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Mitteilungsblatt Zwenkau
Ausgabe 4/2026
Überregional
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Projekt „Gesunde Brotdose“ bringt Ernährungsbildung in den Schulalltag

Wer gut isst, kann gut lernen: Kinder der Grundschule “Kinder dieser Welt” mit Referendarin und Lehrkräften aus dem Sana Bildungszentrum Leipziger Land

Philipp Röger vom Sana-Bildungszentrum Leipziger Land und Referendarin Henriette Urban erklären die Ernährungspyramide Download und Copyright

Gesunde Ernährung ist mehr als nur eine Frage des Geschmacks – sie ist eine wichtige Grundlage für Konzentration, Leistungsfähigkeit und Entwicklung. Oder anders gesagt: Wer gut isst, kann auch gut lernen.

Genau hier setzt das Projekt „Gesunde Ernährung – gesunde Brotdose“ der Grundschule „Kinder dieser Welt“ in Borna-West an. Zum Starttag, am 5. Mai 2026, bekam die Schule Verstärkung von den Sana Kliniken Leipziger Land.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die 3. Klasse, die sich über mehrere Tage intensiv und vor allem spielerisch mit dem Thema Ernährung auseinandersetzt. Ziel ist es, Kinder frühzeitig für gesunde Essgewohnheiten zu sensibilisieren und ihnen alltagstaugliches Wissen mitzugeben. „Wir wollen die Kinder motivieren und befähigen, einen gesunden Lebensstil zu entwickeln. Und das geht mit der Brotdose los“, sagt Henriette Urban, Referendarin an der Schule und Initiatorin des Projekts. Gleichzeitig wird auch die kulturelle Vielfalt in den Blick genommen: Unterschiedliche Essgewohnheiten und Brotdosen aus verschiedenen Herkunftsländern machen das Projekt besonders anschaulich und lebendig.

Spielerisch lernen, nachhaltig verstehen

Zum Auftakt, am ersten Projekttag, wird die Schule von der Berufsfachschule der Sana Kliniken Landkreis Leipzig unterstützt. Die Medizinpädagogen Nadine Törpel und Philipp Röger haben dafür ein Konzept entwickelt, das Wissen und Bewegung miteinander verbindet. „Wir möchten die Kinder nicht nur informieren, sondern aktiv einbinden – mit Spielen, Experimenten und viel Raum zum Mitmachen“, erklären sie.

Den Tag haben die Sana-Pädagogen entsprechend vielseitig gestaltet: In Gruppenarbeiten, Bewegungsspielen und interaktiven Übungen lernen die Kinder den Weg der Nahrung durch den Körper kennen, ordnen Lebensmittel nach ihrem Gesundheitswert ein und entwickeln gemeinsam eine Ernährungspyramide. Ein Experiment zum Zuckergehalt in Getränken macht dabei besonders eindrücklich sichtbar, wie viel „versteckter Zucker“ im Alltag steckt.

Von der Idee in die Brotdose – Lernen mit allen Sinnen

Auch in den Tagen nach dem initialen Projekttag liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem praktischen Erleben: Schülerinnen und Schüler entwickeln eigene Rezepte, die sie digital aufbereiten. Gemeinsam werden diese anschließend zubereitet, liebevoll in Brotdosen angerichtet, fotografiert und natürlich auch gemeinsam verkostet. Aus all diesen Ideen entsteht Schritt für Schritt ein gemeinsames Rezeptbuch „Die gesunde Helden-Brotdose“, das auf der Schulwebsite veröffentlicht werden soll – als Inspiration für Familien und andere Kinder.

„Wir sehen in diesem Projekt einen wichtigen präventiven Ansatz“, betont Cornelia Reichardt, Leiterin des Sana Bildungszentrums. „Viele Volkskrankheiten wie Diabetes stehen in engem Zusammenhang mit der Ernährung. Gleichzeitig zeigen Studien, dass Kinder nach wie vor zu viel Zucker konsumieren. Deshalb möchten wir ein Projekt wie dieses perspektivisch auch auf weitere Grundschulen in Grimma und Wurzen ausweiten.“

Hintergrund ist die zentrale Bedeutung von Ernährung in jungen Jahren: Ausgewogene Mahlzeiten sind entscheidend für die körperliche und geistige Entwicklung. Gleichzeitig werden in der Kindheit Essgewohnheiten geprägt, die oft ein Leben lang bestehen bleiben. Schulen spielen dabei eine Schlüsselrolle, da sie über viele Jahre hinweg wichtige Impulse für ein gesundes Verhalten geben können.

Mit dem Projekt „Gesunde Brotdose“ zeigen die Sana Kliniken Leipziger Land gemeinsam mit der Grundschule „Kinder dieser Welt“, wie Gesundheitsförderung frühzeitig, praxisnah und mit Freude gelingen kann – und wie aus kleinen Ideen im Alltag große Wirkung entstehen kann.