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Bitterfeld-Wolfener Amtsblatt
Ausgabe 5/2026
Aktuelles aus der Stadt
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Große Resonanz beim Tag der Industriekultur

Bereits am 11. April erkundeten unternahmen zahlreiche Gäste gemeinsam mit Künstlerin Franziska Klose eine Radreise unter dem Motto „Chemie – Kohle – Landschaft“ entlang ehemaliger Felder, Tonkuhlen, Industrie- und Tagebaulandschaften.

Der Traditionsverein Bitterfelder Bergleute e. V. ermöglichte neben Zeitzeugengesprächen auch Einblicke in die E-Lok, die als Zeugnis des Braunkohletagebaus vor der „Villa am Bernsteinsee“ steht.

Synthetische Edelsteine aus Bitterfeld-Wolfen – ein faszinierendes Kapitel der lokalen Industriegeschichte, das heute vielen kaum noch bekannt ist. Um diesen besonderen Produktionszweig wieder ins Bewusstsein zu rücken, hat das Kreismuseum eine eigene, liebevoll gestaltete Ausstellung eingerichtet.

Marco Tennert, Vorsitzender des Vereins Industriedenkmal & Kulturwerkstatt Irene Fahrrad Haus e. V., gewährte detaillierte Einblicke in die über 110-jährige Geschichte des bekannten Hauses in der Burgstraße, in dem bis heute Fahrräder repariert werden und zugleich Industriegeschichte bewahrt wird.

Während einer Exkursion entlang des Brunnenriegels im Chemiepark erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in die praktische Umsetzung der sogenannten „Ewigkeitsaufgabe“ – der kontinuierlichen Reinigung des kontaminierten Grundwassers.

Auch im Ortsteil Reuden wurde der Tag der Industriekultur mit viel Engagement gestaltet. Gäste konnten während eines Ortsrundganges nicht nur Dorfkirche und Tiergehege, sondern auch die neue „Kleine Komödie“ besichtigen.

Das Traditionsunternehmen ORWO präsentierte sich mit einem Informationsstand vor dem Wolfener Rathaus und stellte als Höhepunkt einen ORWO-Lada aus, der von der Busgruppe des Chemieparks sogleich als besonderes Motiv genutzt wurde.

„Ameise“, „Schwalbe“, „Wiesel“ und Co. vor dem Wolfener Rathaus – die Ausstellung historischer Fahrzeugklassiker der Oldtimergemeinschaft Wolfen e. V. begeisterte nicht nur Nostalgiefans, sondern ließ auch viele Besucherinnen und Besucher staunen.

Antje Riebau (M.) ging mit den Gästen ihrer Historischen Schmiede in der Bitterfelder Mühlstraße auf Spurensuche. Neben der Ausstellung traditioneller Schmiedewerkzeuge faszinierten vor allem alte Dokumente und Stadtansichten.

Mehrere hundert Besucher zog es zum umgebauten Vierseitenhof in Thalheim. Eins landwirtschaftlich geprägter Bauernhof, heute moderner Wohnhof für Facharbeiter der Ferngal Schweißtechnik GmbH.

Im Innenbereich des modernisierten Bauernhofs beeindruckten gerade Linien, Glas, Metall und ein loftartiges Wohngefühl.

Trotz grauen Himmels zog es am 12. April zahlreiche Bitterfeld-Wolfener sowie Gäste aus nah und fern in alle Ortsteile der Stadt. Ihr Ziel: die facettenreiche Industriekultur hautnah zu erleben. Neben etablierten Anlaufpunkten wie dem Kreismuseum, der Musik-Galerie an der Goitzsche und dem Industrie- und Filmmuseum entwickelten sich vor allem die Historische Schmiede in Bitterfeld, der eindrucksvoll sanierte Vierseitenhof in Thalheim, das Wolfener Rathaus sowie die Bustouren durch den Chemiepark, jeweils mit über hundert Teilnehmenden, zu echten Publikumsmagneten.

Der Tag der Industriekultur erwies sich dabei längst nicht nur als Veranstaltungshöhepunkt für die Einheimischen. Besucherinnen und Besucher reisten unter anderem aus Leipzig, Chemnitz, Ulm und Timmendorf an, um Teil dieses besonderen Erlebnisses zu sein. Mit über 20 Stationen und Veranstaltungen sowie einer starken überregionalen Anziehungskraft hat Bitterfeld-Wolfen eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass es den Titel „Hauptstadt der Industriekultur Sachsen-Anhalts“ mehr als verdient.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stab Öffentlichkeitsarbeit/Marketing