Gustav II. Adolf Wasa
Gebet vor der Schlacht bei Breitenfeld am 17.September 1631
Schlacht bei Breitenfeld 1631
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Aufbahrung des Königs in Lützen, Leipzig und hier im Bikd in Eilenburg
Breitenfeld 1631
Lennard Torstenson
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Leipzig-Belagerung 1642
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Sturm auf Möckern
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Unser mitteldeutscher Raum mit seinen weiten Ebenen und baumlosen Äckern scheint wie geschaffen für Aufmärsche ganzer Armeen und weltberühmte Schlachten zu sein, die die Weltgeschichte veränderten.
Über diesen längsten und grausamsten Krieg der Neuzeit sind in den letzten 400 Jahren unzählige Bücher geschrieben und Gemälde entstanden. Wir begrenzen uns auf das Geschehen bei Lindenthal und Breitenfeld.
Gustav II. Adolf Wasa startete seine Invasion auf Mitteleuropa 1630 mit der Landung auf Usedom. Er wollte der selbsternannte Retter des Protestantismus sein und verfolgte den kaiserlichen Generalissimo Johann Tilly den Plünderer von Magdeburg, bis vor die Tore Leipzigs.
Hier vereinigten sich die Schweden mit dem sächsischen Heer unter Kurfürst Johann Georg I.
Schlacht bei Breitenfeld 1631, Pieter Snayers, Öl auf Leinwand 1666
Sie sehen es schon, an Schlachtengemälden gab es keinen Mangel.
Die Schweden und Sachsen waren mit Schlachtbeginn in der Mittagszeit im Nachteil, denn sie hatten die Sonne und einen staubigen Südwind von vorn.
Die Sachsen schwächelten gegen die gepanzerte Pappenheimer Reiterei. Gustav Adolf hatte sich damals als großer Feldherr erwiesen und den Ausgang der Schlacht am Abend für sich entschieden. Der schwer verwundete General Tilly flüchtete mit den Resten seiner Reiter durch den Lindenthaler Wald.
Das Schicksal nahm seinen Lauf und nach Schlachten in Süddeutschland traf Gustav Adolf am 16. November 1632 auf die katholische Liga unter Fürst Wallenstein. Die Schlacht endete unentschieden mit großen Verlusten auf beiden Seiten und dem Tod des schwedischen Königs und des berühmten Reitergenerals von Pappenheim.
Aufbahrung des Königs in Lützen, Leipzig und hier im Bild in Eilenburg. Die Rückführung des Königs nach Schweden hat ein Jahr gedauert. Breitenfeld
Die Verwundungen Tillys bei Breitenfeld und wenig später bei Bamberg waren so schwer, dass er daran starb.
Das schwedische Heer zog unter dem neuen Oberbefehlshaber Torstenson nach der Schlacht bei Lützen durch Sachsen, Schlesien und Süddeutschland. Er kämpfte gegen die vereinigten kaiserlichen Truppen und plünderte alle Städte auf seinem Weg. Sein Heer bestand in den folgenden Jahren überwiegend aus europäischen Söldnern und die Sachsen waren jetzt seine unterlegenen Gegner.
Im Oktober 1642 belagert das schwedische Heer die militärische Hochburg Leipzig. Die Stadt hatte damals 15 000 Einwohner und war stark befestigt.
Von Norden nähert sich das Heer der katholischen Liga, sodass Torstenson am 02.November 1642 die Belagerung abbrach und in einer geeigneten Stellung außerhalb Breitenfelds mit 20 000 Mann und 70 Geschützen den Angriff erwartet.
Die kaiserlichen Truppen waren in der Anzahl mit Mannschaft und Kanonen überlegen. Sie wurden jedoch noch im Anmarsch am frühen Morgen bereits von Torstenson angegriffen. Der Sieg und 5000 gefangene kaiserliche Söldner gingen an die Schweden.
Torstenson nahm unverzüglich die Belagerung Leipzigs wieder auf.
Nachdem die halbe Pleißenburg zerschossen war, wurde am 07.Dezember 1642 die Stadt gestürmt. Leipzig kaufte sich mit 150 000 Reichstalern von einer Plünderung frei. Die Stadt blieb bis 1650 von Schweden besetzt. Erst als Kurfürst Georg I. 1 Mio Reichtaler bezahlt hatte, zogen die Schweden am 30. Juni 1650 endgültig ab.
Schweden hat im 30Jährigen Krieg einen König verloren, Sachsen 8 Jahre besetzt, Millionen deutsche Schutzgelder erpresst und die deutschen Ostseehäfen über 150 Jahre lang annektiert. Aktuelle historische Einordnungen sprechen jetzt von einer Verklärung der Schweden als Glaubensretter.
Die Völkerschlacht „Schlacht bei Möckern“ 16. Oktober 1813
Wir schauen auf die Tage vor der Entscheidungsschlacht. Zwei Armeen marschierten auf den Leipziger Norden zu und die französische Armee zog sich zur Frontverkürzung auf Leipzig zurück.
Die schlesische Armee mit über 100 000 Mann Preußen und Russen unter Fürst von Blücher bezog in einem Bogen von Wahren über Lindenthal bis zum Friedhof bei Breitenfeld Stellung.
Die Nordarmee unter dem Oberkommando des schwedischen Kronprinzen Karl Johann (ehem. der französische Marschall Bernadotte) stellte sich gestaffelt von Breitenfeld bis Schönefeld auf. Seine 125 000 Mann-Truppe bestand aus Preußen, Russen, Schweden und einer britische Raketentruppe. Der Kronprinz übernachtete Im Schloss Breitenfeld und empfing dort am Vorabend der Schlacht von Blücher zur Absprache des Angriffes.
Blücher speist und übernachtete in der Schmiede Lindenthal und leitete am nächsten Morgen den Sturm auf Möckern von der hölzernen Bockwindmühle an der Landsberger Straße.
Aquarell von Heinrich Geißler, 1815
Breitenfelder und Lindenthaler hatten weniger unter der Besatzung zu leiden, da die Oberkommandierenden darüber wachten, dass das Proviant und Pferdefutter für die Truppen bezahlt wurde.
Die Völkerschlacht (größte Schlacht der Neuzeit) mit über 600 000 Soldaten nahm für die Verbündeten einen glücklichen Ausgang und für Napoleon mit den Resten seiner Grand Armada ließ man den Fluchtweg nach Westen offen.
Bereits am 19. Oktober fand auf dem Leipziger Markt die Siegesparade statt.
Im Bilderbogen ging es in dieser Folge sehr martialisch also kriegerisch, kämpferisch oder gewalttätig zu. Neue Einordnungen wurden berücksichtigt.
Die 3. Folge „Breitenfeld“ beginnt mit der Bodenreform, zeigt das Kulturhaus und die Entwicklung über MAS, MTS, LPG zum größten Neubauerndorf Sachsens.
Bitte nicht vergessen; die historischen Fotos von Breitenfeld!
Roland Busse, Zum Wald 16, Lindenthal, mail. ines.roland@arcor.de