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Amtsblatt der Gemeinde Weischlitz
Ausgabe 7/2026
Nichtamtliche Bekanntmachungen
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Schaum im Gewässer – was ist da los?

Eine natürliche Schaumbildung kommt beispielsweise bei Bächen aus Moorgebieten wie hier im Erzgebirge vor und ist nicht bedenklich.

Bei einem Spaziergang in der Natur - der Weg führt am Bach entlang - kann man manchmal eine Schaumbildung auf dem Wasser entdecken. Nach einem kleinen Absturz oder zwischen den Pflanzen am Ufer schwimmt der Schaum auf dem Wasser. Ist das nun eine Verschmutzung oder doch natürlich und damit völlig harmlos?

 

 

Tatsächlich können die Ursachen für Schaumbildung sowohl natürlich, als auch künstlich sein. Natürlicher Schaum kann beispielsweise auf Algen, Laub oder Fischlaich zurückgehen. Dieser Schaum ist weiß bis gelblich-bräunlich. Man erkennt ihn vor allem an seinem erdigen oder fischigen Geruch. Er ist sehr stabil und kann sich kilometerlang halten. Deshalb findet man hier auch oft keinen klaren Ursprung. Bei Turbulenzen, etwa nach Abstürzen, kann eine Häufung auftreten.

Künstlicher Schaum hat seinen Ursprung dagegen in geklärtem Abwasser oder zum Beispiel durch den Eintrag von Tensiden oder Gülle. Er ist in der Regel glänzend weiß, reflektiert Regenbögen und riecht entweder chemisch nach Parfum oder nach Gülle und Jauche. Oft gibt es einen klaren Anfang an einer Einleitstelle. Künstlicher Schaum ist nicht sehr stabil, zerfällt schnell und nimmt daher flussabwärts schnell ab.

Wenn Sie beim nächsten Spaziergang auf einem Gewässer also Schaum entdecken, können Sie nun abschätzen, ob der Schaum natürlichen oder künstlichen Ursprungs ist. Allerdings kann auch eine Mischung vorliegen.

Bei dem Verdacht einer Verunreinigung, können Sie diese gerne an ihre zuständige untere Wasserbehörde melden.

Dieser Text entstand in Zusammenarbeit der Fachberaterinnen und Fachberater Gewässer des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie und der unteren Wasserbehörde des Landkreises.