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Weißenfelser Amtsblatt – Amtliches Verkündungsblatt der Stadt Weißenfels
Ausgabe 1/2026
Nichtamtlicher Teil
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Umfrage zu Diskriminierung

Jetzt teilnehmen und anonym über eigene Erfahrungen berichten

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes führt derzeit die bislang größte Studie zu Diskriminierung durch. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Weißenfels Katja Henze ruft Weißenfelserinnen und Weißenfelser auf, sich an der Online-Umfrage zu beteiligen: www.diskriminierung-umfrage.de. Teilnehmen können Personen ab 14 Jahren, die schon einmal Diskriminierung erlebt haben. Die Teilnahme ist anonym. Alle Angaben werden absolut vertraulich behandelt. Die Beantwortung des Fragebogens dauert etwa 30 Minuten. Die Befragung ist auch in einfacher Sprache möglich. Die Umfrage läuft bis zum 28. Februar 2026.

Ziel der Umfrage ist es, Diskriminierung sichtbar zu machen. Dabei ist jeder einzelne Fall und jede Erfahrung wichtig. Denn nur verlässliche Daten und Fakten ermöglichen Veränderungen und konkrete Verbesserungen in Politik und Gesellschaft. In Deutschland erleben viele Menschen im Alltag Situationen, in denen sie unfair behandelt oder benachteiligt werden. Ob am Arbeitsplatz, in der Schule, in der Freizeit, bei Einkäufen oder Restaurantbesuchen, bei der Wohnungssuche oder im Jobcenter – Diskriminierung kann überall vorkommen. Menschen werden zum Beispiel aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Hautfarbe, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Sprache, ihres Alters, ihrer sozialen Herkunft, ihrer Religion, ihres Aussehens oder einer Behinderung diskriminiert. Solche Erfahrungen bleiben aber oft unsichtbar oder werden nicht ernst genommen. Die Umfrage soll sichtbar machen, wie Menschen Diskriminierung in Deutschland erleben.

Das Spektrum an Diskriminierungen ist dabei groß. Es reicht von offensichtlichen Formen, wie sexueller Belästigung, Gewalt, Bedrohung und Beleidigung bis hin zu subtileren Formen wie Ausgrenzung, unangebrachte Kontrolle, Abwertung, Zugangshürden oder Benachteiligungen. Die Befragung wird im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes durchgeführt und von der IMAP GmbH wissenschaftlich begleitet. Bisher haben knapp 11.000 Personen an der Umfrage teilgenommen. Die Ergebnisse werden im Jahr 2027 veröffentlicht.