Oberbürgermeister Armin Schenk, Bürgermeister Kay-Uwe Ziegler, Stadtratsvorsitzender Henning Dornack, Vertreter der Stadtverwaltung, der Ortschaft und der ausführenden Unternehmen gaben die Kirchstraße im Ortsteil Stadt Bitterfeld offiziell frei.
Mit der offiziellen Freigabe am 16. Juni ist die grundhafte Erneuerung der Kirchstraße im Ortsteil Stadt Bitterfeld erfolgreich abgeschlossen worden. „Mit der Fertigstellung stärken wir die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt und investieren gleichzeitig nachhaltig in die technische Infrastruktur. Mein Dank gilt allen beteiligten Unternehmen, den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie den Gewerbetreibenden für ihr Verständnis und ihre Geduld während der Bauzeit“, betonte der Oberbürgermeister Armin Schenk.
Die Baumaßnahme wurde gemeinschaftlich von der Stadt Bitterfeld-Wolfen, dem Abwasserzweckverband Westliche Mulde (AZV), der Netzgesellschaft Bitterfeld-Wolfen mbH (NetzG), der MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH, der Bitterfelder Fernwärme GmbH sowie der MITNETZ STROM mbH umgesetzt.
Die umfassenden Arbeiten dienten sowohl der Modernisierung der technischen Infrastruktur als auch der nachhaltigen Aufwertung des öffentlichen Raumes im Stadtzentrum. Im Rahmen der Maßnahme wurden ein neuer Mischwasserkanal errichtet, die Trinkwasserleitung erneuert sowie Teile der Gasleitung ersetzt. Darüber hinaus erfolgten die Verlegung eines neuen Niederspannungskabels, die Anpassung der Hausanschlüsse, die teilweise Verlegung von Fernwärmeleitungen sowie die Verlegung von Glasfaserkabeln.
Der grundhafte Ausbau erstreckte sich über eine Länge von rund 120 Metern. Die Baustrecke begann am Markt und endete an der Einmündung zum Kornhausplatz. Aufgrund der Breite der Kirchstraße von etwa 8 bis 12 Metern zwischen den Gebäudefronten wurde die gesamte Querschnittsbreite der Straße erneuert. Die Fahrbahn erhielt eine hochwertige Pflasterbefestigung, die sich gestalterisch an den bereits neu gestalteten Gehwegen der Mühlstraße orientiert. Die Kirchstraße wurde als Mischverkehrsfläche mit einer mittig verlaufenden Entwässerungsrinne ausgebaut. Die bisherige Nutzung als Fußgängerzone mit Lieferverkehr bleibt unverändert bestehen. Separate Radverkehrsanlagen oder Parkflächen wurden nicht vorgesehen.
Zusätzlich zur Erneuerung der Verkehrsflächen wurde ein neuer Stromverteilerkasten installiert, der künftig die technische Versorgung möglicher Veranstaltungen im Bereich der Kirchstraße sicherstellen kann. Zudem wurden zehn fest installierte Fahrradbügel eingebaut, die Bürgerinnen und Bürgern sowie Gästen der Innenstadt sichere Abstellmöglichkeiten für ihre Fahrräder bieten.
Der offizielle Baubeginn erfolgte am 28. Juli 2025. Der Start der Arbeiten hatte sich um etwa einen Monat verzögert, da das Vergabeverfahren zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig abgeschlossen war. Weitere Verzögerungen ergaben sich durch die winterlichen Witterungsverhältnisse, die einen Baustopp erforderlich machten. Erst ab Ende März konnten die Arbeiten wieder aufgenommen und planmäßig fortgeführt werden.
Nach Auswertung der eingegangenen Angebote wurde die Baumaßnahme mit einem Auftragswert von rund 600.000 Euro brutto vergeben. Im Verlauf der Bauarbeiten wurden zusätzliche Leistungen erforderlich. So wurde unter anderem der Durchfahrtsbereich an der Giebelseite des „Kartoffelhauses“ in den Ausbau einbezogen und gepflastert, um ein einheitliches Erscheinungsbild zu schaffen. Die hierfür notwendigen Nachträge belaufen sich auf etwa 81.000 Euro brutto.
Mit dem Abschluss der Baumaßnahme steht die Kirchstraße nun wieder uneingeschränkt als attraktiver Bestandteil der Bitterfelder Innenstadt zur Verfügung.