Und das Jahr ging schon gut los. Der BVL-Vortrag „Waldbau in mitten einer Großstadt“ fand großen Anklang. 16 interessierte Zuhörer erhielten von Martin Opitz, unseren zuständigen Stadtförster, interessante Details zu unserem Stadtwald und zur gesamten Struktur der Abteilung Stadtforsten. 2108 ha Holzbodenflächen plus 300 ha. Wiesen und Weiden innerstädtisch und nochmals 260 ha außerhalb der Stadtgrenze wie das Plaußiger Wäldchen und der Staditzwald umfassen das Bearbeitungsgebiet. Von der hoheitlichen Aufsicht und der forsttechnischen Betriebsleitung über die Bewirtschaftung und Verwaltung, der Verkehrssicherung, der Jagd und der Unterhaltung von Wildgehegen, der Mitarbeit an wiss. Projekten bis zur Waldpädagogischen Arbeit umfasst das Arbeitsgebiet des Stadtforsten. Kerngebiete sind unter anderem die Waldentwicklung und Verjüngung des Waldes. Auch hier gilt die Feststellung : Der Klimawandel erfordert neue Wege für den Waldbau. Schon seit Jahren wird die Waldgesundheit durch Monitoring erfasst und entsprechende Maßnahmen daraus abgeleitet. Hier besteht die gleiche Problematik wie in der Landwirtschaft, nur ist der Leistungszeitraum sehr unterschiedlich, der Landwirt rechnet jährlich, der Forstwirt rechnet mindestens in Dekaden und einer Weitsicht von 30 Jahren. Neue Gegebenheiten bringen neue Erkenntnisse und erfordern neue Maßnahmen. Es wird nicht mehr lange dauern, dann sind die Amphibien wieder unterwegs. Deshalb wird am 14.02. ab 10.00 Uhr die Amphibienleiteinrichtung in der Alten Theklaer Straße/ Portitzmühlweg gesäubert und freigeschnitten. Helfer sind herzlich willkommen. Als nächste Aktion werden dann in guter Tradition am 21.02. mit Beginn 9.30 Uhr in den Parthewiesen die Kopfweiden geschnitten. Achtung – dieser Termin wurde ursprünglich vom 28.02. vorverlegt. Hier werden wieder fleißige Helfer gebraucht und das Schnittgut kann zu Bastelzwecken mitgenommen werden.
Und am 24.02. 17.00 Uhr setzen wir im Gemeindehaus Plaußig unsere Vortragsreihe mit dem Titel „Bienenhype aus Sicht des Imkers“ fort. Unser Berufsimker Richard Beer wird interessante Details zur Imkerei erzählen und das gesamte Spektrum der Wild- und Honigbienen beleuchten.
In guter Nachbarschaftshilfe wird vom BVL ein Baumschnittseminar in Naundorf durchgeführt. Hier hat eine Dorfgemeinschaft viele Obstbäume gepflanzt und in Form einer Lehrvorführung wird der Baumschnitt erklärt und praktisch ausgeführt. Beunruhigend ist das Ergebnis der Zählung zur „Stunde der Wintervögel“. Erfreulich war die Beteiligung. 20% mehr Menschen haben sich daran beteiligt, was von großem Interesse zeugt. Leider war ein deutlicher Negativtrend in der Vogelanzahl zu verzeichnen. Mit durchschnittlich 32 gesichteten Vögeln pro Garten wurde ein Tiefstand erreicht. 2011 waren es noch 46 Vögel pro Garten. Dieser Abwärtstrend lässt sich seit vielen Jahren beobachten. Besonders ist der Rückgang der beiden Spatzenarten war auffällig. 15 % weniger Haussperlinge, 10 % weniger Feldsperlinge im Vergleich zum Vorjahr. Trotzdem bleibt der Spatz Spitzenreiter als am häufigsten gesichteter Vogel. Ein leichtes Plus war bei den Meisen zu verzeichnen.
Und bei den Störchen ist nach dem Rekordjahr 2024 das Jahr 2025 etwas wechselhafter gewesen. Die früh brütenden Störche litten im kalten und trockenen Frühjahr unter Nahrungsmangel, was zu Abwürfen von Nestlingen geführt hat. Insgesamt haben sich aber mehr Paare als im Vorjahr niedergelassen, und es gab Neuansiedlungen, was sehr erfreulich ist. Freuen wir uns auf gutes Ankommen unseres Storchenpaares in Plaußig.
Bericht : Steffen Wagner — 01.02.26