ZVON und VVO haben fusioniert – aus zwei Verkehrsverbünden wird einer. In einem ersten Schritt haben sich zum 1. Januar 2026 die politischen Gremien der beiden Zweckverbände zusammengeschlossen: Unter dem Namen Zweckverband Verkehrsverbund Ostsachsen (ZVVO) arbeiten nun die Landeshauptstadt Dresden, die Große Kreisstadt Görlitz sowie die Landkreise Bautzen, Görlitz, Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge eng zusammen und schaffen die Grundlagen für einen noch einfacheren Öffentlichen-Personen-Nahverkehr (ÖPNV). Das VVO-Gebiet und das ZVON-Gebiet werden perspektivisch zu einem neuen Verkehrsverbund für ganz Ostsachsen.
Die Aufteilung Sachsens in fünf Verkehrsverbünde ist in der Zeit der Regionalisierung des SchienenPersonenNahverkehrs (SPNV) aufgrund des Sächsischen ÖPNV-Gesetzes in den 90er Jahren entstanden. Heute haben sich Pendlerströme verändert, Reisewege werden länger, die Strahlkraft der drei Großstädte Chemnitz, Dresden und Leipzig geht über die jeweiligen Verbundgrenzen hinaus.
Bereits heute fahren zwei Drittel der Eisenbahn-Fahrgäste des ZVON in den VVO hinein. In der Vergangenheit wurden für diese Fahrgäste tarifliche Sonderregelungen geschaffen (u. a. Übergangstarif VVO-ZVON, Sonderregelungen für einzelne Buslinien), die so entstandene Tarif-Vielfalt ist zwar zielgruppenorientiert, wurde und wird jedoch immer wieder öffentlich als unübersichtlich kritisiert. Das Deutschlandticket hat dies zwar radikal vereinfacht, im Freizeit- und Gelegenheitsverkehr besteht allerdings weiterhin der Wunsch nach übergreifenden Tarifangeboten.
Mit einer Fusion von VVO und ZVON wird die Voraussetzung für ein einheitliches Tarifsystem für ganz Ostsachsen geschaffen, das der zunehmenden Verflechtung der Regionen Görlitz, Zittau und Bautzen mit der Landeshauptstadt Dresden Rechnung trägt. Dabei werden die bestehenden Verflechtungen nach Polen und Tschechien ebenso berücksichtigt wie lokale Besonderheiten und wirtschaftlichen Folgen für die Unternehmen sowie die Landkreise und Städte.
In den Fahrplänen ändert sich zunächst nichts. Auch die unterschiedlichen Tarife wird es bis zur Einführung eines einheitlichen Tarifs noch einige Zeit geben müssen.