Das Wetter hätten wir uns „osterfreundlicher“ vorstellen können, doch das war kein Grund zu hadern. Es regnete und schneite, aber nur nachts. Nachmittags, zu den Öffnungszeiten, ließ sich sogar die Sonne sehen. Und gegen die kalte Luft halfen uns die neuen Vereins-T-Shirts und -jacken.
Doch ehe die Ausstellung am Sonnabend, dem 28. März, eröffnet werden konnte, galt es, die sehenswerten Objekte auszuwählen und entsprechend zu präsentieren, was sehr gut gelang. Das bestätigte das gezeigte Interesse der wieder zahlreichen Besucherinnen und Besucher. Aber darin haben die Vereinsmitglieder schon eine gewisse Routine. Die Gäste konnten Schmuckeier und andere österliche Kunstwerke in den verschiedensten Gestaltungen und Ausführungen bewundern. Herausragend: die Eier aus der Sammlung der Familie Porstmann. Nicht zu vergessen die zugehörigen Osterhasen, groß oder klein, aus Holz oder Stroh und anderen Materialien. Unter diesen Exponaten befanden sich nicht wenige Exemplare, entstanden in der Werkstatt von Hofni Mehlhorn. Die Überlassungen aus den beiden in Wildenfels bekannten Familien bildeten einen soliden Grundstock der Ausstellungen auch schon in früheren Jahren.
Nach oder vor der Besichtigung in den oberen Räumen gab es gute Möglichkeiten, sich ein Andenken oder ein kleines Geschenk für Ostern in der unteren Bohlenstube auszusuchen und mitzunehmen. Klöpplerinnen zeigten ihre Handwerkskunst. „De Töpfermaad aus Langebach“ stellten ihre Erzeugnisse vor und boten sie zum Verkauf an. Bilder von Hobbymalerinnen aus unserem Ort schmückten die Wände und Flure. Es ist erstaunlich, was sich bei entsprechendem Geschick und mit viel Fantasie aus ein paar Schrauben, Muttern und Draht für schöne Dinge fertigen lassen.
Doch nicht allein die geschmückten Räume in der Parkschänke zogen die zahlreichen Gäste an. Der legendäre Kuchen, der zu solchen Veranstaltungen von unseren Frauen immer gebacken und verkauft wird, war wieder „in aller Munde“. Die leeren Kuchenbleche am Ender der beiden Tage sprachen Bände. Das Bier war diesmal nicht so gefragt, Passend zu den Temperaturen hielten sich viele Besucher an einer Tasse Glühwein fest.
Und es kamen wieder sehr viele. Nicht nur aus Wildenfels und den zugehörigen Ortsteilen waren sie angereist. Gäste aus Meerane mit Begleitung aus Rostock; Sachsen aus Mittweida, in Baden-Würtenberg lebend; aber auch Besucher aus Oberchrinitz, Kirchberg oder z.B. Vielau hatten sich auf den Weg nach Wildenfels gemacht. Das nehmen wir als einen schönen Beweis für die Strahlkraft von Wildenfels mit seiner lebendigen Parkschänke hinaus in die Region.
Der Erfolg auch dieser Ausstellung mit ihren zahlreichen Angeboten gibt uns Ansporn und Kraft für unsere weitere Arbeit im Heimatverein.
Vielen Dank allen Besuchern und Beteiligten!
Text: Herbert Siebert
Fotos: Rolf Geißler