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Vetschauer Mitteilungsblatt - Neue Vetschauer Nachrichten (Amtsblatt)
Ausgabe 1/2026
Informationen des Bürgermeisters
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Feierstunde zur Anerkennung und Würdigung ehrenamtlicher Tätigkeit in der Stadt Vetschau/Spreewald

In der Stadtverordnetenversammlung am 4. Dezember wurden neun Bürgerinnen und Bürger für ihr Ehrenamt ausgezeichnet. Bürgermeister Bengt Kanzler und Stadtverordnetenvorsteher Ulrich Lagemann würdigten ihr außerordentliches Engagement.

SpVgg. Blau-Weiß 90 Vetschau e.V. – Herr Dietmar Schmidt

Seit beeindruckenden sechs Jahrzehnten (!) ist Dietmar Schmidt Mitglied der SpVgg. Blau-Weiß 90 Vetschau e.V. sowie seiner Vorgängerorganisationen. Er ist damit eine feste Größe im Tischtennissport unserer Region. Bereits seit 1974 widmet er sich mit außergewöhnlicher Ausdauer der Nachwuchsarbeit und formt Generationen junger Sportlerinnen und Sportler. Seit 1995 trägt er zusätzlich als Jugendwart und Abteilungsleiter Verantwortung und prägt bis heute die sportliche Entwicklung des Vereins. Auf Landes- und Verbandsebene wirkt er seit 2010 im Trainerteam des Leistungsstützpunktes Südbrandenburg mit und führt diesen seit 2020 als Geschäftsführer. Dietmar Schmidt steht für Beständigkeit, Fachwissen und eine seltene Hingabe. Und damit ist er ein unverzichtbarer Pfeiler des Sportlebens unserer Region.

OT Koßwig – Herr Dieter Raetsch

Seit 1977 ist Dieter Raetsch ein verlässlicher Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr Koßwig. Und er ist ein Mensch, auf den man sich jederzeit verlassen kann. Mit beständigem Einsatz sorgt er seit vielen Jahren für die Pflege des Friedhofs, wartet die Brunnen am Sportplatz und unterstützt damit das dörfliche Leben auf ganz praktische und unverzichtbare Weise.

Besonders hervorzuheben ist sein Engagement beim jährlichen Frühjahrsputz, dessen Organisation, Koordination und Durchführung er mit großer Sorgfalt übernimmt. Dieter Raetsch ist eine feste Stütze der Dorfgemeinschaft Koßwig – jemand, der Verantwortung übernimmt, gestaltet und dem wir heute mit großem Respekt begegnen.

OT Laasow – Frau Karin Werschnitzke

Karin Werschnitzke ist seit über drei Jahrzehnten ein tragender Teil des Laasower Heimatvereins und mit ihrer Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft ein Segen für die Dorfgemeinschaft. Bei jeder Pflegeaktion des Heimatvereins ist sie nicht nur dabei, sondern übernimmt zusätzlich die Grabpflege derjenigen Angehörigen, die es zeitweise nicht selbst können. Mit großem Engagement unterstützt sie die Sommer- und Weihnachtsfeiern für die Seniorinnen und Senioren der umliegenden Dörfer, von denen es in Laasow immerhin vier gibt. Seit vielen Jahrzehnten ist sie zudem aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und gestaltet als engagiertes Kirchenmitglied Gottesdienste sorgfältig mit.

Jedes Jahr bepflanzt sie die öffentlichen Blumenschalen an der Bushaltestelle und setzt damit liebevolle Akzente im Ortsbild. Ihr ganzes Leben – ob im Kraftwerk, im Einzelhandel oder zuletzt in der AWO-Tagespflege – ist geprägt von Verlässlichkeit, Ehrlichkeit und einem großen Herzen. Karin Werschnitzke verkörpert gelebte Nächstenliebe – und hat diese Auszeichnung mehr als verdient.

OT Naundorf – Herr Steffen Radehose

Der in Fleißdorf wohnende Steffen Radehose ist ein Mann, der Dorfleben nicht nur miterlebt, sondern aktiv gestaltet. Seit vielen Jahren organisiert er Busausflüge, die sich großer Beliebtheit erfreuen und den Menschen aus Naundorf und Umgebung immer wieder neue, erlebenswerte Ziele eröffnen. Mit Kreativität und Organisationstalent gelingt es ihm, Gemeinschaft zu stiften und besondere Momente zu schaffen.

Wenn im Ort Hilfe gebraucht wird, ist er einer der Ersten, die anpacken. Ob Traktortreffen, die Organisation einer Blaskapelle oder ein spontaner Frühschoppen. Sein Engagement bringt Schwung, Freude und Zusammenhalt in das Dorfleben.

Mit seinem verlässlichen Einsatz und seinem Gespür dafür, Menschen zusammenzubringen, ist Steffen Radehose ein unverzichtbarer Motor des Naundorfer Gemeinwesens.

OT Missen – Herr Karsten Grabitz

Kamerad Karsten Grabitz steht für Leidenschaft, Verantwortung und eine außergewöhnliche Hingabe an die Jugendfeuerwehr. Als Jugendfeuerwehrwart prägt er seit Jahren das Feuerwehrleben der Region und vermittelt jungen Menschen Werte wie Teamgeist, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft. Er trainiert wöchentlich sechs Kinder- und Jugendmannschaften, organisiert Ausflüge und richtet ein jährliches Feuerwehrlager aus.

