Sechs Spielplätze wird die Stadt Weißenfels mithilfe von Fördermitteln in diesem und im kommenden Jahr modernisieren. Insgesamt werden mehr als 300.000 Euro investiert. 80 Prozent der Kosten werden aus dem Budget der Lokalen Aktionsgruppe Montanregion Sachsen-Anhalt Süd e.V. finanziert. Die Lokale Aktionsgruppe verfügt über EU-Gelder, welche sie für besonders wichtige Projekte in ihrer Region einsetzen darf. So hat sie beschlossen, einen Teil der ihr zur Verfügung stehenden Fördermittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) für die Spielplätze der Stadt Weißenfels einzusetzen. Fünf Förderzusagen liegen bereits vor. Auch für den verbleibenden Spielplatz wird in den kommenden Tagen der Förderbescheid erwartet. Die Fördergelder werden durch die Europäische Union und durch das Land Sachsen-Anhalt zur Verfügung gestellt und über die Lokale Aktionsgruppe vergeben. Die restlichen Investitionskosten finanziert die Stadt Weißenfels aus Eigenmitteln.
Der Elefantenspielplatz in der Erich-Weinert-Straße sowie die Spielplätze in der Erfurter Straße, in Kleinkorbetha, in Tagewerben Am Wasserturm und in Wengelsdorf in der George-Schlaegel-Straße werden grundhaft saniert. Hinzu kommt der Neubau eines Spielplatzes im Heuweg nahe dem Gelände der ehemaligen Schuhfabrik „Rakete“. Vor Ort baut die Wohnungsgenossenschaft „Kohle Geiseltal“ e. G. mehrere Einfamilienhäuser, die vor allem für junge Familien mit Kindern interessant sind. In der Nähe befinden sich zudem Kitas und Schulen.
Am Elefantenspielplatz in der Erich-Weinert-Straße in Weißenfels-West fiel im Oktober der Startschuss für die grundhafte Sanierung. Mitarbeiter der Stadtwirtschaft haben die alten Spielgeräte zurückgebaut. Bis zum Ende des Jahres wird das Gelände für die neuen Angebote vorbereitet. Im kommenden Jahr werden dann die neuen Spielgeräte aufgebaut, Fallschutzmatten verlegt und das Umfeld aufgewertet. Bis zum Sommerbeginn sollen die Arbeiten abgeschlossen werden.
Im Stadtteil Weißenfels-West leben viele Familien mit Kindern. Zudem befinden sich nahe des Elefantenspielplatzes die Integra-Kindertagesstätte „Kunterbuntes Kinderhaus“, die Albert-Einstein-Grundschule und die Pestalozzi-Schule. Damit sind öffentliche Spiel- und Bewegungsräume stark nachgefragt und erforderlich. Von Anwohnerinnen und Anwohnern wird eine Sanierung des Elefantenspielplatzes schon seit längerer Zeit gewünscht, weil die vorhandenen Spielgeräte verschlissen sind. Außerdem lädt der Erdhügel mit Betonröhre nicht zum Spielen ein und ist bei regnerischem Wetter nicht nutzbar. Die vorhandenen Fallschutzflächen müssen ebenfalls neugestaltet werden.
Seinen Namen hat der Elefantenspielplatz von dem Betonelefanten, der für viele Menschen in Weißenfels einen hohen emotionalen Wert besitzt. Der Betonelefant bleibt deshalb erhalten. Die anderen Elemente des Platzes werden durch neue Spielgeräte ersetzt. Vorgesehen sind ein Rutschturm mit zahlreichen Klettermöglichkeiten, eine Schaukel und eine Nestschaukel. Der Betonelefant bekommt zudem weitere tierische Gefährten. Entsprechend der Pläne werden ein Wipptier mit zwei Sitzen, ein Kleinkarussell und eine Doppelwippe in der Erich-Weinert-Straße aufgebaut. Sitzbänke und Papierkörbe werden auch erneuert oder saniert. Die Stadt Weißenfels bittet um Verständnis, dass während der Bauzeit auf andere Spielplätze ausgewichen werden muss.
Die Stadt Weißenfels rechnet für den Elefantenspielplatz mit Gesamtkosten in Höhe von 60.000 Euro. 80 Prozent der Kosten werden aus dem ELER-Budget der Lokalen Aktionsgruppe Montanregion Sachsen-Anhalt Süd e.V. finanziert (48.000 Euro). Die restlichen Investitionskosten finanziert die Stadt Weißenfels aus Eigenmitteln.