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Gemeindebote - Mitteilungsblatt für die Ortsteile
Ausgabe 6/2026
Ortsteil Wiederitzsch
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"L'Chaim-Auf das Leben" 124. Rathauskonzert des Kunst-und Heimatvereins

Küf Kaufmann (sitzend links) und die Gruppe „Klangprojekt“ vermitteln eindrucksvoll Stimmung und Klangvielfalt der Stadt Jerusalem: Dr. Thomas Feist (stehend links), Thomas Kempe (Mitte), Andreas Schemmel (rechts)

Küf Kaufmanns berührt mit seinen Texten facettenreich des Lebens in Jerusalem

Küf Kaufmann, mal nachdenklich mal humorvoll

 

"L'Chaim-Auf das Leben" - 124. Rathauskonzert des Kunst- und Heimatvereins

 

 

 

Zum ersten Mal in der Geschichte der Rathauskonzerte in Wiederitzsch ertönte durchdringend das Schofarhorn und rief zum Hinhören auf, forderte Aufmerksamkeit.

Küf Kaufmann, der Vorsitzende der Israelitischen Religionsgemeinde in Leipzig, Autor und Regisseur sowie das Trio „Klangprojekt“ entführten die Zuhörer mit ihrem außergewöhnlichen Bühnenprogramm in die Wunsch-und Lieblingsstadt aller Juden, nach Jerusalem.

Dort treffen sich nicht nur Juden, auch Christen, Buddhisten, Individualisten, Touristen, Juristen, Anästhesisten..., um nur wahlweise und ungeordnet aus einem der zwar von tiefer Sehnsucht geprägten, aber durch humorvoll angeordnete Reimwörter eher zum Schmunzeln anregenden Texte Küf Kaufmanns zu zitieren.

Seine jiddische Aussprache verlieh den Gedichten einen besonderen, liebevollen Glanz.

Das Trio „Klangprojekt“ umrahmte und verband die literarischen Kostproben durch kurze Moderationen, aber vor allem geschickte Improvisationen auf zahlreichen, verschiedenen, mehr oder weniger bekannten Instrumenten mit so viel überströmender Freude und scheinbarer Leichtigkeit, dass man einfach angeregt wurde, mit Füßen oder dem Körper den Rhythmus aufzunehmen. Insbesondere beim geschickt eingebundenen Swing- und Musicaltitel „Bei mir bistu shein“!

Dr. Thomas Feist, ein Wiederitzscher, Beauftragter für das jüdische Leben in Sachsen,spielt im Programm nicht nur am Keyboard, sondern war mit allerlei Klangkörpern unterwegs im Publikumsraum.

Thomas Kempe, studierter Instrumentalist, Lehrer und Musiktherapeut, begeisterte vor allem mit Klängen auf Blasinstrumenten, besonders des schwer zu spielenden Schofar-Widderhorns, das Publikum.

Der grandiose Drummer, Andreas Schemmel,brachte ein breites Spektrum an Schlag-und Perkussionsinstrumenten ins Spiel, darunter auch Didgeridoo und Schlitztrommel.

Die 60 Minuten vergingen wie im Fluge.

Auf Küf Kaufmanns optimistischen Schluss: „Im nächsten Jahr, im nächsten Jahr, sobald wir hören das Schofar – im nächsten Jahr ich komme heim. Wir sehen uns Yerushalaim!“ folgte ein langanhaltender und Dankbarkeit ausdrückender Beifall aller Anwesenden.

„Baruch Hashem“ -Gott sei Dank- hatte der Kunst- und Heimatverein diesen musikalisch-literarischen Abend in sein Jahresprogramm aufgenommen.

Shalom!

A. Braun, Pressewart

Bevor der Verein eine hoffentlich für alle erholsame Sommerpause einlegt, findet am 10. Juni 2026 um 19 Uhr im Neuen Saal die erste Zusammenkunft für die Novemberveranstaltung „Wiederitzsch feiert“ statt.

Alle Vereine und Personen, die ihre Mitarbeit ermöglichen können, sind dazu herzlich eingeladen.

Der Vorstand