Schülerinnen und Schüler mit der Teamleiterin der Fachoberschule Gesundheit und Soziales, Frau Clayton, kurz vor dem Start der Wheelmap-Aktion.
Am 11. Mai startete die zweite Wheelmap-Aktion der Stadt Bitterfeld-Wolfen – diesmal im Ortsteil Stadt Wolfen anlässlich des Europäische Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung.
Oberbürgermeister Armin Schenk hatte gemeinsam mit dem Örtlichen Teilhabemanagement der Stadt Bitterfeld-Wolfen Betroffene, Netzwerkpartner, Interessierte, Seniorenbeirat und Verantwortliche der Stadt eingeladen, gemeinsam Geschäfte, Restaurants und öffentliche Einrichtungen im Ortsteil Stadt Wolfen auf ihre Zugänglichkeit mit dem Rollstuhl zu testen.
Die Wheelmap ist eine Online-Karte zum Finden barrierefreier Orte. Das erleichtert die Alltagsplanung von Rollstuhlfahrenden und Menschen, die nicht gut zu Fuß sind. Alle können weltweit mitmachen und Orte bewerten. Über ein Ampelsystem werden dabei rollstuhlgerechte Orte direkt per App auf der weltweiten Online-Karte www.wheelmap.org markiert. Die digitale Karte, die „Wheelmap“ zeigt, wie barrierefrei Orte weltweit tatsächlich sind.
Nach einer kurzen Begrüßung und Einweisung der zahlreichen Teilnehmer begann der Rundgang der drei Teams im Bereich der Leipziger Straße, der Robert-Koch-Straße und der Bahnhofstraße.
Dabei zeigte sich schnell, dass nicht nur Schwellen oder Treppen, sondern schon schwer zu öffnende Türen oder verschlossene Fahrstühle, die eigentlich zugänglich sein sollten, Hindernisse darstellen. Weitere Barrieren stellten auch abgesackte Gehwegplatten dar.
Die verschiedenen Ergebnisse der Tour wurden in Fragebögen erfasst und bei der anschließenden Auswertung besprochen.
Die Stadt Bitterfeld-Wolfen dankt den zahlreichen Beteiligten und Unterstützern. Besonderes Engagement zeigten die Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Gesundheit und Soziales – sie führten die Hin- als auch die Rückfahrt von der Schule aus mit Rollstühlen und Rollatoren mit dem Öffentlichen Personennahverkehr durch.
Das Projekt „Wheelmap-Aktionen in Sachsen-Anhalt“ wird im Rahmen des Landesprogramms für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt gefördert und von der Freiwilligen-Agentur Halle (Saale) landesweit koordiniert. Das Örtliche Teilhabemanagement wird gefördert vom Land Sachsen-Anhalt und der Europäischen Union.