Unter dem Motto: „Wanderung durch den hinteren Planitz“
lädt der Verein“ Trebsen erleben e.V.“ gemeinsam mit dem „Altenhainer Heimatverein e.V.“ zu seinem 17. Frühlingsspaziergang ein.
Start: Sonntag, 10. Mai 2026; 10:00 Uhr
Treffpunkt: Heimathaus „Alte Schule“ - Dorfstr. 2 (Am Sportplatz) 04687 Trebsen/ OT Altenhain
Strecke ca.: 5 Km
Wer möchte, kann den Rundgang bei Bier und Bratwurst ausklingen lassen.
Mail: uwe.baumann.hv@t-online.de
Weitere Wandervorschläge finden Sie unter: www.fruehlingsspaziergang.sachsen.de
Trebsen erleben e.V. - Wir suchen Dich
Langweilt ihr euch nicht zu Hause? Die Frage stelle ich an alle, die überlegen, wie freie Zeit sinnvoll und oder auch ehrenamtlich ausgefüllt werden kann. Ein passender Verein hat so manche Vorteile. Man lernt nicht nur neue Leute kennen oder sitzt gemütlich in Vereinsveranstaltungen. Du bekommst auch das Gefühl etwas Sinnvolles zu tun und nicht selten entdeckst du an dir versteckte Fähigkeiten in Sachen Organisation und Kommunikation.
Heute will ich euch erzählen, wie unser Vereinsmitglied Dirk Reinhardt (D.R.) zu seinem Hobby kam und wie er es in unseren Verein einbringt.
Seine Meinung teile ich voll und ganz: „Uns geht es hier in Trebsen nur so gut, weil unsere Vorfahren damals schon leidenschaftlich darum kämpften bzw. sich einbrachten.“ Dann folgt eine Aufzählung. Der Bahnanschluss, der bis heute nie ganz stillgelegt wurde, die Steinbrüche, die Papierfabrik, die Mondi, durch eine gute Verkehrsanbindung verschiedene Transport-, Industrie- und Gewerbegebiete, Gastronomie und Kultur usw.
Wenn es um die Geschichte des Bahnhofes geht, fängt D.R. bei unseren Gesprächen an, zu schwärmen. Er wurde 1911 in Betrieb genommen, weil Trebsen wirtschaftlich relevant genug war und geografisch zwischen Leipzig und Dresden gelegen. Davon profitierten die Steinbrüche, die Papierindustrie, die Landwirtschaft, Handel und Gewerbe. Die Zusammenhänge will ich jetzt nicht erörtern, denn das alles hat D.R. in seinen Schriften und Broschüren (Neichener Eisenbahngeschichte – Über eine kleine Brücke – Geschichten aus dem Kalten Krieg und die Trebs`ner Schiene) bereits getan. Fakt ist, ohne die Bahn wäre Trebsen ein kleiner unbedeutender Ort ohne wirtschaftliche Bedeutung.
Als er anfing mit seinen Kindern Modeleisenbahnen nachzubauen, der Trebsener Bahnhof gleich hinterm Haus gelegen, entstanden immer wieder neue Fragen nach den wirtschaftlichen, technischen und sozialen Zusammenhängen. Über die Geschichte der Steinbrüche, der Papierfabrik, des damals ansässigen Militärs, über die Technik in den Betrieben und vor allem über die Geschichte der Menschen in unserer Region gab es wenig zu lesen. Manche Texte enthielten teilweise falsche oder ungenaue Angaben. Und so begann eine endlose Zeit des Recherchierens. Tagelang saß er in Archiven, schrieb oder chattete mit Augenzeugen aus Amerika, aus der damaligen Sowjetunion und aus Australien.
Für ihn ist Wissen aufgetaucht, was er nie vermutet oder gehofft hätte. Von einem alten Zeitzeugen erhielt er sogar unentgeltlich einen Lageplan von der Muna in Altenhain. Einmal fand er tatsächlich ein Dokument mit der Überschrift „Goldader in Trebsen entdeckt“.
Da steigt freilich der Adrenalinspiegel, sage ich euch. So etwas muss ja schließlich auch immer bewiesen werden. Am Ende allerdings stellte es sich heraus, dass es nur ein Aprilscherz gewesen war. Seine Schriften über die Region um Trebsen sollten kein Selbstzweck werden. Die Geschichte prägt, wer wir sind, meint er. Sie hilft uns zu verstehen, wie wir heute leben und lehrt uns, hoffentlich Fehler nicht zu wiederholen. Schön wäre auch, wenn der eine oder andere sich und seine Vorfahren in den Geschichten von Dirk Reinhardt wieder findet.
In unserem Verein fand er Gleichgesinnte und interessierte Zuhörer. Wir gaben Unterstützung beim Druck und auch beim Vertrieb. Bei allen größeren Vereinsveranstaltungen wie z.B. dem Filmabend oder bei den Frühlingsspaziergängen konnten bzw. können die Broschüren erworben werden. Die neueste Schrift über die Steinbrüche mit dem Titel „Als bei Trebsen Quarzporphyr gebrochen wurde“ stellte er im Rittergut in Trebsen am 26.4.2026 vor. Bereits am 4. April konnten am Bahnhof Altenhain vor der Zugfahrt nach Beucha die ersten Exemplare gekauft werden.
Vielleicht hast auch du ein Hobby, von dem du der Meinung bist, das könnte auch Andere interessieren und du suchst Gleichgesinnte, die dich unterstützen könnten? Dann lass uns darüber reden.
Eine Gelegenheit wäre unser nächster Frühlingsspaziergang. Er findet am 10.Mai.2026 statt. Wir wandern durch den hinteren Planitzwald. Treffpunkt ist am Vereinshaus des Altenhainer Heimatvereines e.V.
Der Altenhainer Heimatverein e.V. sorgt danach für das leibliche Wohl.
Kommt doch einfach mal vorbei und wandert mit.