Die kleinen und großen Sternsinger trugen Lieder vor, sammelten Spenden und überbrachten den Segen für die Stadtverwaltung im neuen Jahr.
Die Sternsinger haben am 8. Januar das Rathaus im Ortsteil Stadt Wolfen besucht. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie der Oberbürgermeister Armin Schenk begrüßten die großen und kleinen Sternsinger und lauschten den vorgetragenen Liedern.
Die jungen Sternsinger gingen anschließend mit ihren Spenden-Sammeldosen umher. „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“, lautete das Motto der diesjährigen Aktion beim „Dreikönigssingen“. Dabei machten die Sternsinger deutlich, wie wichtig die Bekämpfung ausbeuterischer Kinderarbeit ist, denn die Weltgemeinschaft hat ihr Ziel, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, nicht erreicht: 138 Millionen Kinder weltweit zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten, 54 Millionen von ihnen unter besonders gesundheitsschädlichen Bedingungen.
Abschließend wurde das Wolfener Rathaus noch mit den Zeichen „20*C+M+B+26“, also „Christus segne dieses Haus“, gesegnet.
In Bitterfeld-Wolfen ist das Sternsingen eine gemeinsame, ökumenische Aktion der Katholischen Pfarrei „Edith Stein“ Wolfen-Zörbig und dem Familienzentrum Christophorushaus. Kinder aus der dortigen Kita sowie der Evangelischen Grundschule Wolfen beteiligen sich daran.
Hintergrund: Ausbeuterische Kinderarbeit verletzt Kinderrechte und ist international verboten. Partnerorganisationen der Sternsinger setzen sich in vielen Ländern dafür ein, Kinder aus Arbeit zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen. Trotz Fortschritten im Kampf gegen die Kinderarbeit in Bangladesch sind noch rund 1,8 Millionen Kinder tätig, darunter 1,1 Millionen unter ausbeuterischen und gefährlichen Bedingungen. Projekte in Bangladesch zeigen, wie das Engagement der Sternsingerinnen und Sternsinger dazu beiträgt, Kinderarbeit zu bekämpfen.
Junge Menschen ziehen als Heilige Drei Könige und Sternenträger verkleidet von Haus zu Haus, um durch Spendensammlungen Projekte zu unterstützen, die benachteiligten und Not leidenden Kindern weltweit zugutekommen. So ermutigt die Aktion „Dreikönigssingen 2026“ Kinder und Erwachsene in Deutschland, sich gegen Kinderarbeit einzusetzen – im eigenen Umfeld, beim eigenen Konsum und durch den Einsatz beim Sternsingen. Denn Produkte aus Kinderarbeit gelangen leider auch in Deutschland vermehrt in den Handel.
Jedes Jahr stehen ein Thema und Beispielprojekte aus einer Region exemplarisch im Mittelpunkt der Aktion Dreikönigssingen. Die Spenden, die die Sternsinger sammeln, fließen jedoch unabhängig davon in Hilfsprojekte für Kinder in rund hundert Ländern weltweit.