Wie schon in der letzten Ausgabe angekündigt, möchte ich Sie auch in dieser Ausgabe wieder auf eine der derzeit gängigen Betrugsmaschen hinweisen und sensibilisieren.
„Falscher Polizist"
Wie funktioniert die Betrugsmasche?
Am Telefon geben sich Betrüger als Polizeibeamte aus und berichten von Einbrüchen in der Nachbarschaft oder anderen Straftaten. Man habe bei den festgenommenen Tätern eine Liste mit weiteren Einbruchszielen gefunden. Darunter sei auch Ihr Name gewesen. Der angebliche Polizist setzt Sie in Kenntnis, dass Sie möglicherweise das nächste Opfer eines Einbruchs werden könnten.
Der Anrufer kündigt im weiteren Verlauf an, ein Polizeikollege werde vorbeikommen (meist in Zivilkleidung), der Ihr Geld, Ihren Schmuck und andere Wertsachen abholt und zu Ihrer angeblichen Sicherheit auf das Revier bringt. Es kommt auch vor, dass die Betrüger Sie bitten, das Geld an einem öffentlichen Ort zur Abholung zu hinterlegen oder einem Kurier zu übergeben.
Ist Ihr Vermögen bei der Bank deponiert, versuchen die Betrüger, Ihnen glaubhaft zu machen, die Bankmitarbeiter seien korrupt und würden mit den Tätern zusammenarbeiten. In diesem Fall sollen Sie Geld und Wertsachen bei Ihrem Geldinstitut abholen und dem angeblichen Polizisten zur kurzzeitigen Verwahrung aushändigen.
Bei dieser Betrugsmasche nutzen die Täter eine spezielle Technik, bei der auf der Telefonanzeige die Polizei-Notrufnummer 110 oder eine andere örtliche Telefonnummer angezeigt wird.
Welche Tricks wenden die Täter an?
- Mit gefälschten Identitäten geben sich die Betrüger z. B. als Polizisten, Staatsanwälte oder Notare aus und missbrauchen somit das Vertrauen in echte Amtspersonen.
- Die Täter nutzen eine spezielle Technik, bei der auf der Telefonanzeige die Polizei-Notrufnummer 110 oder eine andere örtliche Telefonnummer angezeigt wird.
- Die Täter setzen ihre Opfer unter Druck: Unter dem Vorwand, es würde sich um ein geheimes Ermittlungsverfahren handeln, verpflichten die Betrüger ihre Opfer zu höchster Verschwiegenheit. Damit wollen sie verhindern, dass sie weder Angehörige noch die echte Polizei kontaktieren.
- Die Täter halten Betroffene möglichst lange und bis zur Geldübergabe am Telefon, damit sie keine Möglichkeit haben, Kontakt zu Angehörigen oder der echten Polizei aufzunehmen.
Woran erkenne ich einen Betrugsversuch?
- Die Polizei ruft niemals unter der 110 an.
- Die Polizei befragt Sie am Telefon niemals nach Bargeld oder Wertgegenständen, die Sie zu Hause oder auf der Bank haben, auch nicht im Rahmen von dringenden Ermittlungen.
- Die Polizei nimmt niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertsachen zur Aufbewahrung entgegen.
Wie schütze ich mich?
- Geben Sie am Telefon keine Auskünfte über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Beenden Sie im Zweifelsfall das Telefonat.
- Fordern Sie von angeblichen Polizisten oder anderen Amtspersonen den Dienstausweis.
- Sprechen Sie mit Angehörigen oder Nachbarn, wenn Sie einen solchen Anruf bekommen.
- Verständigen Sie im Verdachtsfall die Polizei. Aber nutzen Sie nicht die Rückruftaste, sonst kommen Sie wieder bei den Tätern raus. Wählen Sie stattdessen selbst die 110.
Bleiben Sie wachsam ...
Für eventuelle Rückfragen bin ich wie folgt zu erreichen:
| Polizeirevier Oschatz | 03435 650251 |
| Polizeistandort Wermsdorf | 034364 88380 |
| Mobil | 0173 9618777 |
Ihr Bürgerpolizist Olaf Oehme