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Stadtjournal der Stadt Trebsen mit ihren Ortsteilen
Ausgabe 4/2026
Schul-, Vereins- und Kirchennachrichten
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Neues aus Seelingstädt

Seelingstädter Obstbaumallee braucht Pflege – und engagierte Helfer

Rückblick auf einen Arbeitseinsatz mit fachkundiger Unterstützung eines Obstbaumwarts am Sonnabend, 7. März, trafen sich engagierte Helferinnen und Helfer zur Frühjahrs-Pflege der Obstbaumallee an der Alten Altenhainer Straße. Seit der Pflanzung im Jahr 2016 hat sich die kleine Allee zu einem beliebten Ziel für Spaziergänger entwickelt und damit die Bäume gesund bleiben, braucht es regelmäßig Pflege.

Pünktlich um 14 Uhr ging es los. Insgesamt sechs Freiwillige packten mit an. Ein herzliches Dankeschön geht an Ina, Steffen, Rolf und Ronald, die gemeinsam mit mir die Obstbäume in Form brachten. Neben dem fachgerechten Rückschnitt wurden auch die Baumscheiben vom Gras und anderen Pflanzen befreit. Gerade junge Bäume brauchen freie Erde rund um den Stamm, damit Wasser und Nährstoffe ungehindert zu den Wurzeln gelangen können.

Aus dem anfallenden Schnittgut entstand gleich etwas Neues: Eine Benjeshecke. Diese locker aufgeschichtete Hecke aus Ästen und Zweigen bietet zahlreichen Insekten, Vögeln und Kleintieren einen wichtigen Lebensraum und trägt so zusätzlich zur ökologischen Vielfalt bei.

Für eine besondere Überraschung sorgte der Besuch von Mark Hoffmann, einem geprüften Obstbaumwart. Mit fachkundigem Blick begutachtete er die Obstbäume und zeigte sich mit der bisherigen Pflege sehr zufrieden. Gleichzeitig gab er hilfreiche Hinweise für die weitere Entwicklung der Bäume.

Ein Thema, dass viele von uns beschäftigt hatte, waren Risse und Wunden an einigen Baumstämmen. Die Erklärung des Fachmanns war überraschend: Es handelt sich um sogenannten Sonnenbrand an der Rinde. Durch starke Temperaturschwankungen im Frühjahr – warme Tage und kalte Nächte – kann die Rinde aufreißen. Abhilfe schafft ein Schutzanstrich mit spezieller weißer Baumschutzfarbe. Die notwendigen Materialien sind bereits bestellt. Der Heimatverein Seelingstädt e.V. übernimmt dankenswerterweise die Kosten. In einer weiteren Aktion sollen die Bäume damit geschützt werden. Dabei gibt es auch eine neue Idee: Schülerinnen und Schüler der Oberschule Trebsen könnten im Rahmen des Biologieunterrichts eingebunden werden. Jeder Schüler könnte „seinen" Baum kennenlernen und mitstreichen – eine praktische Erfahrung, die Natur, Lernen und Engagement miteinander verbindet.

Die Obstbaumallee wird heute von vielen Menschen gerne genutzt. Immer wieder hören wir lobende Worte über die Bäume, die Schutzhütte und das Insektenhotel. Vielleicht lässt sich dieses Lob ja künftig noch öfter in tatkräftige Unterstützung verwandeln.

Denn eines ist sicher: Eine Allee wächst nicht nur durch Bäume – sondern durch Menschen, die sich um sie kümmern.

 

Brotduft im Speicher – Brotbackkurs und offener Brotbacktag in Seelingstädt

Der Duft von frisch gebackenem Brot gehört zu den Dingen, die man kaum beschreiben kann – man muss ihn einfach erleben. Genau dazu gibt es Ende April in Seelingstädt eine schöne Gelegenheit.

