Symbolbild: Eine Mutter bringt ihr Kind mit dem Auto zur Schule.
Die Stadtverwaltung Bitterfeld-Wolfen hat Hinweise zur Schulwegsicherung, insbesondere für die Grundschule „Erich Weinert“ erreicht. Daher wird das Thema im folgenden Artikel schulübergreifend dargelegt:
Mit Beginn und Ende des Schultages wird es rund um die Grundschulen im Stadtgebiet regelmäßig lebhafter. Viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule und holen sie dort wieder ab. Das ist aus Sicht der einzelnen Familie verständlich: Das eigene Kind soll sicher und pünktlich ankommen. Wenn jedoch viele Fahrzeuge gleichzeitig unmittelbar vor einer Schule eintreffen, halten, wenden oder wieder abfahren, kann die Verkehrssituation schnell unübersichtlich werden.
Die Stadt appelliert daher an alle Eltern, die Schulwege ihrer Kinder möglichst sicher und verkehrsbewusst zu gestalten und nach Möglichkeit darauf zu verzichten, mit dem Auto direkt bis vor den Schuleingang zu fahren.
Gerade für Kinder, die zu Fuß zur Schule kommen, können viele gleichzeitig rangierende und haltende Fahrzeuge zu zusätzlichen Gefahren führen. Auch zugeparkte oder zum Halten genutzte Gehwege sind problematisch: Sie können Kinder dazu zwingen, auf die Fahrbahn auszuweichen, und ihre Sicht auf den übrigen Verkehr beeinträchtigen.
Der Schulweg als wichtiger Erfahrungsraum
Ein sicherer Schulweg ist nicht nur eine Frage des Verkehrs, sondern auch ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Selbstständigkeit. Kinder lernen durch eigene Erfahrungen, Verkehrssituationen einzuschätzen, Straßen sicher zu überqueren und sich aufmerksam im Straßenverkehr zu bewegen.
Gerade bei jüngeren Kindern ist es sinnvoll, den Schulweg zunächst gemeinsam mit den Eltern einzuüben. Mit zunehmendem Alter können Kinder dann Schritt für Schritt mehr Verantwortung übernehmen und ihren Schulweg selbstständiger bewältigen.
Wo es die Entfernung und die individuelle Situation zulassen, kann der Weg zur Schule zu Fuß oder mit dem öffentlichen Personennahverkehr eine gute Alternative zur täglichen Autofahrt sein. Muss das Auto genutzt werden, kann es bereits helfen, die Kinder nicht unmittelbar vor dem Schuleingang aussteigen zu lassen, sondern einen geeigneten Haltepunkt etwas abseits des direkten Schulumfelds zu wählen. So wird der Verkehr vor der Schule entzerrt und der Bereich unmittelbar am Schuleingang entlastet.
Rücksicht schützt alle Kinder
Die Stadt sorgt durch bestehende Verkehrsregelungen und Kontrollen dafür, dass die Sicherheit im Umfeld der Schulen unterstützt und Verkehrsverstöße geahndet werden. Dazu gehören beispielsweise zeitlich begrenzte Haltverbote an besonders stark frequentierten Bereichen. Gleichzeitig kann Verkehrsüberwachung allein die Situation nicht lösen. Sichere Schulwege sind eine gemeinsame Aufgabe. Eltern, Kinder, Schule, Stadt und alle übrigen Verkehrsteilnehmenden können dazu beitragen, dass der Verkehr vor den Schulen übersichtlich und sicher bleibt.
Die Stadt bittet daher insbesondere zu den Bring- und Abholzeiten um gegenseitige Rücksichtnahme: Gehwege freihalten, Verkehrsregelungen beachten, unnötige Wendemanöver vermeiden und möglichst nicht direkt vor dem Schuleingang halten.
Denn jeder eingesparte Elterntaxi-Stopp kann dazu beitragen, den Bereich vor der Schule übersichtlicher und damit sicherer für alle Kinder zu machen.