Mit den länger werdenden Tagen wächst auch das Interesse an der Natur vor der eigenen Haustür. Der Februar gilt dabei oft als stiller Übergangsmonat – doch gerade jetzt lassen sich spannende Veränderungen beobachten.
Am 23. Februar 2026 um 18.00 Uhr startet im Speicher Seelingstädt ein neues Angebot:
Der Kräuterstammtisch mit Kräuterfachfrau Verena Arendes.
Zum Auftakt steht das Thema „Erste Wildkräuter im Februar“ im Mittelpunkt. Auch wenn der Winter noch präsent ist, zeigen sich an milden Tagen bereits erste Rosetten und junge Triebe. Der Stammtisch lädt dazu ein, diese frühen Pflanzen kennenzulernen, ihre Merkmale zu erkennen und ein besseres Verständnis für die natürlichen Abläufe im Jahreslauf zu entwickeln.
Das Angebot richtet sich bewusst sowohl an Menschen mit Vorkenntnissen als auch an Interessierte, die sich erstmals intensiver mit Wildkräutern beschäftigen möchten. Der Austausch in kleiner Runde soll Raum für Fragen, Beobachtungen und gemeinsames Lernen bieten. Ein weiterer Schwerpunkt des Abends ist der Ausblick auf die bevorstehende Bärlauchsaison. Dabei geht es insbesondere um die sichere Unterscheidung von Bärlauch und giftigen Pflanzen wie Maiglöckchen oder Aronstab, um typische Verwechslungen zu vermeiden.
Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt, eine Anmeldung ist daher erforderlich.
Anmeldung: 0176-47300382 oder per WhatsApp
Unkostenbeitrag: 10,00 EUR
1. Offenen Backtag in Seelingstädt
Wenn im Speicherbackhaus Seelingstädt das Feuer knistert und der erste Brotduft durch die Räume zieht, dann ist klar: Es ist wieder Backtag.
Was 2025 begann, soll wachsen – zu einer lebendigen Tradition und zu einem Ort der Begegnung für das Dorf. Der 1. offene Backtag 2026 am 28. Februar ab 15 Uhr ist bewusst kein Verkaufsevent.
Hier wird nicht „abgearbeitet“, sondern gemeinsam erlebt. Brotbacken wird zum Anlass für Gespräche, Erfahrungsaustausch und gemütliches Beisammensein. Alte Handgriffe treffen auf neue Ideen, und oft lernt man ganz nebenbei etwas dazu.
An diesem Tag entstehen im Holzbackofen verschiedene Brotsorten, die gemeinsam verkostet werden. Ergänzt wird das Ganze durch einen kulinarischen Klassiker: Elsässer Flammkuchen – dünn, knusprig und herrlich aromatisch. Wer mag, kann seinen Lieblingsbelag mitbringen und Teil dieses kleinen Ofen-Experiments werden.
Ein Gericht mit Geschichte
Der Flammkuchen hat seinen Ursprung auf den Bauernhöfen des Elsass. Früher wurde er genutzt, um die richtige Ofentemperatur zu prüfen, bevor das Brot eingeschoben wurde. Ein Stück dünn ausgerollter Teig, kurz in die Flammen gelegt – wurde er knusprig, war der Ofen bereit. Irgendwann kam jemand auf die Idee, Zwiebeln, Speck und etwas Crème darauf zu geben. Der Duft lockte Nachbarn an, man teilte – und eine Tradition war geboren.
Ganz ähnlich soll es auch in Seelingstädt sein: Teilen, probieren, zusammenkommen. Der offene Backtag lädt alle ein, die Freude an gutem Brot, ehrlichem Handwerk und lebendigem Dorfleben haben.