Immer wieder kommt die Frage auf, wie man mehrere Igel, die einen Garten oder eine Futterstelle besuchen, voneinander unterscheiden kann. Gerade wenn regelmäßig mehrere Stachler unterwegs sind, ist der Wunsch natürlich verständlich, zu wissen, „wer“ gerade zum Fressen kommt.
Trotzdem gilt: Freilebende Igel sollten nicht selbst mit Farbe markiert werden.
Der Igel ist ein Wildtier und sollte möglichst natürlich und unberührt bleiben. Eine farbliche Markierung kann das Tier wegen der Farbverträglichkeit und der Beeinträchtigung seiner natürlichen Tarnung unnötigen Risiken aussetzen.
Es gibt ganz einfache und schonende Möglichkeiten:
* Fotos vom Tier machen * Größe und Gewicht vergleichen * auf besondere Merkmale an Gesicht, Stacheln oder Fell achten * individuelle Besonderheiten beobachten.
Gerade bei regelmäßigen Besuchern stellt man oft schnell fest, dass jeder Igel seine ganz eigenen Merkmale hat.
Eine fachgerechte Kennzeichnung kann in bestimmten Situationen beispielsweise im Rahmen der wissenschaftlichen Forschung oder professionellen Igelpflege erfolgen.
Deshalb die Bitte an alle, die sich um unsere kleinen Stachler kümmern:
Lasst die Igel so natürlich wie möglich und verzichtet auf selbst vorgenommene Farbmarkierungen.
Es geht einfach darum dafür zu sorgen, dass unsere kleinen Wildtiere möglichst unbeschadet und natürlich durch unsere Gärten streifen können. Auch Mähroboter können für Igel zur großen Gefahr werden. Deshalb sollten sie mit beginnender Dämmerung bis mindestens 9 Uhr morgens nicht betrieben werden. Die Stadt Leipzig hat dazu eine Allgemeinverfügung erlassen, die am 19. April 2025 in Kraft getreten ist.
Der Ortschaftsrat Lindenthal freut sich über jeden Menschen, der den Tieren Gutes tun möchte. Egal ob Vogelfutter im Winter oder Wasserschalen im Sommer, wir bitten um das Einhalten von Hinweisen von Fachleuten. Vielen Dank.