Sind Männer wirklich vom Mars und Frauen von der Venus? Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Dennoch haben Frauen und Männer oft unterschiedliche gesundheitliche Bedürfnisse und genau hier können Heilkräuter wertvolle Begleiter sein. Frauen kennen seit Generationen die Kraft von Frauenmantel, Johanniskraut oder Mönchspfeffer. Sie werden traditionell eingesetzt, um das Wohlbefinden zu unterstützen und Beschwerden auf natürliche Weise zu lindern. Doch auch Männer können auf die Heilkraft der Natur bauen. Leider wird dabei häufig nur über Prostata oder Vitalität gesprochen. Dabei gibt es viele Kräuter, die Männer in unterschiedlichen Lebensphasen begleiten und ihr allgemeines Wohlbefinden unterstützen können. Noch spannender ist jedoch, dass die meisten Heilpflanzen gar keine Unterschiede machen. Ob Brennnessel, Löwenzahn, Rosmarin, Weißdorn, Herzgespann, Weidenrinde oder Arnika – zahlreiche Kräuter können Frauen und Männern gleichermaßen helfen, Gesundheit, Kraft und Lebensfreude zu erhalten.
Beim 6. Kräuterstammtisch geht Verena Arendes auf die Besonderheiten von Frauen- und Männerkräutern ein und zeigt zugleich, wie vielfältig die Naturapotheke für uns alle sein kann.
Als besonderer Abschluss stellt jeder Teilnehmer einen würzigen und heilkräftigen Kräuterlikör nach den eigenen Bedürfnissen her.
Wann: 24.08.2026
Wo: Speicher Seelingstädt, Schmiedegasse 8
Maximal 15 Teilnehmer
Unkostenbeitrag: 10,00 Euro
Anmeldung bei Verena Arendes: 0176 47 300 382
Die Natur kennt viele Wege, uns zu unterstützen – manchmal wachsen sie direkt vor unserer Haustür.
Die Kettenknechte stellen sich vor
Wer von der Straße zwischen Seelingstädt und Trebsen hinter dem Henkelhof nach rechts abbiegt, erreicht zunächst den Stabsteich – besonders in den frühen Morgenstunden ein Ort der Ruhe und Erholung. Folgt man dem Feldweg entlang der Weißdornhecke in Richtung Katzenberg, gelangt man auf eine kleine Anhöhe. Dort wurde vor rund 15 Jahren eine Sitzbank aufgestellt. Von hier aus bietet sich ein wunderschöner Blick auf unser beschauliches Seelingstädt. Ein Platz zum Verweilen, zum Durchatmen und um einfach die Seele baumeln zu lassen. Doch diese Sitzbank ist weit mehr als nur ein Ruheplatz. Bis Ende 2024 wurde sie von Beate Henkel zu Ostern und Weihnachten liebevoll geschmückt. Seit 2025 führt Familie Jundel diese schöne Tradition fort. Ein Spaziergang zur Weißdornheckenbank lohnt sich deshalb immer, nicht nur wegen des herrlichen Ausblicks, sondern auch wegen der liebevollen Dekoration, die den Platz zu etwas ganz Besonderem macht.
Umso trauriger war es, als diese Sitzbank mutwillig zerstört wurde.
Ein sinnloser Akt, der viele Menschen betroffen gemacht hat. Den entscheidenden Anstoß gab der Hilferuf einer Wanderin, die dort regelmäßig ihre Pause einlegt. Für uns war sofort klar: Den Kopf in den Sand stecken ist keine Alternative. Diese Bank gehört zu unserem Dorf und zu den Menschen, die hier unterwegs sind. Nach kurzer Rücksprache mit unserem Wegewart Gerd Henkel wurden vier neue Bohlen organisiert. Die beschädigten Hölzer wurden entfernt, die Unterkonstruktion erhielt einen frischen Anstrich und anschließend wurden die neuen Sitzbretter sowie die vorhandene Rückenlehne mit wetterfester Holzschutzfarbe behandelt. Ganz nach dem Sprichwort „Viele Hände bereiten der Arbeit schnell ein Ende.“ war die Reparatur bereits an einem Vormittag abgeschlossen. Heute lädt die Bank wieder zum Verweilen ein und erstrahlt beinahe in neuem Glanz. Leider blieb es nicht bei diesem einen Fall. Auch eine von der Stadt Trebsen aufgestellte Sitzbank wurde mit sinnlosen Schmierereien verunstaltet. Wieder hätten wir den Kopf schütteln und weitergehen können – doch auch das war keine Alternative. Da noch ausreichend Holzschutzfarbe vorhanden war, wurde auch diese Bank am selben Tag wieder aufgearbeitet. Unser herzlicher Dank gilt allen, die mit angepackt haben. Ehrenamt bedeutet nicht nur Veranstaltungen zu organisieren oder Feste zu feiern. Ehrenamt bedeutet auch, Verantwortung für unsere Heimat zu übernehmen und nicht wegzusehen, wenn etwas zerstört wird.
Zum Schluss haben wir noch eine Bitte an euch: Schaut hin. Seid aufmerksam. Gebt Dummheit und Zerstörungswut keine Chance. Sprecht miteinander, macht andere darauf aufmerksam und helft mit, dass unsere schöne Heimat lebenswert bleibt. Wir wünschen allen Spaziergängern, Wanderern und Radfahrern viele erholsame Stunden auf den beiden wiederhergestellten Sitzbänken – mit einem schönen Blick über unsere Heimat und dem guten Gefühl, dass gemeinsames Handeln mehr bewirken kann als sinnlose Zerstörung.