Der Garagenkomplex "An der Reichsbahn" wird zurückgebaut und eine Oase für Zauneidechsen geschaffen.
Die NEUBI plant die Neuordnung des Garagenstandorts „An der Reichsbahn“ in der Anhaltsiedlung. Kürzlich fand dazu ein direkter Austausch mit einigen Nutzern und Vertretern der NEUBI statt, um auf offene Fragen einzugehen.
In dem Gespräch konnten anfängliche Bedenken und Sorgen weitgehend ausgeräumt werden. Im Mittelpunkt standen dabei die Fakten, welche Bereiche konkret betroffen sind, wie der Zeitplan aussieht und welche Möglichkeiten es für Nutzer mit weiterem Garagenbedarf gibt. Dabei gingen beide Seiten sehr konstruktiv an die Lösung heran. „Vielen der Anwesenden war klar, dass der jetzige Zustand nicht so bleiben kann“, sagt NEUBI-Geschäftsführerin Susann Schult.
Ergebnis der Abstimmung: So viele Garagen wie möglich sollen zurückgebaut werden, insbesondere, weil mehr als die Hälfte bereits ungenutzt sind. Die Umsetzung ist für die zweite Jahreshälfte vorgesehen.
Wie es nun weitergeht: Die NEUBI kontaktiert bereits jeden einzelnen betroffenen Nutzer. Anschließend wird das weitere Vorgehen individuell abgestimmt. Sollte Bedarf an einer Ersatzgarage bestehen, wird es Angebote geben.
Auf der freiwerdenden Areal soll zukünftig ein Ausgleichsfläche für rund 80 bis 100 Zauneidechsen entstehen. Die Tiere leben derzeit auf dem Gelände am Brehnaer Überbau an der Bismarckstraße. Für den geplanten Ersatzlebensraum wird ein sonnenexponierter, strukturreicher Bereich geschaffen, der offene Rohboden- und Sandbereiche, unter anderem als Eiablageplätze, ebenso umfasst wie Versteck- und Rückzugsstrukturen aus Stein- und Totholzhaufen sowie kleinteilige Böschungen. Entscheidend ist ein Mosaik aus warmen, offenen Stellen und dichterer Deckung in direkter Nachbarschaft.
Die Ausgestaltung erfolgt in enger Abstimmung mit Artenschutzgutachtern, um einen langfristig funktionsfähigen Ersatzlebensraum sicherzustellen.