die Eröffnung des Freibades fiel sprichwörtlich ins Wasser. Ich konnte die Saison leider nicht mit einem Sprung ins kühle Nass eröffnen, da ich terminlich in Potsdam gebunden war. Hinzu kam das regnerische Wetter. Die Eröffnung des Bades zeigt allen, dass die Hygienekontrolle des Gesundheitsamtes erfolgreich gemeistert wurde und jeder den Aufenthalt im Sommerbad sorgenfrei genießen kann.
Inzwischen hat der langersehnte Sommer das Zepter übernommen.
In den Gärten und auf den Feldern wird und wurde bereits fleißig geerntet. Die zurückliegende Witterung spielte dem Ernteerfolg ordentlich in die Karten.
Genau diese Witterung ließ das Grün sprichwörtlich wuchern und es musste entsprechend zurückgeschnitten werden. Leider gibt es noch immer Bürger/innen, die ihren Grünschnitt in den Wäldern oder auf öffentlichen Grünflächen, in Straßengräben oder an den Ufern der Fließe, Teiche und Seen entsorgen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handeln einige aus Unwissenheit, da sie glauben der Natur mit ihrem Rasenschnitt, Rosenzweigen oder Zierpflanzenresten keinen Schaden zuzufügen. Das ist jedoch ein Irrtum mit teilweise schweren ökologischen Folgen. Dieser Irrtum zwingt uns als Kommune und den Abfallentsorger zum Handeln und das wiederum hat wirtschaftliche Folgen, welche im Endeffekt wieder auf jeden Vetschauer Haushalt umgelegt werden müssen und das kann nicht im Interesse aller sein.
Erfreuliches gibt es bezüglich folgender Projekte zu berichten. Für die Sanierung der stark geschädigten und von Sperrung bedrohten Tartanbahn im Schulkomplex hat die Stadt einen Zuwendungsbescheid erhalten. Die Finanzierung der Maßnahme wird zu knapp 64% aus LEADER-Mitteln gefördert. Am Ende bleibt festzuhalten, dass der städtische Haushalt durch verbleibenden Eigenanteil mit einer nicht geringen 5-stelligen Summe belastet wird.
Ein weiterer Zuwendungsbescheid erreicht uns aus der Staatskanzlei, hier speziell vom Lausitz-Beauftragten des Ministerpräsidenten. Mit diesen Mitteln wird eine Nutzungskonzeptstudie für das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude in Raddusch in Auftrag gegeben. Jetzt fragen sich sicherlich nicht wenige von Ihnen „Warum Raddusch und nicht Vetschau? Es stehen doch beide Gebäude leer.“ Die Antwort ist, dass das Radduscher Bahnhofsgebäude der Stadt gehört, wogegen das Vetschauer Bahnhofsgebäude seit vielen Jahren in privater Hand ist. Es handelt sich tatsächlich um den ersten Zuwendungsbescheid der Staatskanzlei für die Stadt Vetschau/Spreewald und zeigt uns, Vetschau bleibt im Strukturwandel nicht unbeachtet.
Das wahrscheinlich größte Strukturwandelprojekt ist der Ausbau des 2. Gleises. Die zurückliegenden Baumfällungen sind vielen aufgefallen und so weh es auch an der ein oder anderen Stelle tat, es war alles rechtens und genehmigt. Die Schotteraufbereitungsanlage zur Realisierung des Streckenausbaus war in den Planungen der DB zwischen den Ortsteilen Raddusch und Göritz am Göritzer Weg vorgesehen. Diese Anlage hätte, neben der Lärm- und Staubentwicklung durch die Anlage selbst, ein Verkehrsaufkommen von ca. 150 LKW pro Tag durch jeden Ortsteil bedeutet. Ich teilte der Bahn mit, dass diese Belastung weder für die Anwohner/innen der Ortsteile noch für unsere Infrastruktur akzeptabel sei. In der Infoveranstaltung der DB am 16.06.2026 teilte die Bahn daraufhin allen Interessierten mit, dass der Standort der Schotteraufbereitungsanlage überdacht und in das Vetschauer Industriegebiet verlagert wurde. Da im Juli mit dem Bau der Baustellenzufahrtsstraßen und der Erschließung der Baustelleneinrichtungsflächen begonnen werden soll, wird es zeitnah zu erhöhtem Verkehrsaufkommen in den hiervon betroffenen Abschnitten kommen. Laut der DB InfraGO steht weiterhin der feste Zeitplan, im Dezember 2027 das zweite Gleis einhergehend mit der jährlichen Fahrplanumstellung offiziell in Betrieb zu nehmen.
Am Ende möchte ich an die offizielle Eröffnung des Skaterplatzes am 7. Juli und an das Kinderfest am 10. Juli im Sommerbad erinnern.
Ich wünsche allen einen sonnigen Start in die Sommerferien bzw. in die Urlaubssaison!