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Vetschauer Mitteilungsblatt - Neue Vetschauer Nachrichten (Amtsblatt)
Ausgabe 4/2026
Informationen des Bürgermeisters
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Liebe Vetschauerinnen, liebe Vetschauer,

 

die Natur ist erwacht und der Frühling hat uns inzwischen alle voll im Griff. Eventuell unternehmen Sie bereits die ersten Ausflüge in unserer Heimat.

Wem es nicht vor Ort aufgefallen ist, der hat es sehr wahrscheinlich aus der Presse erfahren. Die Slawenburg Raddusch ist aufgrund eines Insolvenzverfahrens gegen die Slawenburg gGmbH geschlossen. Jetzt fragen sich sicherlich einige, warum wird die Burg nicht durch die Stadt wieder geöffnet und betrieben?

Der Betrieb der Burg inklusive der Ausstellung belastete den städtischen Haushalt in der Vergangenheit enorm. Die an die Ausstellung geknüpften Bedingungen (wie zum Beispiel die Anstellung einer/es Archäologin/en und einer museumspädagogischen Fachkraft) sind mittlerweile finanziell nicht mehr darstellbar. Eine klimatisierte Ausstellung und das Personal, welches die gesamte Infrastruktur der Burg aufrechterhalten müsste, wäre ebenfalls mit einem finanziellem Aufwand in nicht unerheblicher Höhe verbunden. Die genannten Punkte sind nur einige, welche die Stadtverordneten und mich dazu bewegten, einen Beschluss zu fassen, dass die Stadt keine weiteren finanziellen Anstrengungen unternimmt, um die Ausstellung in der Slawenburg zu halten bzw. die Burg zu betreiben.

Hinzu kommt der Fakt, dass die Leihverträge der Ausstellungsstücke am 31.03.2026 ausliefen. Als mit Abstand größter Leihgeber ist hier das Land Brandenburg, genauer gesagt das „Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum (BLDAM)" zu nennen.

Ich habe dem BLDAM gegenüber klar zu verstehen gegeben, dass wir einer Fortführung der Ausstellung grundsätzlich offen gegenüberstehen und wir auch nicht den Beschluss gefasst haben, diese zu schließen. Aber ohne eine, in meinen Augen längst überfällige, Unterstützung werden wir die Ausstellung nicht länger halten können.

Auch wenn wir noch nicht wissen, wie es mit der Ausstellung weitergeht und wann die uns betreffenden Punkte des Insolvenzverfahrens als abgeschlossen betrachtet werden können, prüft die Verwaltung aktuell Varianten einer bevorstehenden Ausschreibung zur Betreibung durch Dritte bzw. einem eventuellen Verkauf der Burg.

Ich kann und möchte es Ihnen gegenüber nicht vertreten, einerseits den Haushalt für einen überwiegend touristischen Hotspot auf das Äußerste auszureizen und andererseits schieben wir das stark sanierungsbedürftige Sommerbad seit vielen Jahren vor uns her.

Apropos Sommerbad: Wir haben die Sanierung/Modernisierung des Sommerbades im, noch durch die Stadtverordneten zu beschließenden, Haushalt 2026/2027 dargestellt und zeitgleich einen Fördermittelantrag beim Bund eingereicht. Nun heißt es Daumen drücken, dass dieser positiv beschieden wird.

Beim Verfassen dieser Zeilen war es schwer hervorzusehen, wie sich die Wetterlage, bezüglich der Genehmigung der traditionellen Osterfeuer, entwickeln wird. Ich hoffe und wünsche es uns allen, dass diese schöne Tradition auch in diesem Jahr durchgeführt werden kann.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien – auch im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – ein frohes Osterfest! Genießen Sie die freie Zeit und bleiben Sie gesund.

Ihr Bürgermeister
Chris Mielchen