Nach 4 Wochen Sommerpause hat die Bibliothek Wiederitzsch seit dem 24.8.2026 wieder regulär für Sie geöffnet. Das Team der Bibliothek hat die Sommerzeit intensiv genutzt, um neue Medien zu sichten und kehrt mit interessanten Buchempfehlungen im Gepäck zurück. Zwei davon möchten wir Ihnen ganz besonders ans Herz legen. Damit und mit vielen anderen fesselnden Neuerscheinungen starten wir in eine spannende spätsommerliche Lesezeit.
Libby Page: „Das Jahr voller Bücher und Wunder“
Nachdem Mathilda ihre große Liebe Joe durch eine schwere Krankheit verloren hat, ist ihr Leben aus den Fugen geraten. Für sie scheint die Zeit seit seinem Tod stehen geblieben zu sein. Früher gehörte das Lesen zu ihren größten Leidenschaften, doch seit Joe’s Erkrankung hat sie kein einziges Buch mehr aufgeschlagen. An ihrem Geburtstag erreicht Mathilda ein unerwarteter Anruf. Buchhändler Alfie teilt ihr mit, dass eine Bestellung für sie bereitliegt. In der Buchhandlung erfährt sie, dass Joe vor seinem Tod eine besondere Überraschung für sie vorbereitet hat: Für jeden Monat des ersten Jahres nach seinem Tod hat er ein Buch ausgewählt, das Mathilda dabei helfen soll, Schritt für Schritt wieder Freude am Leben zu finden. Seine Auswahl ist ebenso vielfältig wie durchdacht und reicht von einem Kochbuch über Gedichte und Reisegeschichten bis hin zu einem Kinderbuch. Je mehr sie sich auf dieses ungewöhnliche Vermächtnis einlässt, desto mehr verändert sich ihr Alltag. Vor ihr liegt ein Jahr voller neuer Erfahrungen, unerwarteter Begegnungen und wertvoller Erkenntnisse, die ihr zeigen, dass selbst nach einem schweren Verlust ein neuer Anfang möglich ist. Ein Buch, das tröstet, verbindet und Hoffnung schenkt.
Francesca Giannone: Die Briefträgerin
Lizzanello, ein beschauliches Dorf, in dem sich alle kennen: Als Anna und Carlo hier 1934 frisch vermählt mit dem Bus aus dem Norden eintreffen, freut sich Carlo, endlich zurück in seiner Heimat zu sein. Anna hat es allerdings als selbstbewusste eigenständige Norditalienerin in dem kleinen Ort nicht leicht. Doch sie trotzt allen Widerständen und geht mutig und entschlossen ihren eigenen Weg – und bringt als erste Briefträgerin frischen Wind nach Lizzanello. Über zwanzig Jahre lang, erst zu Fuß, dann mit dem Fahrrad, trägt sie die Post aus: Ansichtskarten von Emigranten, Briefe von Soldaten an der Front, Mitteilungen von heimlichen Liebhabern. Und irgendwann muss sie sich fragen, wie lange sie eigentlich noch ihre eigenen Gefühle verbergen kann, die sie seit Jahren für den Bruder ihres Ehemanns empfindet. Der Debüt-Roman der Italienerin beruht auf der wahren Geschichte ihrer Urgroßmutter. Ein eindrucksvoller Roman über den Kampf einer Frau um Selbstbestimmung.