Die Extreme nehmen immer mehr zu, Menschen und Natur leiden. Trockenheit und Hitze sind unerträglich. Und nicht zuletzt trifft es uns Menschen besonders hart. Noch nie gab es so viele Hitzetote in Deutschland wie in diesem Jahr. Wo soll das Ganze noch hin führen? Und immer noch gibt es ignorante Zeitgenossen, die den Klimawandel leugnen und nichts dagegen unternehmen. Die Auswirkungen sind menschengemacht.
Der Landwirtschaft geht es schlecht, denn es ist zur Zeit alles gefährdet. Akuter Wassermangel halbiert die Erträge beim Druschgetreide oder vernichtet Ernten komplett. Bis Ende Juni konnte aufgrund guter Bestandsdichten in den Druschkulturen auf eine gute Erntegehofft werden. Aber danach bei mehreren Tagen um 38 Grad konnten sich die Körner nur klein und mit geringem Eigengewicht ausbilden. Deshalb kam es zu keiner guten Ernte bei Raps und Getreide. Und Mais, Zuckerrüben, Bohnen lassen jetzt schon einen Totalausfall erkennen. Auch den Wäldern geht es zunehmend schlechter. Wassermangel, Schädlinge wie der Borkenkäfer und der Eichenprozessionsspinner, stressen den Wald immer mehr. Der Klimawandel mit jährlich immer neuen Rekordwerten bedarf ganz neuer Strategien für die Erhaltung der Biodiversität. Und alles was jetzt stirbt, fehlt uns in den nächsten Jahrzehnten selbst bei sofortiger Ergänzung. Wenn jetzt nicht gehandelt und der Biodiversitätsverlust als größte Herausforderung unserer Zeit erkannt wird, dann ist der Schaden unwiederbringlich.
Deshalb machen wir als Naturschützer und im Biotopverbund immer und bei jeder Gelegenheit auf diese Situation aufmerksam und informieren über unsere Aktivitäten. Allein im August werden wir an vier Sommerfesten in Kleingartenvereinen, Kindergärten und Stadtbezirken mit einem Infostand teilnehmen, Nistkästen bauen und Infomaterial verteilen. Im September beginnt die Herbstmahd und die Pflege der Biotope und es wird unsere Vortragsreihe vorbereitet, die im Oktober startet. Interessante Themen wie „Verkehrssicherung und Verhalten im Wald“, „Natur- und Umweltschutz im Industriegebiet“, „Auswirkung der Weltmarktkrisen auf die Landwirtschaft“ und „Die unglaubliche Vielfalt unserer regionalen Honige“ werden wir vorstellen und besprechen.
Der Ausfall der Kamera durch Blitzschlag am Storchennest war bedauerlich, aber leider nicht zu verhindern. Sobald die Störche abgeflogen sind, wird eine neue Kamera installiert. Durch die Besenderung der Jungstörche können wir zumindest die Aufenthaltsorte und die Flugrouten verfolgen. → Am 26.08. 15.00 Uhr läuft ein Vortrag von Steffen Wagner für die Plaußiger Seniorinnen und Senioren zum Thema „Störche in Deutschland-Sachsen und Plaußig.
Steffen Wagner → 12.08.26