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Mitteilungsblatt Zwenkau
Ausgabe 7/2026
Überregional
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Onkologisches Zentrum Borna: 8. Organkrebszentrum zertifiziert

Li.: PD Dr. med. habil. Hoang Minh Do, Chefarzt Klinik für Urologie/ Re: PD Dr. med. Kay Kohlhaw, Leiter Zertifiziertes Onkologisches Zentrum, Chefarzt Klinik für Allgemein-, Viszeral-, MIC- und Gefäßchirurgie

Mit dem zertifizierten Harnblasenkrebszentrum erweitert die Sana Klinik Borna ihr onkologisches Leistungsspektrum. Es ist bereits das achte Organkrebszentrum unter dem Dach des zertifizierten Onkologischen Zentrums der Klinik. Damit zählt die Klinik zu den größten onkologischen Versorgern in Sachsen.

Für Patientinnen und Patienten in der Region bedeutet diese Versorgungsstruktur gebündelte Fachkompetenz, kurze Wege und eine Behandlung nach aktuellen wissenschaftlichen Standards. Die Fachexperten der Deutschen Krebsgesellschaft würdigten insbesondere die sehr guten Tumorfreiheitsraten nach erfolgter Operation, die kollegiale interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie die beständige Weiterentwicklung des uroonkologischen Zentrums.

Zum interdisziplinären Team des Harnblasenkrebszentrums gehören Fachärztinnen und Fachärzte aus den Bereichen Urologie, Onkologie, Radiologie, Pathologie und Anästhesie. Ergänzt wird das Team durch die onkologische Fachpflege, Therapeutinnen und Therapeuten, die Psychoonkologie sowie den Sozialdienst. Für jede Patientin und jeden Patienten wird ein individueller Behandlungsplan erstellt, über den Spezialistinnen und Spezialisten verschiedener Fachrichtungen gemeinsam in der interdisziplinären Tumorkonferenz entscheiden.

„Die Zertifizierung ist ein wichtiger Schritt für die onkologische Versorgung in unserer Region. Sie zeigt, dass wir unseren Patientinnen und Patienten eine Behandlung auf höchstem Qualitätsniveau bieten – von der ersten Diagnose bis zur Nachsorge“, sagt PD Dr. med. Kay Kohlhaw, Leiter des Onkologischen Zentrums und Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, MIC- und Gefäßchirurgie in Borna.

Harnblasenkrebs früh erkennen und gezielt behandeln

Jährlich erkranken in Deutschland rund 18.000 Menschen neu an Harnblasenkrebs. Die Erkrankung zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen der Harnwege. Als größter Risikofaktor gilt das Rauchen, da krebserregende Stoffe aus dem Tabakrauch die Blasenschleimhaut schädigen können. Weitere Risikofaktoren sind der berufliche Kontakt mit bestimmten chemischen Substanzen, chronische Entzündungen der Harnblase und höheres Lebensalter. Männer erkranken häufiger als Frauen. Wird Harnblasenkrebs früh erkannt, sind die Heilungschancen in vielen Fällen gut. Umso wichtiger ist es, Warnzeichen ernst zu nehmen und Beschwerden frühzeitig ärztlich abklären zu lassen.

Zu den möglichen frühen Beschwerden zählen häufiger Harndrang, Brennen beim Wasserlassen, wiederkehrende Harnwegsinfektionen oder Schmerzen im Unterbauch. Ein besonders wichtiges Warnsignal ist Blut im Urin.

„Hinter diesen Beschwerden stecken häufig harmlose Ursachen. Treten sie jedoch wiederholt auf oder halten sie länger an, sollten sie unbedingt ärztlich abgeklärt werden“, erklärt PD. Dr. med. habil. Hoang Minh Do, Chefarzt der Klinik für Urologie in Borna. „Eine frühe Diagnose verbessert die Behandlungsmöglichkeiten erheblich und beeinflusst den weiteren Krankheitsverlauf.“

Die Therapie richtet sich nach Art und Ausbreitung des Tumors. Oberflächliche Tumoren können dabei zumeist organerhaltend mit endoskopischen Geräten über die Harnröhre behandelt werden. Ist die Erkrankung weiter fortgeschritten, kommen – abhängig vom individuellen Befund – Operationen, Chemotherapie, moderne Immuntherapien oder eine Strahlentherapie zum Einsatz. Welche Behandlung die besten Erfolgsaussichten bietet, entscheiden die Spezialistinnen und Spezialisten verschiedener Fachrichtungen gemeinsam in der interdisziplinären Tumorkonferenz.

Ansprechpartner

PD Dr. med. Kay Kohlhaw

Leiter des Onkologischen Zentrums Borna

Chefarzt Klinik für Allgemein-, Viszeral-, MIC- und Gefäßchirurgie

PD Dr. med. habil. Hoang Minh Do

Chefarzt Klinik für Urologie