Am 23. und 24. April 2026 findet im Speicher ein Brotbackkurs mit anschließendem offenem Brotbacktag statt. Die Idee dahinter ist einfach: Gemeinsam lernen, gemeinsam backen – und am Ende gemeinsam genießen. Der Kurs richtet sich vor allem an Menschen, die gern einmal selbst Brot backen möchten, sich aber bisher nicht so recht herangetraut haben. Denn viele denken sofort an Sauerteig. Der ist zwar wunderbar aromatisch, braucht aber auch regelmäßige Pflege. Wer ihn nicht mindestens einmal in der Woche auffrischt, verliert schnell seinen Ansatz. Aus diesem Grund wird im Kurs eine alltagstaugliche Alternative vorgestellt. Der Brotteig wird mit extrem wenig Hefe – nur etwa 0,3 bis 0,5 Gramm – angesetzt und darf anschließend rund 24 Stunden ruhen. In dieser Zeit entsteht durch natürliche Fermentation ein besonders aromatischer Teig. Das Ergebnis ist ein Brot mit kräftigem Geschmack, guter Bekömmlichkeit und einer Frische, die deutlich länger anhält als bei vielen schnell gebackenen Broten.

Der Brotbackkurs ist auf zwei Nachmittage verteilt.

Am Donnerstag, 23. April, ab 17 Uhr findet in der Gildestube und der Küche des Speichers der erste Teil statt. Dort geht es um Grundlagen des Brotbackens, Mehlarten, Teigführung und praktische Tipps aus der Backpraxis. Außerdem werden die Teige für den nächsten Tag vorbereitet. Wer möchte, kann dabei gleich selbst aktiv werden und einen eigenen Brotteig ansetzen. Der zweite Teil am Freitag, 24. April, ebenfalls ab 17 Uhr, ist dann ganz der Praxis gewidmet. Die vorbereiteten Brote werden im Speicherbackofen gebacken. Währenddessen bleibt genügend Zeit für Gespräche, Erfahrungsaustausch und natürlich auch für das Probieren der frisch gebackenen Brote.

Gleichzeitig ist dieser Abend als offener Brotbacktag gedacht. Gäste sind willkommen, um die Ergebnisse zu verkosten und die besondere Atmosphäre rund um den Backofen zu erleben. Erfahrungsgemäß dauert es nicht lange, bis ein frisch gebackenes Brot angeschnitten ist und meistens bleibt am Ende kaum eine Scheibe übrig.

Das Ziel des Kurses ist es, den Teilnehmern eine einfache und sichere Methode zu zeigen, mit der sie zu Hause jederzeit ein gutes und gesundes Brot backen können – ganz ohne komplizierte Spezialausrüstung und mit den Mehlen, die man ohnehin im Vorratsschrank hat. Da der Kurs bewusst in kleiner Runde stattfinden soll, ist die Teilnehmerzahl auf zwölf Personen begrenzt. Anmeldungen sind bis 19. April 2026 möglich bei Heinrich Eickers Telefon / WhatsApp: 0163 743277

 

Kräuter ganz nah – Dritter Kräuterstammtisch im Speicher Seelingstädt

Mit dem April beginnt für viele Gartenfreunde die wohl schönste Zeit des Jahres. Die Natur steht in den Startlöchern, überall sprießt frisches Grün und es ist genau der richtige Moment, um selbst aktiv zu werden. Der Kräuterstammtisch im Speicher Seelingstädt greift dieses Gefühl auf und lädt am 27. April 2026 um 18:00 Uhr zum dritten Treffen ein.

Unter dem Thema „Säen und Pflanzen im April" dreht sich diesmal alles um die Frage, wie Kräuter ihren Platz im Alltag finden. Denn eines ist klar: Kräuter entfalten ihr volles Potenzial nicht nur im Garten, sondern vor allem dort, wo sie schnell erreichbar sind. Was nützt die schönste Petersilie, wenn sie am Ende des Gartens wächst und bei Regen lieber stehen bleibt?

Genau hier setzt der Abend an. Kräuterfachfrau Verena Arendes zeigt praxisnah, welche Möglichkeiten es gibt, Kräuter sinnvoll und alltagstauglich zu pflanzen – ob auf der Fensterbank, im Balkonkasten, im Hochbeet oder klassisch im Garten. Dabei geht es nicht nur um den richtigen Standort, sondern auch um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Pflanzen. Während mediterrane Kräuter wie Thymian oder Salbei sonnige und eher trockene Plätze bevorzugen, fühlen sich andere Arten wie Schnittlauch oder Kresse auch im Halbschatten wohl.

