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Wehlener Rundschau - Mitteilungsblatt der Stadtverwaltung Stadt Wehlen
Ausgabe 7/2026
Amtliche Bekanntmachungen
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Zusatzstoffe zur Aufbereitung des Trinkwassers

Der Wasserzweckverband,,Bastei“ setzt bei der Aufbereitung des Trinkwassers im Wasserwerk „An der Scheibe, 01847 Lohmen, folgende zugelassene Zusatzstoffe ein:

Versorgungsbereich

Zusatzstoff

Verwendungszweck

Lohmen mit Daube, Doberzeit,

Mühlsdorf und Uttewalde

UND

Stadt Wehlen (rechtselbig) mit

Dorf Wehlen und Zeichen

Ø Halbgebrannter Dolomit

(Semidol®)

Ø Calciumcarbonat

(Juraperle)

Ø Partikelentfernung

Ø Entfernung von Eisen und Mangan

Ø pH–Wert-Einstellung

Zur Desinfektion des Trinkwassers wird im Wasserwerk „An der Scheibe“ eine UV-Anlage eingesetzt.

Die Behandlung von Lebensmitteln, also auch von Trinkwasser, mit ultravioletten Strahlen ist ein anerkanntes und praxiserprobtes Verfahren zur Desinfektion. In der öffentlichen Wasserversorgung hat die UV-Bestrahlung zur Desinfektion von Trinkwasser in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Zum Einsatz kommen ausschließlich geprüfte und zertifizierte Geräte, welche einen sicheren und dauerhaften Betrieb gewährleisten.

Wasserhärte im Versorgungsgebiet

Weiterhin möchten wir Sie über die Härte des Trinkwassers im Versorgungsgebiet des Zweckverbandes informie-ren. Mit einer genauen Dosierung des Waschmittels sparen Sie Geld und leisten einen Beitrag zum Umweltschutz. Wir empfehlen, die Angaben der Waschmittelhersteller tatsächlich einzuhalten, denn mehr Waschmittel macht Wäsche weder sauberer und noch weißer, sondern führt nur zu höheren Konzentrationen von Phosphaten und Tensiden im Abwasser.

Nach dem Gesetz über die Umweltverträglichkeit von Wasch- und Reinigungsmitteln (WRMG)*1 werden drei Härtebereiche unterschieden:

Härtebereich

Millimol Calciumcarbonat je Liter

Grad „Deutsche Härte

weich

weniger als 1,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter

Ø kleiner als 8,4°dH

mittel

1,5 bis 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter

Ø 8,4 bis 14°dH

hart

mehr als 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter

Ø größer als 14°dH

Bei der umfassenden Untersuchung des Reinwassers im Wasserwerk „An der Scheibe“ am 29. April 2026 wurde für die Gesamthärte ein Wert von

0,64 mmol pro Liter = 4,0°dH *2 berechnet.

Das Wasser im gesamten Versorgungsbereich des Wasserzweckverbandes,,Bastei“ entspricht somit dem Härtebereich ,,weich“ lt. WRMG.

Wasserhärte - Was ist das?

Wasserhärte ist im Grunde ein Maß dafür, wie viele bestimmte Mineralien – vor allem Calcium und Magnesium – im Wasser gelöst sind. Je mehr dieser Mineralien im Wasser stecken, desto „härter“ ist es. Wenn das Wasser eher arm an diesen Mineralien ist, spricht man von „weichem“ Wasser.

Wasserhärte entsteht im Verlauf der Bodenpassage des Wassers. Wenn Regenwasser durch den Boden und durch verschiedene Gesteinsschichten sickert, löst es winzige Mengen an Mineralien auf und nimmt sie mit. Hartes Wasser enthält im Vergleich zu weichem Wasser mehr Mineralstoffe. Je mehr Kalk im Wasser ist, desto „härter“ ist es.

Weiches Wasser schmeckt neutral und hinterlässt auf Gläsern und Armaturen kaum Ablagerungen.

Hartes Wasser mit einem höheren Gehalt an Mineralien schmeckt demgegenüber markanter. Es führt zu stärkeren Kalkablagerungen in Geräten oder auf Fliesen und Armaturen. Hartes Wasser stellt keinerlei Risiko für Ihre Gesundheit dar.

Gleich ob weich, mittel oder hart – das deutsche Trinkwasser hat eine hervorragende Qualität, die von den Wasserversorgern und Gesundheitsbehörden regelmäßig überprüft wird.

Da Kalzium und Magnesium notwendige Mineralien für den Körper sind, ist eine vollständige Enthärtung des Wassers auch aus gesundheitlichen Gründen weder notwendig noch sinnvoll. Kalzium ist beispielsweise die Grundbausubstanz in Knochen und Zähne und wird für die Reizübertragung im Nervensystem gebraucht. Magnesium spielt eine wichtige Rolle bei der Muskelentspannung.

Die Wasserhärte ist im Grunde genommen nur beim Spülen und Waschen mit Haushaltsgeräten relevant. Sie ist wichtig für die richtige Einstellung der Geschirrspülmaschine und natürlich für die Dosierung der Waschmittel. Hier gilt: je weicher das Wasser ist, desto weniger Waschmittel wird benötigt.

Weitere ausgewählte chemische Parameter

Die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten chemischen Parameter stammen aus den regelmäßigen Unter-suchungen im Wasserwerk „An der Scheibe“ und sind für den gesamten Versorgungsbereich repräsentativ. Zur besseren Einordnung sind den Messwerten die Grenzwerte nach der Trinkwasserverordnung (TrinkwV*3) gegenübergestellt.

Parameter

Einheit

Messwert *2

Grenzwert

nach TrinkwV *3

Calcium

mg/l

20,0

ohne

Magnesium

mg/l

3,39

ohne

Chlorid

mg/l

16

250

Nitrat

mg/l

19

50

Nitrit

mg/l

<0,02

0,10

Sulfat

mg/l

33

250

Kalium

mg/l

1,25

ohne

pH-Wert

--

7,80

6,5 bis 9,5

Zusätzliche Parameter des Trinkwassers können unter der Telefonnummer 03501 461080 erfragt oder während der Öffnungszeiten im Büro eingesehen werden.

Ø

*1 "Wasch- und Reinigungsmittelgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Juli 2013 (BGBl. I S. 2538), das zuletzt durch Artikel 10 Absatz 3 des Gesetzes vom 27. Juli 2021 (BGBl. I S. 3274) geändert worden ist"

Ø

*2 Trinkwasseruntersuchung vom 29. April 2026 im Wasserwerk „An der Scheibe“, Lohmen

Ø

*3 Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinkwasserverordnung – TrinkwV) vom 20.06.2023 (BGBl. 2023 I Nr. 159)

Ø

Weitere Quellen: www.wasserportal.info und BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. und wvgw

Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH