sportlichen Wettkämpfen, viel Musik und einem starken Gemeinschaftsgefühl – in diesem Jahr zum 13. Mal (davor 12 Mal in Machern). Ein denkwürdiges Jubiläum feiert man gern mit der Familie und guten Freunden. So war es uns eine große Freude, dass sechs Gäste aus unserer Partnerstadt Blackford anreisten, um dieses besondere Fest mit uns zu begehen.

Zum Begrüßungsabend in Neichen kamen nicht nur die Gastgeber vom Verein „Kinder- Sommerfest Neichen e.V.“, sondern auch viele an unserer Städtepartnerschaft interessierte Menschen, die Irene, Helen, Stuart, Alan, Ayla und Robin herzlich willkommen heißen wollten. Nach der Begrüßungsrede durch den Bürgermeister Herrn Müller und der Stärkung am wunderbar leckeren Buffet dauerte es nicht lange, bis die Sprachbarriere irgendwie überwunden wurde und alle in heitere Gespräche vertieft waren. Dabei merkte man: Wir pflegen unsere Partnerschaft nicht nur auf dem Papier, sondern sie ist lebendig und kommt von Herzen. So ähnlich betonte es auch Angela Weber in ihrer humorvoll, traditionellen Ansprache, die viel Gelächter und Applaus erhielt. Als besondere Überraschung überreichte Dieter Brückner ein selbstgestaltetes Gemälde von Trebsen an die Gäste und wir schauten uns noch einen kurzen Film aus dem Jahr 2019 an, in dem unsere Städtepartnerschaft begann. Gezeigt wurde dieser von Herrn Bernd Fichtner.

 

 

Der Freitag ist traditionell für einen Ausflug reserviert. Dieses Jahr fuhren wir mit den Gästen in die kleine Töpferstadt Kohren-Sahlis. Während des Stadtrundganges erfuhren wir viel über die 1000 jährige Geschichte, über berühmte Persönlichkeiten der Stadt und natürlich besuchten wir das Wahrzeichen der Stadt – den Töpferbrunnen auf dem Markt. Anschließend schauten wir uns zunächst die älteste Töpferei Deutschlands, dann die Lindigtmühle und die Burg Gnandstein an.

 

 

Emotionaler Höhepunkt des Ausflugs war das Konzert von Julia und Sabine in der Kapelle der Burg. Die beiden schafften es, uns zu Tränen zu rühren. Beim anschließenden Kaffeetrinken konnten wir die vielen tollen Eindrücke besprechen und verarbeiten. Am Abend verabredeten wir uns dann zur Highland-Games Begrüßungsparty auf dem Festgelände. Bei ganz viel schottischem Flair und mitreißender Musik ließen wir uns den ersten Whisky des Tages schmecken.

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Games. Wer schon einmal den Einmarsch der Teilnehmer und der Pipe-Bands miterlebt hat, weiß wie stimmungsvoll dieser ist. Zur Eröffnung auf der großen Bühne gab es ganz viele Würdigungen der schottischen Traditionen, des 25 jährigen Jubiläums der Spiele sowie der Städtepartnerschaft. Bürgermeister Müller sprach einen Satz, der mir in Erinnerung blieb: „In Schottland gibt es über 60 Orte, die jährlich ihre Highland-Games veranstalten, aber nur eine Gemeinde, die eine Partnerschaft und Freundschaft zu einer deutschen Stadt pflegt, die diese Tradition ebenfalls feiert.“ Alle besuchten dann je nach Lust und Laune die Orte, die sie am meisten interessierten.

 

 

Am Sonntag trafen wir uns alle zum Gottesdienst in der Trebsener Kirche anlässlich der Highland-Games wieder. Er wurde mit viel schottischer Musik und einem wunderbaren Chor begangen. Pfarrerin Birgit Silberbach fand in ihrer Predigt sehr treffende Bildworte: „Ein Solo klingt zwar schön, aber erst wenn alle gemeinsam musizieren, entfaltet sich der Zauber der Musik. Ein Faden im Stoff ist stark, aber erst wenn alle Fäden zusammenwirken, ergibt es ein beeindruckendes und festes Muster.“ Dies übertrug sie dann auf unsere Gesellschaft und auf unsere Freundschaft.

 

 

Bei schottischem Wetter gingen die Highland-Games 2026 zu Ende. Die Gäste ließen sich aber nicht von einem Besuch abhalten. Sie fühlten sich auf dem Festgelände heimisch. Am letzten Abend trafen sich alle Interessierten noch einmal zu einem gemeinsamen Abendessen. In vielen Gesprächen zeigte sich die enge Verbundenheit. Es wurden Geschenke überreicht und eine Einladung für September 2027 ausgesprochen. Gemäß der alten Tradition des schottischen Nationaldichters Robert Burns gab es nach dem Essen herzliche Worte. Alan sprach eine Ode an die Frauen, Julia antwortete mit einer Ode an die Herren. Über die lustigen, frechen, heiteren ernsthaften aber stets unterhaltsamen Worte haben wir sehr gelacht. Natürlich ging der Abend nicht zu Ende, ohne gemeinsam zu singen.

 

 

Am Montag gab es zum Abschluss noch ein gemeinsames Frühstück im Rathaus sowie einen Besuch in der „Kita Vogelnest“ Trebsen. Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck fuhren unsere sechs Schotten dann wieder nach Hause.

Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an Julia Lehne, die stets beim Dolmetschen geholfen hat. Weiterhin gilt unser Dank den Gastgebern: Familie Weber, Familie Brückner, Familie Seidel, Karla Höhne und Matthias Rasch. Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass sich unsere schottischen Gäste wohlfühlten.

A. Rackwitz
im Auftrag des Partnerschaftskomitee