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Weißenfelser Amtsblatt – Amtliches Verkündungsblatt der Stadt Weißenfels
Ausgabe 3/2026
Nichtamtlicher Teil
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Neue Bilder für das Museum Weißenfels

Aus dem Nachlass Wilfried Schreiers stammt das Ölgemälde „Institut für die lederverarbeitende Industrie“. Seine Erben übergaben es am 27. Februar 2026 an das Museum Weißenfels. Zugegen waren Kulturamtsleiter Christian Endt, Tochter Monika Ulbricht, Sohn Matthias Schreier, Tochter Bettina Löser, Tochter Regina Köberle und Museumsleiter Manuel Schwarz (v.l.n.r.).

„Zug der Vertriebenen“ ist der Titel des zweiten geschenkten Gemäldes. Es entstand vor 2006 und wurde von der Erbin Bettina Löser übergeben. Bildquelle beider Bilder des Artikels: Stadt Weißenfels

Die Erben Wilfried Schreiers übergeben zwei Ölgemälde

Aus dem Nachlass des Weißenfelser Ehrenbürgers Wilfried Schreier erhielt das Museum Weißenfels zwei Ölgemälde. Die Bilder übergaben die Töchter Bettina Löser und Regina Köberle im Beisein der dritten Tochter Monika Ulbricht und des Sohns Matthias Schreier am 27. Februar 2026 an Kulturamtsleiter Christian Endt und Museumsleiter Manuel Schwarz.

Christian Endt bedankte sich bei der Übergabe: „Wilfried Schreier war unserem Museum immer gewogen. Er hat die Gemälde bei dem verstorbenen Weißenfelser Künstler Jürgen Lorenz in Auftrag gegeben. Sie halten wichtige Ereignisse seines bewegten und beeindruckenden Lebens fest. Die Gemälde sind daher für das Museum und die Stadt Weißenfels eine immense Bereicherung. Wir werden sie nicht nur sicher verwahren, sondern auch mittelfristig mit anderen Schenkungsstücken in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentieren.“

Das kleinere, 70 Zentimeter breite und 80 Zentimeter hohe Bild zeigt das Institut für Lederverarbeitung in Weißenfels, wo Wilfried Schreier über lange Jahre arbeitete. Erbin Bettina Löser schenkte es dem Museum.

„Zug der Vertriebenen“ ist der Titel des zweiten Kunstwerks, übergeben wurde es von Regina Köberle. Das 116 Zentimeter breite und 86 Zentimeter hohe Ölgemälde erinnert an die Geschehnisse nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs auf dem Gebiet der damaligen Tschechoslowakei. „Mein Vater wurde 1931 in dem böhmischen Grenzdorf Görsdorf im damaligen Kreis Reichenberg geboren“, sagte Matthias Schreier bei der Übergabe. „Er kam im Spätsommer 1945 nach Merseburg und 1956 nach Weißenfels.“

Wilfried Schreier war seit dem Jahr 2018 Ehrenbürger der Stadt Weißenfels. Der Schuhmachermeister und Fachingenieur setzte während seiner beruflichen Laufbahn jahrzehntelang international anerkannte Akzente in der Schuhherstellung und nach seiner Pensionierung bei der Dokumentation der Weißenfelser Schuhindustrie. Er starb am 25. Oktober 2025 im Alter von 94 Jahren in der Saalestadt.

Text: Anke Fey/Stadt Weißenfels