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Bitterfeld-Wolfener Amtsblatt
Ausgabe 4/2026
Aktuelles aus der Stadt
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Spatenstich für Windpark Löberitz

Symbolischer Spatenstich für den Repowering-Windpark Löberitz im Landkreis Anhalt-Bitterfeld: Vertreter aus Politik und Wirtschaft geben gemeinsam den Startschuss für den Bau des Projekts. Auf dem Bild v. l. n. r.: Matthias Egert (Bürgermeister Zörbig), Prof. Dr. Armin Willingmann (Energieminister Sachsen-Anhalt), Thomas Winkler (Geschäftsführer VSB Deutschland), Stefan Hermann (Leiter des Amtes für Stadtentwicklung/Strukturwandel Bitterfeld-Wolfen). Foto: VSB Gruppe/Benjamin Gierig

Mit einem symbolischen Spatenstich am 20. März hat offiziell der Bau des Repowering-Windparks Löberitz im Landkreis Anhalt-Bitterfeld begonnen. Gemeinsam mit Sachsen-Anhalts Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann gab die Unternehmensgruppe VSB Deutschland den Startschuss.

VSB ist seit mehr als 20 Jahren in der Region aktiv und hat die Entwicklung der Windenergie an zahlreichen Standorten begleitet. In Löberitz werden nun fünf bestehende Anlagen aus dem Jahr 2003 durch drei moderne Windenergieanlagen ersetzt. Durch das Repowering steigt die installierte Leistung von 4,25 auf 21,6 Megawatt. Der erwartete Jahresenergieertrag erhöht sich auf rund 65,7 Gigawattstunden – etwa zehnmal so viel wie zuvor. Damit können rechnerisch rund 18.500 Dreipersonenhaushalte mit Strom versorgt werden.

„Repowering ist ein zentraler Baustein, um unsere Ausbauziele bei den erneuerbaren Energien zu erreichen", sagt Energieminister Willingmann. „Der erzeugte Strom fließt ins öffentliche Netz, stärkt die Energieversorgung und macht uns unabhängiger von Importen fossiler Energieträger. Zugleich wird ein Beitrag zum Erreichen der Klimaziele geleistet. Mit dem Akzeptanz- und Beteiligungsgesetz stellen wir in Sachsen-Anhalt zudem sicher, dass Standortkommunen verbindlich finanziell an der Wertschöpfung beteiligt werden. Wer die Energiewende ermöglicht, soll auch davon profitieren."

Der Windpark ist Teil des Hybridparks Löberitz, der Wind- und Solarenergie an einem gemeinsamen Netzanschlusspunkt verbindet. Ergänzend entsteht eine Photovoltaikanlage mit 19,99 MWp. Da diese Anlage auf der Gemarkung Bitterfeld-Wolfen errichtet wird, waren Abstimmungen zum Projekt sowohl mit der Stadt Zörbig und der Stadt Bitterfeld-Wolfen erforderlich. In einem konstruktiven Dialog wurde das Vorhaben geplant und bis zu den Genehmigen begleitet. Für die beteiligten Kommunen handelt es sich daher nach der Erarbeitung der Kommunalen Wärmeplanung um das zweite Projekt der interkommunalen Zusammenarbeit hinsichtlich der Energiewende.

Perspektivisch ist noch die Errichtung eines Batteriespeichers geplant. So werden Erzeugungsschwankungen ausgeglichen, die Netzinfrastruktur effizienter genutzt und die Versorgungssicherheit gestärkt. Hybridprojekte gelten als nächste Entwicklungsstufe der Energiewende, da sie erneuerbare Energien planbarer machen.