Preisverleihung „Großer Stern des Sports“ 2025: Elke Büdenbender (Ehefrau des Bundespräsidenten), Frank-Walter Steinmeier (Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland), Enrico Rothe (Volks- und Raiffeisenbank Saale-Unstrut), Julia Martin (SV GRÜN-WEISS Langendorf), Marija Kolak (Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)) und Otto Fricke (Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), v.l.n.r.). Bildquelle: BVR / DOSB, Marius Schwarz
„Teamgeist läuft – Leichtathletik verbindet Schulen“ mit diesem Motto ist der SV Grün-Weiß Langendorf am 26. Januar 2026 beim Bundeswettbewerb „Sterne des Sports“ in Berlin an den Start gegangen. Insgesamt 17 Vereine und Initiativen aus ganz Deutschland hatten sich auf Landesebene qualifiziert. Als Sieger ging die Turngemeinde Herford 1860 hervor. Der SV Grün-Weiß Langendorf belegte den vierten Platz. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte im Rahmen einer feierlichen Zeremonie die Initiative des Vereins und überreichte die Urkunde sowie einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro. Den Preis nahmen Enrico Rothe von der Volks- und Raiffeisenbank Saale-Unstrut und Julia Martin vom SV Grün-Weiß Langendorf entgegen.
Der SV Grün-Weiß Langendorf hat mit dem „GWL-Leichtathletik-Pokal für Grundschulen“ ein innovatives Format geschaffen, das Kinder spielerisch an Bewegung, Teamgeist und Vereinsleben heranführt. Beim jährlich stattfindenden Wettkampf im Stadion Weißenfels treten Grundschulteams in altersgerechten Disziplinen wie Hindernissprint, Biathlonstaffel oder Drehwurf gegeneinander an. „Dabei stehen Spaß, Fairness und Miteinander ganz klar im Mittelpunkt. Eltern, Lehrkräfte und Vereinsmitglieder wirken aktiv bei Organisation und Betreuung mit, wodurch obendrein ein starkes Gemeinschaftsgefühl entsteht“, sagte der 1. Vereinsvorsitzende Ralph Günther. „Die Initiative fördert Bewegung, Selbstvertrauen und soziale Teilhabe und stärkt darüber hinaus die Verbindung zwischen Schule, Familie und Verein.“ Nicht zuletzt dient sie als vorbildliches Modell, wie niedrigschwelliger Kindersport im ländlichen Raum Begeisterung für Leichtathletik und Vereinsengagement wecken kann. Das Engagement wird begleitet von der Volks- und Raiffeisenbank Saale-Unstrut
„Ich bin sehr stolz auf Grün-Weiß Langendorf“, sagte Oberbürgermeister Martin Papke, der ursprünglich bei der Veranstaltung in Berlin dabei sein wollte, aufgrund des starken Schneefalls aber nicht anreisen konnte und die Preisverleihung deshalb live im Internet verfolgte. „Es ist eine unglaubliche Vereinsleistung, dass der SV Grün-Weiß Langendorf für Kinder, Jugendliche und Erwachsene so viele verschiedene Angebote im Breitensport bereithält. Ich freue mich sehr, dass dieses ehrenamtliche Engagement nun mit den Sternen des Sports gewürdigt wurde. Jede Minute, die Kinder nicht am Handy sitzen, ist eine gewonnene Minute für unsere Gesellschaft. Und dazu trägt Grün-Weiß Langendorf maßgeblich in unserer Stadt bei“, sagte Martin Papke.
Mit dem Wettbewerb „Sterne des Sports“ wird seit dem Jahr 2004 gesellschaftliches Engagement von Sportvereinen belohnt. Der Deutsche Olympische Sportbund und die Volksbanken Raiffeisenbanken würdigen damit außergewöhnliche gesellschaftliche Aktivitäten der Vereine. Es ist Deutschlands bedeutendste Auszeichnung in diesem Bereich. Bisher flossen tausenden Projekten insgesamt mehr als 9,5 Millionen Euro an Fördermitteln zu. Zum 22. Mal wurden in diesem Jahr nachahmenswerte Initiativen aus Bereichen wie Bildung und Qualifikation, Digitalisierung, Demokratieförderung, Ehrenamtsförderung, Gesundheit und Prävention, Gleichstellung und Diversität, Integration und Inklusion, Kinder- und Jugendförderung, Klimaschutz sowie Vereinsmanagement und -entwicklung bei den „Sternen des Sports“ ausgezeichnet.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte im Rahmen der Veranstaltung: „All die großen Stars sind nicht vom Himmel gefallen, sie kommen aus vielen kleinen, oft ehrenamtlich geführten Vereinen. Deshalb muss uns bewusst sein: Ohne diese ehrenamtliche Arbeit, ohne dieses Engagement ginge gar nichts in Deutschland. Oder wie wir bei dieser Gelegenheit so oft sagen: ohne Breite keine Spitze. Ich liebe die ‚Sterne des Sports‘ auch deshalb so, weil es einmal im Jahr die große Gelegenheit gibt, unsere Würdigung und Anerkennung für die vielen Ehrenamtlichen auszudrücken und danke zu sagen.“
Den ersten Platz des diesjährigen Bundeswettbewerbs „Sterne des Sports“ belegte die Turngemeinde Herford 1860. Auf Platz zwei und drei landeten die VfB Eilenburg und der MTV Stuttgart 1843. Der Publikumspreis ging an den VfL Rastede. Darüber hinaus gab es 14 Viertplatzierte.