Titel Logo
Stadtjournal der Stadt Trebsen mit ihren Ortsteilen
Ausgabe 2/2026
Wissenswertes
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Der Versorgungsverband Grimma-Geithain startet mit den Städten Bad Lausick, Colditz, Geithain und Trebsen in die Wärmewende

Bad Lausick, Colditz, Geithain und Trebsen erarbeiten einen kommunalen Wärmeplan für eine klimaneutrale Zukunft

Mit dem Wärmeplanungsgesetz des Bundes kommt auf alle Städte und Gemeinden eine neue Aufgabe zu: Bis spätestens zum 30. Juni 2028 muss ein kommunaler Wärmeplan erstellt werden, der aufzeigt, wie die Wärmeversorgung bis 2045 klimaneutral gestaltet werden kann.

Die Städte Bad Lausick, Colditz, Geithain und Trebsen haben beschlossen, diesen Prozess gemeinsam im Konvoi zu starten. Mit der Bearbeitung wurde die seecon Ingenieure GmbH beauftragt. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Leipzig und ist mittelständisch geprägt. Seit über 30 Jahren berät seecon öffentliche und private Auftraggeber. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt in Ost- und Mitteldeutschland, das Unternehmen ist jedoch bundesweit aktiv. Die Leistungen umfassen Umwelt-, Stadt- und Infrastrukturplanung sowie Energie-, Klimaschutz- und kommunale Wärmeplanung. Mit bereits acht abgeschlossenen und vierzehn laufenden kommunalen Wärmeplanungen ist seecon Experte in der Bearbeitung.

Was passiert bei der kommunalen Wärmeplanung konkret?

Die Wärmeplanung untersucht, wie die vier Städte künftig nachhaltig mit Wärme versorgt werden können. Dazu wird zunächst der aktuelle Zustand analysiert:

Gebäudedaten: Erstellung eines 3D-Gebäudemodells mit Angaben zu Nutzung, Alter und Struktur

Wärmebedarf: Abschätzung anhand der Gebäudetypologie

Verbrauchsdaten: Abgleich von berechneten Bedarfen mit aggregierten Verbrauchsdaten von Netzbetreibern und Schornsteinfegern

Netzinfrastruktur: Analyse bestehender Gas- und Wärmenetze

Ziel ist ein digitaler Zwilling der Stadt, der alle energetisch relevanten Daten räumlich darstellt.

Was ist künftig möglich?

Im nächsten Schritt wird geprüft, welche erneuerbaren Energien in Bad Lausick, Colditz, Geithain und Trebsen genutzt werden können – z. B. Solarenergie, Geothermie, Biomasse, Abwärme oder Power-to-X-Technologien.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Fernwärmeversorgung und ihrer Zukunftsfähigkeit und sowie ihrem Ausbaupotenzial.

Wie werden die Städte Bad Lausik, Colditz, Geithain und Trebsen klimaneutral?

Aus den Analysen entsteht ein Zielszenario: Es zeigt auf, wie die vier Städte im Versorgungsverband Grimma-Geithain bis 2045 klimaneutral mit Wärme versorgt werden können. Ergänzend dazu wird ein Maßnahmenkatalog mit konkreten Versorgungskonzepten für ausgewählte Stadtbereiche erarbeitet, die auch auf andere Quartiere übertragbar sind.

Verstetigung und Kommunikation: Wie geht es nach dem Plan weiter?

Der Wärmeplan wird durch ein Verstetigungskonzept ergänzt – mit Monitoring, Berichtswesen und einem geplanten Wärmebeirat.

Auch die Öffentlichkeit wird eingebunden: In jeder Stadt wird eine Bürgerveranstaltung über den Planungsstand informieren. Termin und Details werden rechtzeitig auf der der Webseite unter www.trebsen.de bekannt gegeben.

Machen Sie mit – für ein klimafreundliches Bad Lausik, Colditz, Geithain, Trebsen

Die kommunale Wärmeplanung zeigt Wege für eine zukunftssichere, bezahlbare und umweltfreundliche Wärmeversorgung auf.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, diesen Prozess aktiv mitzugestalten. Der Termin der Bürgerveranstaltungen wird rechtzeitig auf der Webseite unter www.trebsen.de bekannt gegeben.