Ein besonderer Blick gilt auch kreativen Lösungen wie der Kräuterspirale, die auf kleinem Raum unterschiedliche Standortbedingungen vereint und so eine große Vielfalt ermöglicht. Ebenso werden einfache Tipps vermittelt, wie sich Kräuter möglichst nah an der Küche platzieren lassen ganz im Sinne einer frischen, unkomplizierten Verwendung im Alltag.

Neben dem fachlichen Austausch spielt auch die Gemeinschaft wieder eine wichtige Rolle. Wer möchte, kann eigene Pflanzen mitbringen, um sie zu teilen oder zu tauschen. So entsteht nicht nur ein lebendiger Austausch von Wissen, sondern auch von Pflanzen und Erfahrungen und am Ende vielleicht ein kleines Stück mehr Vielfalt im eigenen Garten.

Der Kräuterstammtisch hat sich bereits bei den ersten Treffen als beliebter Treffpunkt für Naturinteressierte etabliert. In angenehmer Atmosphäre bietet er Raum für Fragen, Gespräche und neue Ideen rund um die heimische Pflanzenwelt.

Die Veranstaltung findet im Speicher Seelingstädt, Schmiedegasse 8, statt. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt, eine vorherige Anmeldung ist daher erforderlich.

Anmeldung: 0176 - 47300382

Unkostenbeitrag: 10,00 EUR

Der Apriltermin lädt dazu ein, die Gartensaison bewusst zu beginnen – mit praktischen Tipps, neuen Impulsen und der Freude daran, Kräuter nicht nur anzubauen, sondern sie auch wirklich zu nutzen.

Kettenknechte starten in die Radsaison 2026

Mit frischer Luft um die Nase und guter Laune im Gepäck sind die Seelingstädter Kettenknechte in die neue Radsaison gestartet. Ziel der ersten Tour war die Teichwirtschaft in Müglenz im schönen Lossatal und schon die Hinfahrt hatte alles, was eine gelungene Tour ausmacht: Bewegung, Gespräche und natürlich den „traditionellen kleinen Umweg", der inzwischen fest zum Programm gehört.

Nach rund 25 Kilometern erreichte die Gruppe – leicht durchgekühlt, aber bestens gelaunt - ihr Ziel. Dort wurden die Radler von Frau Gröger herzlich empfangen. In gemütlicher Atmosphäre gab es zunächst wärmende Getränke, bevor ein spannender Einblick in die Arbeit einer familiengeführten Teichwirtschaft folgte. Schnell wurde deutlich: Hinter der Fischzucht steckt weit mehr, als man auf den ersten Blick vermutet.

Auch kulinarisch ließ die Tour keine Wünsche offen. Die Müglenzer Fischsuppe erwies sich einmal mehr als echtes Highlight, während für Nicht-Fischliebhaber eine deftige Alternative bereitstand. Frisches Brot rundete das gemeinsame Mittagessen ab. Bei einer anschließenden Führung über das Gelände konnten sich die Teilnehmer selbst ein Bild machen: In rund 40 Teichen wird hier mit viel Erfahrung und Engagement gearbeitet. Regionalität und Nachhaltigkeit sind keine Schlagworte, sondern werden täglich gelebt.

Auf dem Rückweg durfte ein spontaner Zwischenstopp nicht fehlen. Im Landgasthof in Dehnitz zeigte sich, dass Gastfreundschaft in unserer Region noch ganz selbstverständlich ist – eine willkommene Gelegenheit für einen gemeinsamen Kaffee und gute Gespräche.

Am Ende bleibt das Fazit: Eine gelungene Tour, tolle Menschen und die Erkenntnis, dass unsere Heimat viele schöne Ecken bereithält – man muss sie nur entdecken. Die nächste Ausfahrt ist bereits geplant: Im April geht es Richtung Wermsdorf mit Besichtigung des Jagdschlosses und der sanierten katholischen Kapelle.

Wer Lust hat, gemeinsam in netter Runde Rad zu fahren, ist jederzeit herzlich willkommen.

Kontakt: Heinrich Eickers

Tel./WhatsApp: 0163 7432778