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Vetschauer Mitteilungsblatt - Neue Vetschauer Nachrichten (Amtsblatt)
Ausgabe 8/2026
Informationen des Bürgermeisters
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Sehr geehrte Vetschauerinnen und Vetschauer,

 

der Juli war ein Monat voller Ereignisse und schöner Veranstaltungen. So fand am 01.07.2026 eine erfolgreiche Informationsveranstaltung zur Wirtschaftsförderung statt. Zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen unterschiedlichster Branchen sowie motivierte Gründer fanden den Weg ins Bürgerhaus. Das Hauptaugenmerk lag auf dem Just Transition Fund (JTF), welcher Gewerbetreibenden eine attraktive Förderung von bis zu 70 % ermöglicht.

Am 04.07.2026 feierten wir den 23. Stadtfeuerwehrtag. Dieser hat uns einmal mehr gezeigt, dass wir dank einer hervorragenden Nachwuchsarbeit zuversichtlich in die Zukunft blicken können.

Auch die Einweihung des neu gestalteten Skaterplatzes am 07.07.2026 war ein voller Erfolg. Die gesamte Grundschule und die Bläserklasse haben sich aktiv am Gelingen des Festes beteiligt. Ein herzlicher Dank gilt allen Kindern sowie den Bürgerinnen und Bürgern, die sich so tatkräftig in dieses Projekt eingebracht haben. Besonders hervorheben möchte ich hierbei Frau Kaden für ihr außerordentliches Engagement und ihre fortlaufende Unterstützung.

Einen längeren Vorlauf benötigte die Gründungsveranstaltung der Bürgerenergiegenossenschaft OSL eG am 08.07.2026. Hier ist aktives Mitmachen ausdrücklich erwünscht! Je mehr Mitglieder sich einbringen, desto erfolgreicher können wir gemeinsame Projekte in Vetschau umsetzen, von denen am Ende sowohl die Genossenschaft als auch unsere gesamte Stadt profitieren.

Am 10.07.2026 konnten wir schließlich – wie versprochen – das Kinderfest im Freibad nachholen. Im Juni tat es mir noch leid, dass das Fest nicht stattfinden konnte, aber das Wetter meinte es gut mit uns. Während es zum eigentlichen Termin teils regnete und relativ kalt war, konnten die Kinder ihr Fest im Juli bei bestem Wetter nachfeiern.

Neben diesen feierlichen Anlässen kam am 02.07.2026 auch die Stadtverordnetenversammlung zu ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause zusammen. Ein Beschluss sorgte für mächtig Sorgenfalten bei den Abgeordneten, denn schließlich musste über die Schließung eines Tores am Friedhof abgestimmt werden. Hier galt es, sensible Interessen sorgfältig gegeneinander abzuwägen. Als Stadt steht für uns der Schutz der Totenruhe an oberster Stelle. Bei aktuell 1.759 belegten Grabstätten (Mehrfachbelegungen sind hierbei nicht betrachtet) müssen wir dafür sorgen, dass der Friedhof ein Ort der Ruhe und des Gedenkens bleibt. Seit langer Zeit wird der Friedhof auch als Abkürzung genutzt. Es pendeln nicht unerheblich viele Menschen über den Friedhof vom Bahnhof kommend oder in Richtung des Bahnhofes zur Wilhelm-Pieck-Straße und das auch direkt über die Grabstätten. Hinzu kommen neben Fahrradtouren über den Friedhof und auch direkt über die Grabstätten, Vandalismus, Grabschändungen, Diebstähle, Gassirunden mit dem Hund und die inzwischen regelmäßigen verbalen Übergriffe gegenüber den städtischen Angestellten, welche dazu angehalten sind, auf das Fehlverhalten und die Friedhofsordnung hinzuweisen. Die Angestellten sahen sich zurückliegend Übergriffen und Androhungen körperlicher Gewalt ausgesetzt. Um diese Dinge zu unterbinden, empfahl die Polizei in einer Stellungnahme, beide Tore im Osten (Wilhelm-Pieck-Straße) und das Tor an der Straße des Friedens zu schließen. Da ich als Bürgermeister verpflichtet bin, die Totenruhe durchzusetzen und meine Mitarbeiter zu schützen, aber natürlich in erster Linie für unsere Einwohner/innen da bin, entschied ich mich dazu eine Beschlussvorlage einzubringen, welche lediglich eine Schließung des Tores an der Straße des Friedens vorsieht. Ich weiß, dass das nicht im Sinne der direkten Anwohner sein kann und es wurde auch lange über den Punkt debattiert, aber schlussendlich haben die Stadtverordneten für die Schließung des Tores gestimmt.

Um jedoch einen möglichst fairen Kompromiss für alle Beteiligten zu finden, werden wir Sitzgelegenheiten an den entsprechenden Wegen auf dem Friedhof schaffen, um den nun längeren Weg zu den Grabstätten etwas zu erleichtern. Zudem arbeiten wir bereits mit Hochdruck daran, ein östlich gelegenes Grundstück zu erwerben. Dort werden wir einen neuen Verbindungsweg von der Straße des Friedens zur Wilhelm-Pieck-Straße anlegen und zusätzliche Parkplätze für PKW schaffen.

Zum Schluss möchte ich noch ein Anliegen aus meiner Bürgersprechstunde im Jugend- und Freizeithaus aufgreifen. Dort wurde der Zustand des Wasserspielplatzes bemängelt. Mittlerweile haben wir eine tolle Lösung gefunden, um den Spielplatz wieder aufzuwerten. Mein herzlicher Dank gilt hierbei dem Förderverein „Hort der Möglichkeiten“ sowie unserem Fachbereich Bau für die gute Zusammenarbeit.

Da sich dieser Rückblick vor allem um vergangene Ereignisse drehte, möchte ich zum Ende den Blick nach vorn richten.

Als erstes möchte ich auf meine nächste Bürgersprechstunde hinweisen. Diese findet in einem neuen, bürgernahen Format am 01.09.2026 direkt im Büro des Bürgermeisters statt und soll künftig einmal im Monat angeboten werden. Genaue Details werden im jeweiligen Mitteilungsblatt folgen.

Und nun etwas sehr Erfreuliches für uns und alle Gäste unserer Stadt. Am Mittwoch, den 19. August 2026, ist es soweit: Die Sperrung der Ortsdurchfahrt Vetschau L54 wird aufgehoben. Das Gesamtprojekt wird nach rund zweijähriger Bauzeit pünktlich abgeschlossen und die Straße im Laufe des Tages wieder für den Verkehr freigegeben.

Mit diesem letzten Punkt komme ich zum Ende und wünsche allen eine schöne Sommer- und Ferienzeit und bleiben Sie gesund!

Ihr Bürgermeister
Chris Mielchen