Schon seit 1993 engagiert er sich zunächst in der Jugendfeuerwehr Raddusch und setzt seit 2019 seine Erfahrung in Missen ein: als Maschinist, Truppführer und in der technischen Hilfeleistung.

Karsten Grabitz bereichert das Dorfleben und hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck bei den Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. Sein Engagement ist ein großes Geschenk – und Anlass für tiefe Dankbarkeit.

OT Ogrosen – Herr Torsten Luge

Kamerad Torsten Luge ist seit seiner Kindheit eng mit der Jugendfeuerwehr Ogrosen verbunden. Er hat sich vom engagierten Nachwuchsmitglied zum erfahrenen Ausbilder entwickelt. Schon früh war er die rechte Hand des Jugendfeuerwehrwartes und übernahm mit 18 Jahren selbst Verantwortung für die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen.

Bis heute prägt er als stellvertretender Ortswehrführer und Ausbilder die Nachwuchsarbeit der Feuerwehr Ogrosen und vermittelt jungen Menschen die Grundlagen eines verlässlichen, kameradschaftlichen Miteinanders.

Torsten Luge verkörpert Beständigkeit im Ehrenamt – jemand, der über Jahrzehnte hinweg Verantwortung übernimmt und damit das Feuerwehrwesen seines Heimatortes entscheidend stärkt.

OT Suschow – Frau Swanhild Neumann

Swanhild Neumann ist eine Frau, die ihr Dorf in vielen Bereichen geprägt hat. Sie verantwortet die Vermietung des Dorfgemeinschaftshauses Suschow, sorgt dort gewissenhaft für Ordnung und Sauberkeit und kümmert sich um das gesamte Objekt mit einer Sorgfalt, die weit über das Übliche hinausgeht.

Darüber hinaus pflegt sie die Bepflanzung am innerorts gelegenen Denkmal und unterstützt aktiv den Heimatverein. Besonders bei unverzichtbaren Fertigkeiten wie dem traditionellen Maibaumflechten, das heute nur noch wenige beherrschen. Mit ihrer Hilfsbereitschaft und ihrem offenen Ohr für die Belange ihrer Mitmenschen ist sie eine wichtige Ansprechpartnerin im Ort.

Swanhild Neumann ist ein Beispiel dafür, wie kontinuierliches Wirken das Gemeinschaftsleben nachhaltig beeinflusst: zuverlässig, engagiert und tief verbunden mit ihrem Dorf.

OT Raddusch – Herr Kay Werban

Kamerad Kay Werban trat 1997 in die Freiwillige Feuerwehr Raddusch ein und erwarb im Laufe der Jahre Qualifikationen als Atemschutzgeräteträger, Maschinist und Truppführer. Von Anfang der 2000er-Jahre bis 2017 prägte er als Jugendwart die Nachwuchsarbeit im Ort nachhaltig.

Mit seiner offenen Art gelang es ihm, viele Kinder und Jugendliche für die Feuerwehr zu begeistern. Unter seiner Leitung nahmen zahlreiche Mannschaften erfolgreich an Wettkämpfen wie dem „Löschangriff Nass“, der „Gruppenstafette“ oder dem „Nachtpokallauf“ in Zinnitz teil. Neben der sportlichen Betreuung organisierte er Zeltlager, Ausflüge und stellte häufig Materialien auf eigene Kosten bereit – eine beeindruckende persönliche Hingabe.

Auch nach der Amtsübergabe bleibt er ein unverzichtbarer Teil der Jugendfeuerwehr und unterstützt weiterhin als Maschinist, Trainer und aktiver Feuerwehrmann die Ortswehr. Kay Werban steht für Einsatzfreude, Verantwortungsbewusstsein und echte Leidenschaft für die Feuerwehrarbeit.

OT Göritz – Frau Gertrud Kutzner

Gertrud Kutzner ist ein Mensch, der ein Stück Dorfgemeinschaft verkörpert. Als Gründungsmitglied des Heimatvereins Göritz ist sie seit 30 Jahren eine tragende Säule des Vereins und war davon 28 Jahre lang stellvertretende Vorsitzende. Ihre Erfahrung und Zuverlässigkeit machen sie bei Arbeitseinsätzen und Veranstaltungen zu einer unverzichtbaren Ansprechpartnerin.

Mit großem Engagement setzte sie sich über Jahrzehnte hinweg für die Bewahrung einer Tradition ein, die weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt ist: die Göritzer Plinse! Darüber hinaus ist sie stets hilfsbereit in der Nachbarschaft, unterstützt bei Erledigungen und hat ein offenes Herz für die Menschen um sie herum.

In diesem Jahr feiert sie ihren 80. Geburtstag – und wir dürfen mit großer Dankbarkeit sagen: Gertrud Kutzner ist ein Vorbild für das Ehrenamt, eine stille Kraft und ein Mensch, der den Ortsteil nachhaltig geprägt hat.

Allen gilt ein herzliches Dankeschön für ihr großartiges Engagement!